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Unbeschränkte Steuerpflicht

29.08.2009 13:00 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Dr. Corina Seiter


Ich arbeite bei einem ghroßen deutschen Unternehmen, welches weltweit aktiv ist.
Ich wurde 2006 aus Deutschland ins Ausland entsandt und vom meinem Arbeitgeber im März diesen Jahres nach Deutschland zurückgeholt. Während der Zeit im Ausland hatte ich einen Vertrag mit der ausländischen Gesellschaft, und mein deutscher Arbeitsvertrag ruhte. Im März lebte der deutsche Arbeitsvertrag wieder auf.

Ich habe also in diesem Jahr im Jan. und Feb. im Ausland gelebt (das waren die letzten zwei Monate der Entsendung) und dann noch einmal einen Monat im Sommer. Ich war in Deutschland erneut offiziell abgemeldet, weil evtl. ein neuer Auslandseinsatz in dem gleichen Land geplant war, in dem ich vorher gelebt hatte, was sich dann aber nicht bewahrheitet hat.

Seit März arbeite ich also mit einem deutschen Arbeitsvertrag, der auch im Sommer, als ich abgemeldet war, weiterlief. Ich arbeite also nunmehr seit fast 6 Monaten mit einem deutschen Arbeitsvertrag.

Ich werde nun evtl. meinen Arbeitgeber mit einem Aufhebungsvertrag incl. Abfindung verlassen (müssen, betriebsbedingte Kündigung).

Ich überlege nun, sofort in das Land zurückzukehren, wo ich vorher gelebt habe und ein Stellenangebot einer anderen Firma habe.
Ich hätte also in diesem Jahr weniger als 180 Tage in Deutschland verbracht, hätte aber etwas über 6 Monate mit einem deutschen Arbeitsvertrag gearbeitet.

1. Müßte ich dann die Abfindung in Deutschland versteuern (wenn ich zum Zahlungszeitpunkt schon abgemeldet wäre und im Ausland leben würde)?
2. Wäre mein deutsches Gehalt in denjenigen Monaten, in denen ich in Deutschland gelebt habe, steuerpflichtig, oder könnte ich mir die Steuern im Rahmen einer Steuererklärung komplett "zurückholen"?

Sehr geehrter Fragender,

da für die Beantwortung der Frage u.a. das Land entscheidend ist, in dem Sie leben wollen bzw. gelebt haben (ggf. Doppelbesteuerungsabkommen), bitte ich Sie, dies mir per Email mitzuteilen. Ich komme dann im Rahmen der Ergänzung hierauf zurück, sodass Ihnen die kostenlose Nachfragemöglichkeit verbleibt.

Zudem ist es auch entscheidend, wann die Abfindung gezahlt werden soll.

So hat das FG München, Urteil vom 24.10.2008, 8 K 3902/07, entschieden für den Fall bei Wegzug in die Schweiz:

"2. Erhält ein vormals in Deutschland ansässiger Arbeitnehmer für die Auflösung seines Dienstverhältnisses eine Abfindung, die ihm erst nach seinem Wegzug in die Schweiz ausgezahlt wird, so steht der Schweiz als Ansässigkeitsstaat nach Art. 15 Abs. 1 DBA Schweiz das Besteuerungsrecht zu."

Ich bitte hier auch um weiteren Vortrag per Mail.

MIt freundlichen Grüßen
Dr. C. Seiter




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