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Uneheliches Kind nach einmal Sex


30.01.2017 18:04 |
Preis: 25,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Hallo,

Ich fange direkt an. Ich habe vor ca 3 Monaten eine Frau kennengelernt mit welcher ich nach einer Woche GV hatte und nun ist sie schwanger. Ich möchte das Kind auf gar keinen Fall, weil ich schon schnell festgestellt habe, dass sie nicht die Richtige ist.
Leider will sie das Kind kriegen und ist nun in der 10. Woche. Was kann ich tun?
Muss ich Unterhalt zahlen? Für sie UND das Kind?? Und wenn ja wieviel?
Ich weiß dass es die Düsseldorfer Tabelle gibt und es sich wohl nach dem Nettoeinkommen richtet (ca. 2250€). Aber als ich die Beträge dort gesehen habe war ich schockiert.
Muss ich das Kind anerkennen? Habe ich irgendwelche Möglichkeiten die Kosten gering zu halten?

Leider kann ich nicht viel Geld bieten da ich gerade aus dem Urlaub komme und jetzt etwas knapp bin. Und dann erfährt man auch noch so etwas...:(

LG
Paul
30.01.2017 | 19:05

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,



Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:


Als Vater müssen Sie für das Kind Unterhalt zahlen. Bis zum 18. Geburtstag richtet sich der Zahlbetrag nach der Düsseldorfer Tabelle. Bei Ihrem Einkommen sind das unter Berücksichtigung des Kindergeldes derzeit 281 €.

Ab dem 18. Geburtstag muss sich auch die Mutter am Barunterhalt des Kindes beteiligen.

Für die Mutter müssen Sie Betreuungsunterhalt zahlen, dessen Höhe sich nach den Einkünften der Kindesmutter vor der Geburt richtet. Der Mindestbedarf liegt bei 880 €. Ihnen muss allerdings ein Selbstbehalt von 1.200 € verbleiben. Der Betreuungsunterhalt wird grundsätzlich nur für die ersten drei Lebensjahre des Kindes geschuldete, kann im Einzelfall aber verlängert werden.

Sie müssen das Kind nicht anerkennen. Vermutlich wird dann aber ein gerichtliches Verfahren gegen Sie auf Feststellung der Vaterschaft eingeleitet. Wenn Sie sicher sind, dass Sie der Vater sind, sollten Sie die Vaterschaft anerkennen. Wenn Sie Zweifel haben, ob auch ein anderer Mann in Betracht kommt, verlangen Sie einen Vaterschaftstest, bevor Sie die Vaterschaft anerkennen.

Viele legale Möglichkeiten, die Kosten gering zu halten, gibt es nicht. Sie können eine zusätzliche Altersvorsorge bis zu 4 % des Bruttoeinkommens abschließen. Diese Beträge sind abzugsfähig, solange sie tatsächlich gezahlt werden. Wenn Unterhaltsansprüche geltend gemacht werden und Ihre Vaterschaft feststeht, sollten Sie den Unterhalt von einem Anwalt errechnen lassen, da dieser im Einzelfall überprüfen kann, ob es noch abzugsfähige Positionen gibt.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.



Mit freundlichen Grüßen

Anja Holzapfel
-Rechtsanwältin-
-Fachanwältin für Familienrecht-


ANTWORT VON

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