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Unentgeltliches Wohnrecht für 2 Personen; Schenkungssteuer

| 12.03.2015 19:38 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Im Ramen des Verkaufs unserer Eigentumswohnung an unsere Tochter sollen wir ein lebenslanges unentgeltliches Wohnrecht (§428 BGB ) erhalten. Sicherung per Grundbucheintrag ist vorgesehen.
Basierend auf einem Jahreswert des Wohnrechts (€/m²per Mietspiegel *Wohnfläche * 12 Monate) ergeben sich auf Grund des unterschiedlichen Alters der Ehepartner (Ehefrau 72; Ehemann 75 Jahre) Kapitalwerte von 37400.- € (Ehemann) und 47600.- € (Ehefrau) bzw.
bezogen auf 10 Jahre 31900.- € und 35300.- €.
Die Berechnung der Schenkungssteuer nach 10 Jahren ergab 822,- € für die Ehefrau und 1074,- € für den Ehemann. ( alle Angaben gerundet)

Fragen:
- Ist die Annahme "Fälligkeit der Schenkungssteuer nach10 Jahren für den Zeitraum von
10 Jahren richtig

- Müssen beide Partner eine Schenkungssteuer in der oben ausgewiesenen Höhe zahlen
oder erfolgt eine Aufteilung.

- Wenn eine derartige Aufteilung erfolgt, wie ist die diesbezügliche Rechenvorschrift.

- Besteht eine Wahlfreiheit dahingehend, dass derjenige mit der geringeren Steuerlast
zahlungspflichtig ist

- Ist eine Modifikation der Höhe des Jahreswertes des Wohnrechtes dahingehend zulässig,
dass dieses Wohnrecht ja für zwei und nicht für eine Person besteht.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Die Schenkungssteuer für wird gem. § 9 Abs. 1 Nr.2 Erbschafts- und Schenkungssteuergesetz (ErbStG) bereits bei Ausführung der Zuwendung fällig und nicht erst nach 10 Jahren. Die wohl von Ihnen angesprochene 10 Jahresfrist gilt für eine erneute Inanspruchnahme der Steuerfreibeträge bei einer weiteren Schenkung eines Wirtschaftsgutes.

Ihre weiteren Fragen bezüglich der Berechnung und Erhebung der Schenkungssteuer beantworte ich Ihnen zusammenfassend wie folgt:

Der Kapitalwert des Wohnrechts wird in Ihrem Fall nach § 14 Abs. 3 Bewertungsgesetz (BewG) berechnet. Danach berechnet sich der Kapitalwert nach dem Jahreswert des Wohnrechts multipliziert mit dem maßgeblichen Vervielfältiger des Mitberechtigten mit der nach der Sterbetafel statisch höchsten Lebenserwartung - in Ihrem Fall also nach der Ehefrau.

Gem. § 3 BewG ist der Wert eines Wirtschaftsgutes, daß meheren Beteiligten zukommt, wertmäßig auf diese nach dem Verhältnis ihrer Anteile aufzuteilen - in Ihrem Fall also nach Ihren Angaben je zur Hälfte.

Zu versteuern ist lediglich der Kapitalwert des Wohnrechts, der den jeweiligen Freibetrag nach §§ 16,15 ErbStG übersteigt. In Ihrem Fall (Tochter Schenker - Eltern Beschenkte) beträgt der Freibetrag je Elternteil 20.000,00 €. Der Steuersatz ergibt sich aus §§ 19 iVm. 15 ErbStG und beträgt in dem von Ihnen geschilderten Fall (Kapitalwert unter 75.000,00 €, Beschenkte= Eltern, Schenker = Tochter) 15 %.

Die Schenkungssteuer wird für jeden Beschenkten erhoben. In der Schenkungssteuererklärung können Sie angeben, daß die Schenkungssteuer von dem Schenker, dem Beschenkten oder einem Dritten (zum Beispiel dem anderen Beschenkten) erhoben werden soll.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 15.03.2015 | 10:05

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