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Uneheliches Kind nach Deutschland zum Vater bringen aus nicht EU-Land


| 25.12.2011 17:47 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Ernesto Grueneberg, LL.M.



Ich habe in Thailand eine 3 jährige uneheliche Tochter mit einer thailändischen Frau. Ich habe in Thailand das gemeinsame Sorgerecht fuer die Tochter. Wie muss ich vorgehen wenn ich meine Tochter nach Deutschland holen will? Ich habe Angst dass die Mutter Rechtsansprüche nach deutschem Recht gegen mich geltend machen könnte.

1.) Gehe ich schon ein Risiko ein wenn ich meiner Tochter einen deutschen Pass
beantrage?

2.) Kann ich meine Tochter mit der Mutter nach Deutschland bringen, mit der Mutter als "Tourist"? Oder ist es ratsam ohne die Mutter zu gehen? Ist es besser meine Tochter nur mit thailändischem Pass mitzunehmen, oder sollte ich ihr vorher einen deutschen Pass beantragen? Könnte ich dann meiner Tochter einen deutschen Pass in Deutschland später machen lassen, wenn die Mutter wieder in Thailand ist? Oder was muss mir die Mutter bestätigen, damit die Tochter bei mir leben darf, wie gesagt so, dass es nicht zu Unterhaltsansprüchen der Mutter kommt.

Wie ist die beste Vorgehensweise um die Tochter nach Deutschland zu bringen, aber Unterhaltsansprüche der Mutter zu vermeiden?

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Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt beantworten möchte:

wichtig dabei ist es zu bedenken, dass Sie ohne deutsche Pass eine Aufenthaltserlaubnis benötigen würden, die aber grundsätzlich nicht gewährt wird, da das Kind von Gesetzes wegen Deutsches ist und da dies bei gemeinsamem Sorgerecht der Zustimmung der Mutter bedarf.

Im übrigen spielt ohnehin keine Rolle, ob die Tochter den Pass beantragt hat, da diese auch ohne Pass die deutsche Staatsangehörigkeit hat, wenn Sie die Vaterschaft anerkannt haben.

Sie werden aber nicht herum kommen, einen Pass zu beantragen. Dies setzt aber in der Regel voraus, dass die Mutter zustimmt.

Für die Unterhaltsansprüche der Mutter (nach deutschem Recht) ist das Recht des Staates massgebend, in dem die berechtigte Person ihren gewöhnlichen Aufenthalt hat. In dem Fall also Thailand.-

Wenn die Mutter den gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland begründen würde, dann wäre für die Unterhaltspflichten deutsches Recht anzuwenden.

Ich hoffe, Ihnen geholfen zu haben.
Mit freundlichen Grüßen

Ernesto Grueneberg, LL.M.
Abogado
Mitglied der Rechtsanwaltskammern Berlin & Madrid

Köthener Straße 44
10963 Berlin

info@kanzlei-potsdamerplatz.de
Tel.: 030 2318 5608
Fax.: 030 577 057 759

Nachfrage vom Fragesteller 25.12.2011 | 19:36

Sehr geehrter Herr Grueneberg,

Ich danke ihnen fuer die schnelle Antwort, es bleibt jedoch der Kern meiner Frage noch unbeantwortet.

"Wenn die Mutter den gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland begründen würde, dann wäre für die Unterhaltspflichten deutsches Recht anzuwenden." Das weiss ich bereits, aber es ist fuer mich wichtig zu erfahren wie ich es vermeide dass sie "gewoehnlichen Aufenthalt in Deutschland" begruendet. Und ob und wie ich meine Tochter in Deutschland behalten kann. Ohne dass es am Ende zu Unterhaltsanspruechen der Frau nach deutschem Recht kommt.

Ich waehre ihnen sehr dankbar wenn sie mir dieses beantworten koennten.

Mit freundlichen Gruessen,

alias Pogrome

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 25.12.2011 | 19:48

Selbstverständlich werden Sie selbst dies nicht verhindern können.

Wenn die Kindesmutter in Rahmen eines -meines Erachtens aufgrund fehlender Rückkehrwilligkeit kaum zu erlangenden Schengenvisums (zum Zwecke des Tourismus)- in die BRD Deutschland einreist, kann diese aufgrund des Aufenthalts des Kindes in Deutschland eine Aufenthaltserlaubnis zur Familienzusammenführung nach § 28 AufenthG erhalten, was die Begründung des gewöhnlichen Aufenthalts nach sich zieht.

Wenn Sie das Kind nach Deutschland bringen -vorausgesetzt, dies wäre bei gemeinsamer Sorgerecht ohne weiteres rechtlich erlaubt-
dann eröffnen Sie immer die Möglichkeit, dass die Mutter auch einreisen kann.

Fazit: beste Lösung hier ist es, das Kind nicht nach Deutschland zu bringen.

Bewertung des Fragestellers 25.12.2011 | 20:46


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