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Unerlaubtes Entfernen Unfallort Strafbefehl Hauptverhandung

10.06.2008 10:33 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Martin Kämpf


Hallo,

Ich habe mich letztes Jahr unerlaubt vom Unfallort entfernt. Beim rückwärts ausparken habe ich das parkende Auto gegenüber nicht bemerkt, da ich laut Musik anhatte hörte ich die Geräusche nicht und bin gefahren.
1 Stunde später war die Polizei bei mir. An meinem Auto waren Lackspuren welche fotografiert wurden und es gab auch Zeugen.

Dem zu Folge bekam ich vor kurzem einen Strafbefehl in dem stand das ich 600 Euro zahlen und 2 Monate Fahverbot. Beweise waren Zeugen ein Gutachten und ein geständniss, ich nehme an weil ich mich dazu nicht weiter geäußert habe, weil die Polizei meinte ich hätte es hören müssen. Ich brauche aber eigentlich meinen Führerschein um zur Arbeit zu kommen.
Ich bin nicht vorbestaft und habe noch keine Punkte.
Der Schaden an dem Auto wurde von meiner Versicherung getragen es handelte sich um 1700 euro.

Ich habe einen Einspruch geschrieben der nur für das Fahrverbot gegolten hat. Und nun habe ich eine Einladung zur Hauptverhandlung bekommen. Ich dachte das sowas auch ohne Hauptverhandlung gemacht wird.

Meine Frage nun ist es möglich auch ohne Hauptverhandlung das noch zu klären, da ich denke das ich das dann zahlen muss. Kann man den Einspruch auch zurück nehmen und sagen ich möchte 600 euro zahlen und fahrverbot 2 Monate ein Kauf nehmen? Da ich nun eh bald Urlaub habe wäre das da auch kein Problem für mich.

Ich bin sehr verunsichert und hoffe sehr mir kann jemand einen guten Rat geben.

Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Anfrage, diese beantworte ich unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltschilderung sowie Ihres Einsatzes wie folgt:

Nach einem Einspruch gegen einen Strafbefehl findet regelmäßig und so auch in Ihrem Fall eine Hauptverhandlung statt.
Dies ist lediglich dann nicht der Fall, wenn der Einspruch auf die Tagessatzhöhe beschränkt wird.

Die Rücknahme des Einspruchs ist grundsätzlich möglich. Bis zum Beginn der mündlichen Hauptverhandlung kann der Einspruch gegen den Strafbefehl ohne Zustimmung der Staatsanwaltschaft zurückgenommen werden, nach dem Beginn der mündlichen Hauptverhandlung ist für die Rücknahme des Einspruchs gegen den Strafbefehl die Zustimmung der Staatsanwaltschaft erforderlich.

Abschließend erlaube ich mir den Hinweis darauf, dass bei unerlaubten Entfernen vom Unfallort lediglich für den Fall, dass ein Mensch getötet, nicht unerheblich verletzt oder ein bedeutender Sachschaden entstanden ist, das so genannte Regelfahrverbot gemäß § 69 Absatz 2 Nr. 3 StGB greift.
Dies bedeutet, dass das Gericht für den Fall, dass der fremde Sachschaden unter EUR 1.300,- beträgt, nicht zwingend ein Fahrverbot gegen Sie aussprechen muss.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten Überblick ermöglicht zu haben und stehe für Ergänzungen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion sowie ggf. für die weitere Wahrnehmung Ihrer Interessen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Martin Kämpf
Rechtsanwalt

Fon 089/ 22843355
Fax 089/ 22843356

Nachfrage vom Fragesteller 10.06.2008 | 11:10

Ah das hat mir jetz schon weiter geholfen, Also kann ich jetz schriftlich den Einspruch zurück nehmen? Bekomme ich dann Post wann ich meinen führerschein abgeben muss und wann ich das Geld zu bezahen habe?

Ich denke mir der Schaden ist deswegen so hoch weil das Auto schon ein Historykennzeichen hatte.

Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.Danke.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 10.06.2008 | 16:02

Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Nachfrage, diese beantworte ich Ihnen wie folgt:

Ob und inwiefern der Schaden vorliegend EUR 1300,- überschritten hat oder nicht, vermag ich ohne Kenntnis der Ermittlungsakte nicht zu beurteilen.
Dahingehend empfehle ich Ihnen einen im Strafrecht tätigen Rechtsanwalt mit Ihrer Verteidigung zu beauftragen und über diesen zunächst Einsicht in die Ermittlungsakte zu nehmen.

Den Einspruch können Sie schriftlich zurücknehmen.

Das Fahrverbot gilt, sobald der Strafbefehl rechtskräftig ist. Die Rechtskraft würde vorliegend mit Rücknahme des Einspruchs entstehen.
Aus diesem Grunde wäre es empfehlenswert Ihren Führerschein am Tag der Rücknahme des Einspruches bei der zuständigen Staatsanwaltschaft abzugeben.

Die Aufforderung zur Zahlung ergeht mit gesonderter Mitteilung.

Mit freundlichen Grüßen

Martin Kämpf
Rechtsanwalt

Fon 089/ 22843355
Fax 089/ 22843356

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