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Unehliches Kind - Erbschaft

13.02.2017 10:51 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Mein Bruder ist vor einem Monat verstorben. Wir waren drei Kinder, jetzt nur noch zwei: meine Schwester und ich.

In diesem Zusammenhang habe ich von meiner Schwaegerin gestern erfahren, er war biologischer Vater eines unehelichen Kind, was er uns immer verschwiegen hatte. Das Kind hat mein Bruder vor 25 Jahren bei der Geburt annerkant, und 18 Jahre lang Unterhalt bezahlt. Allerdings hat er niemals mit dem Kind oder Mutter Kontakt aufgenommen.


Meine Eltern sind im hohen Alter und sind noch unter Schock ihr Sohn verloren zu haben. Ich ueberlege ob es ueberhaupt Sinn macht, meine Eltern jetzt noch zusaetzlich mit dieser Sache zu belasten.

Frage 1: besteht ein Risiko, dass meine Eltern auf anderem Weg (Brief vom Gericht/Anwalt/....) vom Kind erfahren? Wenn ja, wann (bald / wenn einer verstirbt)?


Frage 2:
Hat dieses Kind einen Anspruch auf das Erbe meiner Eltern? Wenn ja, was muessen meine Eltern (zusammen oder der Ueberlebende) vornehmen, um es auf ein Minimum (ganz?) zu reduzieren?

Vielen Dank.
13.02.2017 | 11:23

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen nach erster summarischer Prüfung der Rechtslage wie folgt beantworten:

1. Eheliche und uneheliche Kinder sind nun bereits seit geraumer Zeit erbrechtlich gleichgestellt.

Gegenwärtig liegt allenfalls der Erbfall Ihres Bruders vor. Hier ist das uneheliche Kind Erbe erster Ordnung. Sollte ein Erbschein ausgestellt werden, so würde auf diesem auch das uneheliche Kind aufgeführt.

Darüber hinaus hat das Vorhandensein des Kindes Einfluss auf das Erbrecht der Eltern, diese werden sich sicherlich fragen, warum Sie nicht Erben geworden sind, immerhin hindert sie § 1930 BGB daran wegen dem Kind als vorrangiger Erbe.

Zuguter letzt sollte auch die Nachlassplanung Rücksicht auf dieses Kind nehmen. Ein Verschweigen erscheint mir daher nur kurzfristig denkbar, auf lange Sicht aber nicht sinnvoll.

2. Das uneheliche Kind ist durch den Tod des Vaters nach § 1924 Abs. 3 BGB Erbe der ersten Ordnung der Großeltern geworden.

Hier wäre eine testamentarische Enterbung des Kindes denkbar. So würde man das Kind auf seinen Pflichtteil verweisen und das Kind wäre auch nicht Erbe, würde den Pflichtteil von den Erben erhalten.

Denkbar wäre auch hier ein gemeinschaftliches Testament zu errichten, sich gegenseitig zum Vorerben einzusetzen, die Nachkommen spezial zu Nacherben.

Auch hier könnte das Kind zwar den Pflichtteil fordern, Sie könnten aber mit folgender Klausel arbeiten: "Verlangt ... beim Tod des Erstversterbenden seinen Pflichtteil, so werden er und seine Abkömmlinge nicht Erben des Letztversterbenden."

Auch so wäre das Kind auf seinen Pflichtteil zu reduzierten. Eine vollumfängliche Enterbung ist nur in Ausnahmefällen denkbar. Diese werden hier nicht greifen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen


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