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Unberechtigte Forderung und Droh-SMS von Ex Arbeitgeber

| 16. Januar 2019 22:26 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


08:19

Hallo Zusammen,

ich hoffe der folgende Fall findet hier eine Antwort:

Ich hatte bei meinem ehemaligen Arbeitgeber einen Firmenwagen zu Verfügung gestellt. Im April 2018 ist mit ein Arbeitskollege (ebenfalls mit Firmenwagen) mir beim Ausfahren aus der Tiefgarage leicht hintendrauf gefahren.

Beim Verlassen des Unternehmens und der Fahrzeugübergabe ist dann aufgefallen, dass neben einem Kratzer auch ein Plastikteil gebrochen war.
Ich verwies auf den Auffahrunfall, auch der Arbeitskollege bestätigte dies. Meines Erachtens war ich somit aus diesem Schaden raus, da der Arbeitskollege der Verursacher war.
Im November rief mich mein alter Arbeitgeber an und schilderte mir, dass der Fall immer noch nicht geregelt ist.

Laut Autohaus ist es ein Schaden von 1200 €. Der ehemalige Arbeitgeber verlangt meinerseits eine Teilzahlung von 350€.
Telefonisch habe ich geantwortet, dass ich es zahlen kann wenn damit die Sache geklärt ist.

Nun wollte ich das Geld dem Arbeitgeber überweisen, dies verneinte er. Ich solle den Betrag bitte dem Unfallschuldner zukommen lassen.

Hier fing ich an die Sache zu hinterfragen: (darauf wird keine Antwort benötigt)

- sollten Firmen Leasing Fahrzeuge nicht gegen solche Vorfälle versichert sein?
- wieso soll Ich als Geschädigter für einen Teil aufkommen?
- warum verlangt der ehemalige Arbeitgeber, dass das Geld dem Schuldner gegeben wird.
und Will der ehemalige Arbeitgeber einfach nur Geld von mir?

Ich bat den Arbeitgeber mit eine Geschäftskonto IBAN zu übermitteln, hierauf wurde der ehemalige Arbeitgeber in seiner Schreibweise immer persönlicher.
Ich telefonierte also mit dem Unfallverursacher, dieser wusste auch nicht wieso ich Ihm das Geld geben soll. Wir einigten uns darauf, dass ich Ihm am Wochenende gezwungenermaßen das Geld gebe, damit der Fall endlich abgeschlossen ist.
Am Abend erfolgte ein Anruf meines ehemaligen Chefs, welchen Ich nicht entgegennehmen konnte, darauf hin kamen folgende SMS:

"Du kleiner asozialer Pisser, willst du jetzt solche Spielchen oder?"
"Wir sehen uns die Tage ich bin mal gespannt ich glaube du kennst mich noch nicht du a*******"

Ich antwortet sehr neutral "Ich habe mit dem ehemaligen Kollegen gesprochen, ich gebe ihm am Wochenende bar, wie gewünscht und ohne Überweisung das Geld. Zudem verstehe ich nicht wieso man ausfällig und bedrohend werden muss"

Antwort des ehemaligem Arbeitgeber: "Bist du krank im kopf seit November renne ich dir hinterher, im Dezember wolltest du zahlen (Vermerk: es wurde nie eine Frist gesetzt) Stell dich nicht wie ein asozialer penner an steh zu deiner zusage!!! Am Sonntag letzter Termin!"

Nun zu meinen Fragen:

- ist das ein Fall räuberischer Erpressung? soll ich damit zur Polizei um gegen die Bedrohung und Beleidigungen anzugehen?
- Ich fühle mich nun gezwungen das Geld zu übergeben, da ich nicht weiß was eine Reaktion nach Sonntag wäre

In der Schuldfrage des Auffahrunfalls sehe ich mich immer noch nicht als schuldig, deshalb habe ich die Zahlung bis heute nicht getätigt.

Leider war bei meinem Rechtsschutz der Baustein B bisher noch nicht abgedeckt, daher wende ich mich mit dem Anliegen an Sie.

16. Januar 2019 | 22:52

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragensteller,

1) Erst einmal stellen die Beleidigungen Delikte da, die binnen 3 Monaten zur Anzeige gebracht werden können und durchaus auch Schmerzensgeld in Höhe von 500,00 bis 1.000,00 € vor dem Amtsgericht einbringen können.
Man kann auch Aspekte der Erpressung erkennen, wobei meines Erachtens die Beleidigungen doch im Vordergrund stehen.

2) "sollten Firmen Leasing Fahrzeuge nicht gegen solche Vorfälle versichert sein?" In der Tat. Mehr als eine Ersatzpflicht bis zur Höhe der Selbstbeteiligung ist nicht ersichtlich.

3) Zudem kann man hier schon erhebliche Zweifel an einem Mitverschulden haben. An sich ist immer der Auffahrende schuld. Wie Sie ja schon selber ausführen.

4) "- warum verlangt der ehemalige Arbeitgeber, dass das Geld dem Schuldner gegeben wird.
und Will der ehemalige Arbeitgeber einfach nur Geld von mir?" - Wahrscheinlich, weil er möglicherweise die Versicherung betrügt.

Ich würde in Anbetracht all dessen wenigstens die Zahlung weiter verweigern. Man könnte den ehemaligen Arbeitgeber sicher auch anzeigen.

Mit freundlichen Grüßen
D. Saeger
- Rechtsanwalt -


Rückfrage vom Fragesteller 16. Januar 2019 | 23:32

Vielen Dank für die sehr schnelle Antwort.

Das heißt Zahlung nicht tätigen, warten ob weitere Beleidigungen kommen und diese zur Anzeige bringen?
Leider kann ich den ehemaligen Arbeitgeber nicht einschätzen was seine Handlung sein wird.

Räuberische Erpressung ist es nicht? Bezugnehmend auf https://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.amtsgericht-droh-sms-an-chef-2000-euro-strafe.91d83266-635c-458c-a10c-f4c2cca7247a.html

DANKE!

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 17. Januar 2019 | 08:19

Sehr geehrter Fragensteller,

doch. Ich kann auch Elemente einer Erpressung erkennen, wobei der Chef in ihrem Fall doch ein wenig "vager" droht. "Wir sehen uns." und "Du kennst mich noch nicht" ist schon weniger intensiv als "ein paar aufs Maul".

Zu dem Vorgehen = genauso würde ich es halten.

Mit freundlichen Grüßen
D. Saeger
- Rechtsanwalt -

Bewertung des Fragestellers 17. Januar 2019 | 00:27

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