Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.084
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Unberechtigte Stromrechnung?!?!


20.11.2006 23:22 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht



Hallo,

vielen Dank im Voraus für die Antworten.

Der Sachverhalt:
Zum 1.10.2005 habe ich mein Mietverhältnis (schriftlich nachweisbar, da unterschriebenes Schriftstück über die Auflösung des Mietverhältnisses vorliegt)zu meinem Vermieter beendet und bin ausgezogen.

Allerdings habe ich vergessen mich bei der RWE (Stromversorger) abzumelden. Die Abmeldung erfolgte durch mich erst im März 2006 (genauer Zeitpunkt ist mir nicht mehr bekannt).

Am 21.04.2006 habe ich dann eine Mahnung von der RWE erhalten und wurde aufgefordert bis zum 3.05.2006 eine Forderung in Höhe von 500 Euro zu begleichen. Diese Forderung bezieht sich auf Stromlieferungen seitens der RWE, die nach meinen Auszug entstanden sind, also vom 1.10.2005 bis zu meiner Abmeldung bei RWE im März 2006 (Nachmieter oder Vermieter sind wahrscheinlich hier der Verursacher).
Ich kann nicht der Verursacher sein, weil ich ja bereits ausgezogen war und was ich aufgrund des Schriftstücks über die Auflösung des Mietverhältnisses nachweisen kann.

Dies habe ich der RWE auch mitgeteilt und die Forderung nicht bezahlt. RWE verlangt aber von mir die Forderung, weil ich mich nicht zum 1.10.2006 abgemeldet habe, sondern erst im März 2006. Somit sei ich Vertragspartner und soll die Forderung begleichen.

Vergangene Woche (13.11.2006) habe ich nun von Creditreform ein Brief erhalten mit der Aufforderung die Zahlung (inzwischen 650 Euro aufgrund von Inkassovergütung) bis zum 20.11.2006 zu leisten.

Meine Fragen:
1 - Wie soll ich vorgehen? Bin ich wirklich zur Zahlung verpflichtet, nur weil ich es versäumt habe mich abzumelden?

2 - Reicht das Schriftstück, das ich habe, nicht als Nachweis aus, dass ich nicht als Verursacher für die Stromlieferungen in Frage komme?

3 - Falls ich doch zahlen muss, muss ich die Inkassogebühren auch zahlen? (Habe da mal was gelesen ....)?

4- Was raten Sie mir?

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrte Fragestellerin,
sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, diese möchte ich an Hand Ihrer Angaben hier zusammenfassend im Rahmen einer Erstberatung unter Beachtung Ihres Einsatzes wie folgt beantworten:

Ob Sie die Rechnung bezahlen müssen richtet sich nach dem Stromlieferungsvertrag, den Sie mit dem Stromlieferanten (R) abgeschlossen haben und vermutlich auch den zugrundegelegten Allgemeinen Geschäftsbedingungen (ABG).

Solange Sie sich nicht abgemeldet haben (üblicherweise unter Angabe von Kunden-Nummer, Auszugsdatum, Zählerstand, neue Anschrift und ggf. Nachfolger oder Hauseigentümer) ist davon auszugehen, dass Sie die Rechnung begleichen müssen, wenn und solange der Nachmieter/Vermieter auch selbst nichts weiter unternommen haben.

In diesen Verträgen spielt es keine Rolle, wer als "Verursacher" den Strom verbraucht hat, da dies faktisch nicht feststellbar ist. Entscheidend ist vielmehr wer Vertragspartner ist , und welcher Verbrauch (mittels Stromzähler) gemessen wurde.

Ohne einen Einblick in die Vertäge genommen zu haben, steht tatsächlich zu befürchten, dass Sie zunächst gegenüber R die Stromkosten und wohl auch die Mahn- und Inkassokosten zu tragen haben. Aufgrund der vorherigen erfolglosenb Mahnung scheinen die Kosten dem Grunde nach, auch zu Ihren Lasten entstanden zu sein. Im Einzelnen müsste man die Unterlagen prüfen.

Insoweit entsprechende Zahlungsfristen schon gestern abgelaufen sind, rate ich Ihnen die Forderung UNTER VORBEHALT schnellstmöglich zu begleichen. Möglicherweise können sie die Inkassokosten durch einen Anruf beim Inkassobüro nocheinmal hinterfragen oder sogar noch senken.

Nach diesem ersten unerfreulichen Schritt rate ich Ihnen das Gespräch mit dem Vermieter zu suchen und die tatsächlichen Verursacher zur Begleichung der Rechnung (ohne die Mahn- und Inkassokosten) aufzufordern.

