Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.084
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Unberechtigte Abbuchungen


17.03.2005 19:15 |
Preis: ***,00 € |

Internetrecht, Computerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Schwartmann




Der Onlineabrechner Afendis ( www.afendis.de) hat zwei Abbuchungen von meinem Konto vorgenommen.
Laut Nachfrage hätte ich ein Abonnement einer Internet – Sex Seite gebucht.

Richtig ist, das ich nie eine Internet- Sex- Seite besucht habe ( Ausnahme: siehe unten) und nie eine Willenserklärung für ein Abonnement einer Internet- Sex Seite abgegeben habe und nie meine persönlichen Daten und Konto - Daten an einen solchen Betreiber weitergegeben habe.

Anmerkung:
Im betreffenden Zeitraum wurde ich mit unbekannten und unerwünschten E-Mails regelrecht „bombardiert“. Als ich eine E- Mail dieser Art anklickte, landete ich auf einer solchen Sex Seite. Ich klickte auf einen Button mit dem Text : „Klicken Sie hier, wenn Sie keine weiteren E- Mails mehr erhalten möchten“.

Ich habe die Vermutung, dass beide Vorgänge miteinander in Verbindung stehen.

Welche Aussichten auf Erfolg hätte ein Rechtstreit ? Wie sind die Erfahrungen, lassen es die Anbieter auf einen Rechtstreit ankommen?

Ich würde dieses Abonnement am liebsten so schnell wie möglich kündigen, aber habe ich die Existenz desselben bestätigt, wenn ich es kündige ?

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Voraussetzung für eine Forderung der Firma "afendis" kann nur ein wirksamer Vertrag sein, der zwischen Ihnen und "afendis" zustandegekommen sein muß.

Ein solcher Vertrag setzt zwei übereinstimmende, auf den Vertragsschluß gerichtete Willenserklärungen voraus.

Diese kann ich hier nicht erkennen.

Sie haben zwar den Fehler gemacht, und mit dem Anklicken des Buttons die Existenz Ihrer E-Mail-Adresse bestätigt. Solche Spam-Mails sollte man immer ignorieren, oder, falls der Absender eine deutsche Anschrift hat, eine Abmahnung in Erwägung ziehen. Denn der BGH hat entschieden, daß Sie auch als Privatmann den Empfang von Spam-Mails nicht akzeptieren müssen.

Ein Vertrag ist durch die Mitteilung, daß Sie keine weiteren E-Mails mehr erhalten wollen, aber nicht zustande gekommen, so daß Sie selbstverständlich auch nicht zahlen müssen. Sie sollten der Belastung Ihres Kontos daher umgehend widersprechen.

Sofern die Gegenseite dann auf Zahlung klagt, was sehr unwahrscheinlich ist, müsste sie beweisen, daß sie mit Ihnen einen Vertrag geschlossen hat. Dieser Beweis wird der Firma aber nicht gelingen, wenn Sie, wie Sie schreiben, niemals einen Vertrag mit ihr abgeschlossen haben.

Nachdenklich macht allerdings die Tatsache, daß diese Firma offenbar über Ihre Bankverbindung und Ihre Einzugsermächtigung verfügen. Sofern Sie diese Daten nie mitgeteilt und die Ermächtigung nie erteilt haben, und auch in der Famlilie kein "Sohnemann" dafür in Frage kommt, sollten Sie Strafanzeige stellen, denn ohne Ihre Zustimmung darf Ihr Konto nicht belastet werden.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort geholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

A. Schwartmann
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 30.03.2005 | 11:30

Das Kennen der Bankverbindung und das Abbuchen macht mich auch sehr nachdenklich.Ich habe die Daten diesem Anbieter nicht gegegben, sie müssen auf anderen Wegen zu meinen Daten gekommen sein.Habe Rücklastschrift in Auftrag gegeben, erste Mahnungen per e mail sind eingegangen.Bin im Zweifel, was ich in dieser lästigen Angelegenheit tun soll. Zahlen, dann brauche ich mich damit nicht mehr herumzuärgern. Das wäre aber sehr unbefriedigend. Wie teuer würde ein möglicher Rechtstreit werden, und welche Aussichten hätten wir wenn der Anbieter möglicherweise mit gestohlenen Daten und mit dem einmaligen Anklicken des Abbestellen der unerwünscheten E-Mails die Existenz meiner Willenserklärung zu beweisen versucht.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 03.04.2005 | 18:43

Sie sollten auf keinen Fall für eine Leistung zahlen, die Sie nicht in Anspruch genommen haben. Die Beweislast für den wirksamen Abschluß eines Vertrages liegt bei der Gegenseite. Nach Ihrer Schilderung wird ihr dieser Beweis nicht gelingen, so daß Sie sich gelassen auf einen Rechtsstreit einlassen können. Die Chancen, diesen zu gewinnen, stehen gut, wenn Sie nicht explizit auf der Homepage einen Vertrag über ein Abonnement abgeschlossen haben - was wohl nicht der Fall sein dürfte.

Das Kostenrisiko kann ich Ihnen leider nicht beziffern, da es dazu auf die Höhe der Forderung ankommt. Ich gehe aber davon aus, daß diese Forderungen nicht sehr hoch sind, so daß auch das Kostenrisiko im 3-stelligen Bereich bleiben dürfte.

Falls Sie es genauer wissen möchten, können Sie mich (im Rahmen dieser Nachfrage) morgen gerne einmal im Büro anrufen.

Mit freundlichen Grüßen

A. Schwartmann

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60078 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ausführlich, verständlich und klar geschrieben. Sehr zufrieden. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr RA Vasel erschien mir sehr kompetent, da er auch bei angedachtem weiteren Verfahren meines Steuerberaters fundierte Bedenken, gerade paradoxerweise bezüglich eventuell sich daraus ergebender steuerlicher Nachteile, hatte ... ...
FRAGESTELLER
3,2/5,0
Ohne Paragraphenangabe, alles pi x Daumen, man hätte zb § 850d ZPO oder sowas erwähnen können, Frage wurde obendrein unvollständig beantwortet aber Alles in Allem eine kleine Übersicht, musste im Endeffekt trotzdem alles Nachschlagen ... ...
FRAGESTELLER