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Unbemerkter Schaden beim Einparken - Strafbefehl wg Fahrerflucht


| 05.11.2007 13:34 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Simone Sperling



Ich wurde vom Halter eines neben mir auf einem öffentlichen Parkplatz parkenden Autos angezeigt, weil ich beim Einparken sein Auto beschädigt habe, ohne mich be ihm zu melden (Schaden Gegener 1300€, Schaden ich 500€ (Firmenwagen)). Fakt ist, daß mir beim Einparken nichts aufgefallen ist und ich mich auch nicht entfernt habe, sondern meinen Wagen geparkt ließ. Der Gegner rief bei seiner Zurückkehr zum Wagen die Polizei, die festgestellt hat, daß die Schadensbilder an beiden Fahrzeugen zusammenpassen. Der Gegner erstattete daraufhin gegen mich Anzeige wg Unfallflucht.

Nun flatterte mir ein Strafbefehl wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort ins Haus. Fakten sind:
1. Ich habe eine evtl durch mich verursachte Beschädigung nicht bemerkt
2. Ich habe mich nicht vom Unfallort entfernt.
3. Anlage des Parkplatzes und Aussehen des Schadensbildes sind so, daß der Schaden genausogut durch den Unfallgegner verursacht worden sein kann.

Der Strafbefehl wird innerhalb zwei Wochen rechtskräftig, wenn ich keinen Einspruch einlege. Strafe:
* 60 Tagessätze a 64 €.
* Drei Monate Fahrverbot.

Frage: Wie gehe ich vor?

-- Einsatz geändert am 05.11.2007 21:04:59

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Sehr geehrte Damen und Herren,

ich möchte Ihre Anfrage wie folgt beantworten:

Ich empfehle Ihnen auf Grund der Sachverhaltschilderung gegen den vorliegenden Strafbefehl Einspruch innerhalb der zwei Wochen Frist (Eingang bei Gericht zählt) einzulegen.

Nach dem von Ihnen geschilderten Sachverhalt fehlt es am vorsätzlichen Verhalten Ihrerseits. Dieser Tatbestand ist Voraussetzung für eine Strafbarkeit nach § 142 StGB und muss Ihnen nachgewiesen werden.

Unbeachtlich wäre jedoch, ob das Fahrzeug noch am „Unfallort“ stand. Die Strafbarkeit wird nicht an das Fahrzeug geknüpft, sondern an die Person des Unfallverursachers.

Sie sollten den Einspruch damit begründen, dass Sie keinen Beschädigungsvorgang bemerkt haben und auch keine Erschütterung im Auto, welche auf einen Zusammenstoß hingewiesen haben könnte.

Gegebenfalls muss als Beweis über die Art und Weise des Zusammenstosses ein Gutachten erstellt werden. Es kann darin festgestellt werden, welches Fahrzeug sich bewegt hat und ob der Zusammenstoß spürbar gewesen wäre.

Im weiteren könnten Sie versuchen Zeugen zu finden, die zur gegenständlichen Zeit auf dem Parkplatz sich befanden und zum Hergang aussagen könnten.

Sollten Sie keinen oder zu spät Einspruch einlegen, dann wird der Strafbefehl rechtskräftig und Sie müssten die Strafe zahlen sowie dem Fahrverbot nachkommen.

Es besteht für Sie ebenso die Möglichkeit Fahrer des beteiligten Fahrzeuges wegen unerlaubten entfernen vom Unfallort anzuzeigen, wenn Sie der Auffassung sind, dass der Schaden durch diesen verursacht wurde.

Ich hoffe meine Antwort genügt Ihnen für eine erste Orientierung im Rahmen der Erstberatung und ich darf darauf hinweisen, dass meine Ausführungen auf Ihrer Sachverhaltsdarstellung beruhen.

Gern können Sie von Ihrem Recht zu einer Nachfrage Gebrauch machen. Weitergehende Fragen beantworte ich für Sie im Rahmen einer Mandatsübertragung, ebenso übernehme ich gern weitere Tätigkeiten im Rahmen eines Mandats. Eine Mandatsausführung kann unbeachtlich der örtlichen Entfernung erfolgen und eine Informationsweiterleitung erfolgt dann per E-Mail, Post etc..


Mit vorzüglicher Hochachtung

Simone Sperling
Rechtsanwältin

Enderstr. 59
01277 Dresden
Tel.: 0351/2 69 93 94
Fax: 0351/2 69 93 95
e-mail: sperling@anwaltskanzlei-sperling.de
www.anwaltskanzlei-sperling.de


Nachfrage vom Fragesteller 06.11.2007 | 10:48

Sehr geehrte Frau Sperling,

haben Sie vielen Dank für Ihre hilfreiche Antwort.

Sie erwähnen, es besteht die Möglichkeit für mich, Anzeige zu erstatten. Empfehlen Sie dies oder sollte ich es zunächst beim Einspruch belassen?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 06.11.2007 | 10:55

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich möchte Ihre Nachfrage wie folgt beantworten:

Wenn nach Ihrer Ansicht eine hohe Wahrscheinlichkeit besteht, dass der Beteiligte den Schaden verursacht haben könnte, sollten Sie Anzeige stellen. Ansonsten sollten Sie es beim Einspruch belassen.

Mit vorzüglicher Hochachtung

Simone Sperling
Rechtsanwältin

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