Ihr Erstattungsanspruch (gegen denjenigen, der Ihren Zähler weiterbenutzte und Strom verbrauchte) ergibt sich dabei aus dem fortwirkenden Mietvertrag und/oder weiteren Anspruchsgrundlagen auf die sie sich im Streitfall berufen können. Ebenso wie Sie es versäumt haben sich abzumelden, hat man auf der anderen Seite ja zu Ihrem Nachteil vergessen sich anzumelden.

Bezüglich dieser Erstattung sollte man schnell, und ohne das weitere Kosten (Inkassokosten etc.) anfallen eine vertretbare Lösung finden - möglicherweise kann der Stromverbrauch ja doch recht gut nachvollzogen werden. Ihr Verlust könnte so auf die Mahn- und Inkassokosten und die hier entstandenen Kosten beschränkt werden.

Das Risiko, dass Sie übernehmen wenn sie die Erstattung geltend machen müssen ist unter normalen Umständen (der Verbraucher des Stroms muss ja anerkennen, das er diesen zu zahlen hat) vorhanden aber überschaubar. Notfalls wären rechtliche Schritte von Ihnen anzudrohen.


Ich hoffe, Ihren einen hilfreichen ersten Überblick verschafft zu haben. Für das entgegengebrachte Vertrauen bedanke ich mich recht herzlich. Bitte beachten Sie, dass diese Beratung nicht eine umfassende Prüfung an Hand aller Unterlagen und gegebenfalls weiter Ermittlungen zum Sachverhalt ersetzen kann.

Gerne weise ich darauf hin, dass Sie im die Möglichkeit haben eine kostenlose Nachfrage zu stellen.




Mit freundlichen Grüßen


Peter Lautenschläger
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 21.11.2006 | 17:12

Vielen Dank für Ihre Antwort. Sie hat mir sehr geholfen!
Eine kleine Frage noch in diesem Zusammenhang...
Glauben Sie, dass es moöglich ist einen Gläubigervergleich bei der Creditreform zu erhaltnen und welches vorgehen können Sie mir empfehlen. Bin leider zur Zeit arbeitlos, daher kann ich die Forderung auch in Raten nicht begleichen.

Vielen Dank!

Ergänzung vom Anwalt 21.11.2006 | 18:36

Sehr geehrter Frangensteller,

Ihre Nachfrage beantworte ich gerne wie folgt.

Aufgrund Ihrer Arbeitslosigkeit scheint ersichtlich, dass Sie derzeit den von mir vorgeschlagenen Weg nicht nehmen können, und auch die Übernahme der Mahn- und Inkassogebühren jedenfalls nicht ohne weiteres möglich ist.

Insoweit wäre Ihnen zu raten Ihren Vermieter aufzufordern (per Einschreiben Rückschein) innerhalb einer angemessenen Frist (15.12.2006) den Strom (zumindest soweit es sich um einen unstreitigen Teilbetrag handelt) zu zahlen, mit der Androhung alle Ihnen entstandenn Nachteile als Schadensersatz geltend zu machen.

Ob Sie durch Gespräche mit C eine Senkung oder Stundung der Inkassogebühren erreichen können, müssten Sie durch Telefonate oder persönliche Gespräche unter Schilderung Ihrer Situation klären. Ich kann das im hiesigen Rahmen leider nicht besser abschätzen. Dabei sollten Sie auch anbieten Ihre Ansprüche/Forderungen gegen V abzutreten. Im Allgemeinen lässt sich sagen, das Gläubiger mit dem drohenden Geamtausfall ihrer Forderung vor Augen doch ein gewisses entgegenkommen zeigen.

Möglicherweise ist der Weg zu einer Schuldnerberatung in Ihrer Nähe sinnvoll, die über "Kontakte" zum Inkassounternehmen verfügen dürfte.

Sollte keine akzeptable Lösung in Sicht kommen können Sie auch einen Kollegen beauftragen, der Sie, auch über die Möglichkeit Prozesskostenhilfe in Anspruch zu nehmen, aufklären wird.


Ich verbleibe mit freundlichen Grüssen


RA Peter Lautenschläger

www.lautenschäger.de


FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60078 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ausführlich, verständlich und klar geschrieben. Sehr zufrieden. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr RA Vasel erschien mir sehr kompetent, da er auch bei angedachtem weiteren Verfahren meines Steuerberaters fundierte Bedenken, gerade paradoxerweise bezüglich eventuell sich daraus ergebender steuerlicher Nachteile, hatte ... ...
FRAGESTELLER
3,2/5,0
Ohne Paragraphenangabe, alles pi x Daumen, man hätte zb § 850d ZPO oder sowas erwähnen können, Frage wurde obendrein unvollständig beantwortet aber Alles in Allem eine kleine Übersicht, musste im Endeffekt trotzdem alles Nachschlagen ... ...
FRAGESTELLER