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Unerlaubte Verwertung geschützer Tonaufnahmen


11.01.2006 13:00 |
Preis: ***,00 € |

Internetrecht, Computerrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Hallo, ich wurde ca. am 20 Sep. 2005 zur Polizei vorgeladen. daraufhin wurde mir vorgeworfen das ich eine Musik datei gedownloadet haben soll.
dies bezüglich gab ich es auch zu, darauf hin nahmen diese meinen Pc in beschlag und löschten auf diesem alle Dateien. Am 26.Sep 2005 bekam ich einen Brief vom Staatsanwalt aus Osnabrück (Staatsanwalt Neuhaus) dieser schrieb mir das die weitere Verfolgung gemäß §154 Abs. 1 StPo abgesehen wird. Akz alles beigefügt.
Am 20.10.2005 kam ein Brief von den RASCH Anwälten mit folgender Überschrift UNERLAUBTE VERWERTUNG GESCHÜTZTER TONAUFNAHMEN
es steht drin das mich folgende Firmen edel records GmbH, edel media und die ganzen musikhersteller mich anzeigen, da dokumente denen vorliegen das ich z.B. am 20.05.2005 1723Dateien und am 18.08.2005 8080 Dateien heruntergeladen haben soll. Alles als anlage bei gelegt. Darauf hin fordern diese eine Summe von 10000€ von mir.

Ich habe erstmal mit denen eine ratenzahlung von mon. 100€ vereinbart.

So meine frage ist es, ob diese überhaupt das recht haben mich anzuzeigen und geld zufordern, obwohl ich vom Staatsanwalt eine schriftliche niederlegung des verfahrens bekommen habe.????
11.01.2006 | 13:54

Antwort

von


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82234 Weßling
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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich aufgrund der mitgeteilten Tatsachen wiefolgt beantworten möchte:

1.Sie müssen zwischen dem zivilrechtlichen und dem strafrechtlichen Verfahren unterscheiden. Der Staatsanwalt hat bezüglich des Strafverfahren gegen Sie in dieser Angelegenheit laut Ihrer Schilderung gemäß § 154 StPO von der Verfolgung der Tat abgesehen.

2.Daneben können die Rechteinhaber – die Urheber der Musikstücke oder Filme oder was auch immer Sie heruntergeladen haben- Schadensersatz geltend machen, wenn Sie tatsächlich die Lieder heruntergeladen haben. Da Sie anscheinend bei der Polizei das Herunterladen zumindest einer Musikdatei zugegeben haben, ist diesbezüglich auch ein Schadensersatzanspruch gerechtfertigt.

3.Jedoch ist fraglich, ob hier die Höhe von 10.000 Euro wirklich gerechtfertigt ist. Der Schadensersatz wird nach der so genannten Lizenzanalogie berechnet. Das bedeutet, dass der Urheber von dem Verletzer den Betrag als Schadensersatz verlangen kann, den der Verletzer an den Urheber hätte bezahlen müssen, wenn er ordnungsgemäß eine Erlaubnis (Lizenz) zur Nutzung des Werkes von dem Urheber eingeholt hätte.

Die Höhe dieser Lizenzgebühren ist von verschiedenen Faktoren abhängig, z.B. von der Dauer der Nutzung des Werkes. Für die Bewertung in Ihrem Fall sollten Sie sich vielleicht doch noch an einen Anwalt wenden oder selbst versuchen, einen geringeren Betrag auszuhandeln.

Ich hoffe, diese Ausführungen haben Ihnen bei Ihrem Rechtsproblem weiter geholfen.

Mit freundlichen Grüssen

Nina Heussen
Rechtsanwältin

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Nachfrage vom Fragesteller 11.01.2006 | 17:55

in dem schreiben steht auch das wenn es zu einer verhandlung kommen sollte, liegt pro datei ein schadens ersatz von 10.000€ an, mir wurde mitgeteilt von derer seite wenn ich mehr als 100€ zahlen würde könnte man von einer niedriger summe ausgehen, naja was ist nun klüger vor gericht es zu versuchen oder 100€ mon. abstottern?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 12.01.2006 | 10:52

Sehr geehrter Ratsuchender,

wenn Sie bereits den Anspruch anerkannt haben, bleibt Ihnen nur die Zahlung des Anspruchs.
Sie hätten vor der Unterzeichnung zum Anwalt gehen müssen, um prüfen zu lassen, ob die gegen Sie geltend gemachten Ansprüche in dem geforderten Umfang bestehen.

Mit freundlichen Grüssen

Nina Heussen
Rechtsanwältin

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