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Undichtes Dach-Rückwirkende Mietminderung

16.08.2014 09:50 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Am 28.5. machte ich meine Hausverwaltung zum ersten Mal auf einen Wasserfleck in meiner Wohnung aufmerksam. Jemand von der Verwaltung kam vorbei, es wurde jedoch nichts gemacht, ich sollte mich melden wenn "der fleck größer wird".
Einen Monat später fing es dann übers Wochenende an, in meine Dachgeschosswohnung zu regnen, erst an der Wand, dann von der Decke und da ich nur eine 1 Zimmer Wohnung habe, auch über meinem Bett. Teilweise war ich gezwungen bei meinen Eltern zu übernachten. Nach einigen Wochen Ruhe regnete es im Juli erneut von der Decke und dann nochmal letzten Dienstag, als ich nach Hause kam, waren meine Matratze und der Boden völlig durchnässt. Riesige Wasserflecken ziehen sich zudem über die Decke und Wände. Ich habe jeden Fall sofort mit Fotos belegt und per Email an die Hausverwaltung gesendet. Immer hieß es, der Dachdecker hätte das Dach nun repariert und alles wäre in Ordnung, das erste Mal war er Ende Juni da.
Meine Fragen:
1.Da das Problem seit Ende Mai bekannt war und immer wieder auftrat, kann ich rückwirkend die Miete für z.b. Juni und Juli mindern und um wieviel?
2.Da das Dach nun endgültig repariert sein soll (seit letzten Mittwoch) kann ich die Miete aufgrund der Wasserflecken an der Decke mindern?
3. Ein Regal ist aufgrund des Wasser leicht am Boden beschädigt und weist ebenfalls Wasserflecken auf. Muss mir das die Hausverwaltung bezahlen?

Viele Grüße

Sehr geehrte Fragestellerin,

zu Ihren Fragen möchte ich folgendermaßen Stellung nehmen:

1. Ja, grundsätzlich können Sie eine Mietminderung auch rückwirkend geltend machen. Allerdings ist hierbei zu beachten, dass eine Verwirkung eintreten kann, wenn der Mieter längere Zeit die Minderung nicht geltend macht. Hier geht man jedoch davon aus, dass dies erst ab 6 Monaten nach Auftreten des Mangels in Betracht kommt. Was die Höhe angeht, so kommt es auf den Einzelfall an. Grundsätzlich gehen die Gerichte davon aus, dass ein Reinregnen in die Wohnung lediglich zu einer Mietminderung von 5 % berechtigt (vgl. etwa LG Berlin, Urteil vom 18.03.1982, Az.: 61 S 437/81). Bei größeren Beeinträchtigungen, etwa wenn durch das Reinregnen der gesamte Raum nicht mehr benutzbar ist und dieser Raum einen Großteil der Wohnung ausmacht, wird man den Betrag aber höher ansetzen können.

2. Was den Wasserfleck angeht, so kommt es auch hier auf den Einzelfall an. Wenn dieser an der Decke und recht klein ist, sodass er gar nicht richtig auffällt, ist keine Minderung berechtigt. Bei einem großen, auffälligen Fleck dürfte eine Minderung hingegen berechtigt sein, jedoch nur im unteren Bereich (in jedem Fall unter 5 %).

3. Da Sie den Schaden rechtzeitig angezeigt haben, muss die Hausverwaltung auch das Regal ersetzen. Hierbei ist allerdings nicht der Wert für ein neues Regal anzusetzen, sondern der Zeitwert Ihres alten Regals.


Ich hoffe Ihnen mit den Antworten weitergeholfen zu haben.


Mit freundlichen Grüßen

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