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Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort – Eintrag ins Führungszeugnis?


| 25.02.2007 18:37 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht



Hallo,

folgendes ist passiert:
Ich habe beim Einparken in einem Parkhaus ein anderes Auto leicht angestoßen (habe ein Geräusch gehört). Nachdem ich ausgestiegen bin habe ich nach einem Schaden gesucht und weder an meinem noch an dem anderen Wagen etwas erkennen können und bin gegangen.

Folge:
Zwei Tage später stand die Polizei vor der Türe meiner Eltern, da der Wagen auf meinen Vater läuft. Fremdschaden dargelegt durch Kostenvoranschlag 630€. Nachdem ich meine Stoßstange gewaschen habe, wurde ein kleinerer Kratzer sichtbar. Mein Schaden laut Werkstatt 170€ (=Lackieren).

Derzeit weiß die Polizei nicht wer das Auto zum Unfallzeitpunkt gefahren ist. Allerdings gibt es zwei Zeugen, die vermutlich mich und meinen Vater als mögliche Fahrer identifizieren können. Die Ermittlungen der Polizei laufen noch. Dummerweise bin ich jetzt, etwa 6 Wochen nach dem Unfall, auf der Autobahn geblitzt worden. Erlaubt 100 km/h, gefahren laut Tacho 140 km/h. Da erwarten mich also auch in etwa 100€ plus 3 Punkte.

Meine (dunkle) Vergangenheit:
Ich habe bereits im Erziehungsregister eine Eintragung wegen Verstoßes gegen das BtmG. Urteil: Jugendstrafe 10 Monate zur Bewährung (2 Jahre) plus 500DM Geldbuße, rechtskräftig seit Ende Juni 1999, also 7 Jahre und 8 Monate her. Im Jahre 1998 hatte ich schon einmal 3 Punkte wegen einer Geschwindigkeitsüberschreitung.

Meine Fragen:
Falls es zur Verurteilung wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort käme, welche Strafe habe ich zu erwarten? Bin ich dann vorbestraft, bzw. welchen Einfluss hat die Jugendstrafe? Habe ich dadurch einen Eintrag im Führungszeugnis zu erwarten? In wie weit wirkt sich die zusätzliche Geschwindigkeitsüberschreitung auf ein Urteil aus? Wie wird der Tagessatz errechnet wenn ich zurzeit noch studiere und lediglich 400€ bekomme, aber in voraussichtlich 2 Monaten anfange zu arbeiten?

Mir ist wichtig zu wissen, ob ich jetzt vorbestraft bin und einen Eintrag im Führungszeugnis zu erwarten habe.

Vielen Dank im Voraus

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Sehr geehrte (r) Ratsuchernde (r)

Gerne beantworte ich Ihre Frage im Rahmen einer Erstberatung unter Berücksichtigung der von Ihnen mitgeteilten Informationen.

Angenommen, Sie werden wie von Ihnen befürchtet wegen unerlaubtem Entfernen vom Unfallort verurteilt, so ist die Strafe laut Gesetz Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu 3 Jahren.

Das Gericht muss dann in diesem Rahmen eine gerechte Strafe finden. Einschlägige Vorverurteilungen werden strafschärfend berücksichtigt, ebenso Eintragungen im Verkehrszentralregister. Die Vorverurteilung wegen BtM – Delikten ist keine einschlägige und wird daher wohl nicht mehr ins Gewicht fallen. Auch die Schadenshöhe wird bei unerlaubtem Entfernen regelmäßig zur Festlegung der endgültigen Strafhöhe mitberücksichtigt. Alles in allem ist eine Schätzung der Strafhöhe ohne Kenntnis des genauen Tathergangs und der weiteren Umstände kaum möglich (vgl. meinen Beitrag zur Strafzumessung im Ratgeber Strafrecht bei 123recht.net).

Vorbestraft in dem Sinne, dass Sie Eintragungen in dem Führungszeugnis haben, mit dem Sie sich ggf. bewerben müssen etc. sind Sie ab einer Geldstrafe von 90 Tagesätzen bzw. 3 Monaten Freiheitsstrafe. Als vorsichtige Schätzung würde ich sagen, dass bei einer Schadenshöhe von 630,- € und keiner einschlägigen Vorstrafe die ggf. zu erwartende Strafe darunter bleiben würde. Eine Eintragung im Führungszeugnis erfolgt jedoch im nur von Gerichten und Staatsanwaltschaft einsehbaren Teil.

Bei der von Ihnen geschilderten Sachlage sehe ich jedoch gute Möglichkeiten, dass es nicht zu einer Verurteilung gegen Sie kommen muss. Sie sollten sich ggf. anwaltlich vertreten lassen, was auch durch meine Kanzlei erfolgen kann. Bei Rückfragen nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Bitte beachten Sie: Diese Antwort ist beschränkt durch die von Ihnen mitgeteilten Informationen und kann nur in diesem Rahmen einen ersten Überblick geben. Sie kann jedoch keine ausführliche Rechtsberatung ersetzen. Möglicherweise bei Ihnen vorliegende Schreiben und sonstige Unterlagen können zu einer abweichenden Bewertung führen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit meiner Antwort weiterhelfen und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Jochen Hägele
Rechtsanwalt

www.kanzlei-hup.de

Nachfrage vom Fragesteller 25.02.2007 | 20:29

Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort, die mir sehr geholfen hat.

Meine größten Bedenken habe ich wegen eines möglichen Eintrages in das Führungszeugnis. Denn mein zukünftiger Arbeitgeber hat mir mitgeteilt, dass eine "Sicherheitsüberprüfung" durchgeführt werden muss. Dies wurde mir schon im Bewerbungsgespräch mitgeteilt. Ich habe gesagt dass ich nicht vorbestraft bin. Jetzt frage ich mich natürlich was unter dieser "Sicherheitsüberprüfung" zu verstehen ist. Meine künftige Stelle ist nicht im öffentlichen Dienst. Mein künftiger Arbeitgeber kann doch nur das "normale" Führungszeugnis abfragen oder?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 25.02.2007 | 20:54

Sehr geehrte (r) Ratsuchende(r),

gerne beantworte ich Ihre Nachfrage:

Ihr künftiger Arbeitgeber könnte ggf. von Ihnen verlangen, dass Sie ihm einen Auszug aus dem Führungszeugnis vorlegen. Dieser Auszug enthält dann nur die Strafen ab 90 TS/3 Mon. Ein weitergehendes Einsichtsrecht hat er jedoch nicht.

Ergänzend möchte ich noch auf Folgendes hinweisen: Sollten Sie von der Polizei als Beschuldigter vernommen werden, empfehle ich, keine Angaben zu machen und zunächst mittels anwaltlichen Beistands Akteneinsicht zu nehmen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen und wünsche Ihnen für Ihre berufliche Zukunft alles Gute.

Mit freundlichen Grüßen

Jochen Hägele
-Rechtsanwalt-

www.kanzlei-hup.de

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