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Undichter Balkon der zum Haus gehört

25.02.2008 14:48 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Mein Mannn und ich sind Eigentümer einer Wohnung in einem Dreifamilienhaus. Die beiden anderen Wohnungen sind auch Eigentumswohnungen und werden von den Eigentümern bewohnt.
Seit Anbeginn unseres Einzuges 1989 ist der Balkon im ersten Stock, ein sehr grosser Betonbalkon der fast um die hälfte des Hauses reicht, versehen mit einem Betonpflanztrog, undicht ist.

Der Belag, mit dem dieser Balkon versehen wurde, lässt das Wasser nach unten durch, sodaß das Wasser auch in die darnterliegende Wohnung, unsere Wohnung, tropft. Wir haben eine abgehängte Holzdecke, wenn diese entfernt wird, sieht man auf den nackten Balkon. Seit 1989 wurde der Beleg des Balkones im ersten Stock einmal ersetzt, dieser ist jetzt wieder undicht, der Planztrog, mittlerweile fast abgedeckt, ist immer noch undicht.

Wir müssen jetzt den Balkon komplett sanieren. Da der Balkon, meiner Meinung nach (obwohl ich die Geschädigte bin) ein Bestandteil des Hauses ist, müsssen meiner Meinung nach auch die Kosten von allen drei Parteien übernommen werden.

Der Eigentümer der Wohnung im 2.Stock verkaufte seine Wohnung vor zehn Jahren. Der jetzige Eigentümer weigert sich jedoch, sich an diesen Kosten zu beteiligen. Seiner Meinung nach aus folgenden Gründen: Beim Notar wurde der Verkäufer gefragt, ob in den nächsten Jahren grössere Dinge am Haus anstehen, bzw. ob Schäden vorhanden sind. Dieses verneinte der Verkäufer, was der Notar auch im Vertrag schiftlich festhielt. Der jetzige Eigentümer sagt daher, dass dieser Balkon ihn nichts angehe, geschweige denn die Sanierung, dieses würde schriftlich im Vertrag stehen. Ausserdem hätten wir viel zu lange mit der Sanierung gewartet, dieses hätte schon vor seinem Einzug erfolgen müssen. Er müsste sich auch nicht darum kümmern, die Kosten eventuell vom Voreigentümer wiederzuholen. Die Besitzer der Wohnung im zweiten Stock sind der Meinung, der Balkon gehe sie "gar nichts" an!!

Wir die Geschädigen im Erdgeschoß sowie der Balkonnutzer im ersten Stock sind jedoch nicht dieser Meinung. Können Sie mir bitte bei der Klärung behilflich sein. Eventuell hat der Eigentümer im zweiten Stock ja recht und wir sind "auf dem Holzwege". Möglich ist es ja. Zumal ich mich auf diesem Gebiet nicht auskenne.

Der Streitwert beträgt 4.000,-- Euro bzw. derAnteil des Wohnungseigentümers der sich wegert zu zahlen sind 1.000 Euro.

Vielen herzlichen Dank für Ihre Hilfe.

Sehr geehrte Fragestellerin,

auf Grund des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes beantworte ich Ihre Frage zusammenfassend wie folgt:

Ich gehe davon aus, dass es sich bei dem Balkon um Sondereigentum handelt, d.h. nur dem Eigentümer der Wohnung im ersten Stock steht die Nutzung des Balkons zu.
Dies bedeutet, dass er allein die Kosten für die Sanierung des Balkons zu tragen hat. Dies ergibt sich aus § 14 Nr. 1 WEG. Darüber hinaus ist er auch verpflichtet, eventuelle Schäden zu beseitigen, die dadurch entstanden sind, dass die Sanierung zu spät erfolgte.

Steht der Balkon allerdings in gemeinschaftlichem Eigentum, d.h. alle Eigentümer können ihn nutzen, so sind auch alle Eigentümer dazu verpflichtet, die Kosten der Sanierung zu tragen. Der Vertrag, den der Eigentümer im zweiten Stock mit dem vorherigen Eigentümer geschlossen hat, hat hierauf keine Auswirkung. Allenfalls kann er eine Anspruchsgrundlage des jetzigen gegen den früheren Eigentümer sein.

Da aber nach Ihrer Schilderung der Balkon lediglich von der Wohnung im ersten Stock zugänglich ist, wird die erste Möglichkeit einschlägig sein. Danach hat der Eigentümer der Wohnung im zweiten Stock zwar Recht, dass ihn der Balkon nichts angehe. Allerdings haben auch Sie keine Kosten für die Sanierung desselben zu tragen.


Ich hoffe, dass meine Antworten für Sie hilfreich gewesen sind und darf zusätzlich auf die kostenfreie Nachfragefunktion verweisen.

Mit freundlichen Grüßen,

Florian Müller
(Rechtsanwalt)

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