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Unbefristetes Aufenthaltsrecht


25.05.2006 17:42 |
Preis: ***,00 € |

Ausländerrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe folgendes Problem:

Ich bin türkische Staatsangehörige.
Eigentlich lebe ich schon seit August 1996 in Deutschland.Ich bin damals mit meiner Mutter hierhergekommen. Sie wurde für 5 Jahre nach Deutschland geschickt, als Lehrerin für Schüler türkischer Abstammung. Ich hatte vom 13.05.1997 bis 30.06.2001 Aufenthaltserlaubnis. Danach habe ich vom 28.06.2001 bis 31.07.2002
eine Aufenthaltsbewilligung erhalten, zur Beendigung des Abiturs(War in der 13.Klasse).Nach Abitur habe ich dann angefangen zu studieren. Als Studentin habe ich wieder eine neue Aufenthaltsbewilligung erhalten.

Ich weiss zwar nicht ob es wichtig ist, aber ich habe seit 3 Jahren einen Teilzeitjob, wo ich mittlerweile unbefristeten Vertrag habe.

Mein Problem ist, dass ich liebend gerne hier weiterleben würde, ich weiss aber nicht, ob ich die Möglichkeit habe.

Ich weiss zwar, dass ich, wenn ich mein Studium beende und hier eine Arbeit finde, das Recht hätte hier zu bleiben, aber ich möchte
nicht darauf hoffen, da es noch einige Semester bis dahin dauern kann, und alles ungewiss ist(Ich meine die Jobsuche).

Ich hoffe, dass es irgendeine Möglichkeit existiert, abgesehen vom Heiraten oder Kind kriegen... ,um hier zu bleiben.

Vielen Dank!

Sehr geehrte Ratsuchende,

ich danke Ihnen für Ihre Online-Anfrage, die ich gerne wie folgt beantworte.

Bis zum Ende eines Studiums wird die Aufenthaltserlaubnis in der Regel bewilligt. § 16 I AufenthG sieht vor, dass einem Ausländer die Aufenthaltserlaubnis zunächst für zwei Jahre für ein Studium erteilt wird und danach um jeweils bis zu zwei weitere Jahre verlängert werden "kann" bis das Ziel der Ausbildung erreicht ist. Ausbildung ist dabei auch ein Hochschulstudium. Dabei ist erforderlich, dass das Studium nicht unendlich hinausgezögert wird. Die Erlaubnis wird für einen angemessenen Gesamtzeitraum gewährt. Wenn keine besonderen Gründe vorliegen, wird die Erlaubnis mindestens für die Dauer der Regelstudienzeit gewährt. Darüber hinaus werden aber auch Überschreitungen der Regelstudienzeit nicht automatisch dazu führen, dass die Erlaubnis nicht verlängert wird. Lediglich dann, wenn eine übermäßige Überschreitung vorliegt, die nicht begründet werden kann vorliegt, wird die Erlaubnis eventuell verweigert. Dazu können leider keine genaueren Angaben gemacht werden. § 16 sieht eine Ermessensvorschrift vor. Die Behörde entscheidet im Einzelfall, so dass eine zwingende Rechtsfolge nicht vorhergesehen werden kann.

Im Anschluss an Ihr Studium haben Sie aber gem. § 16 IV AufenthG die Möglichkeit die Aufenthaltserlaubnis bis zu einem Jahr verlängern zu lassen, um einen dem Studium angemessenen Arbeitsplatz zu finden. Diese Vorschrift ist aber auch eine Ermessensvorschrift. Die Behörde entscheidet also jeden Fall einzeln. Dabei darf sie aber nicht aus reiner Willkür handeln. Sie ist verpflichtet, sachlich die betroffenen Interessen abzuwägen. Die Erteilung der Erlaubnis hängt jedoch von den Erfordernissen der inländischen Wirtschaft und dem Arbeitsmarkt ab. Insofern kann hier keine Prognose abgegeben werden. Hier ist eventuell auch eine Zustimmung von der Bundesagentur für Arbeit zu berücksichtigen. Dies hängt jedoch wesentlich von dem Fachgebiet ab, in dem Sie tätig sind. Darüber hinaus liegt auch hier eine Ermessensentscheidung vor, die nicht prognostiziert werden kann. Sollten Sie einen Beruf ergreifen wollen, der von Ihrem Studium unabhängig ist, gibt es die Möglichkeit, einen Aufenthaltstitel aufgrund internationaler Abkommen zu erhalten. Insbesondere mit der Türkei gibt es zahlreiche Abkommen, die solche Regelungen vorsehen. Sie sehen also, dass es zahlreiche Möglichkeiten gibt, auch über das Studium hinaus in Deutschland zu bleiben. Welche für Sie zutrifft, hängt jedoch sehr von Ihrer persönlichen Situation, Ihrem Studium und den deutschen Behörden ab. Insofern möchte Ich Ihnen raten, weiteren anwaltlichen Rat einzuholen. Eine konkretere Betrachtung ist mir zu diesem Zeitpunkt leider nicht möglich, da wesentliche Informationen fehlen. Es wäre insbesondere notwendig zu wissen, in welchem Fachbereich sie studieren, wo Sie wohnen, welche Ausländerbehörde für Sie zuständig ist, ob Sie eventuell auch Ihre Türkische Staatsbürgerschaft gegen die Deutsche aufgeben würden. Dann bestünde eventuell die Möglichkeit einer Einbürgerung.

Es tut mir leid, dass ich Ihnen keine konkreteren Informationen geben kann. Bitte haben Sie jedoch Verständnis, dass das Gesetz eine konkrete Einzelfallbetrachtung erfordert. Nur so, können die Möglichkeiten konkretisiert werden.

Ich hoffe dennoch, dass ich Ihre Frage zu Ihrer ersten Orientierung und Zufriedenheit beantwortet habe.

Für weitere Hilfe stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichem Gruß aus Hamburg!

RA Dipl.-Jur. THOMAS KRAJEWSKI

NEUER KAMP 30
20375 HAMBURG

TEL.: 040 / 43 209 - 227
FAX: 040 / 43 209 - 229

EMAIL: KRAJEWSKI@HAFTUNGSRECHT.COM
URL: WWW.HAFTUNGSRECHT.COM

Nachfrage vom Fragesteller 26.05.2006 | 14:59

Sehr geehrter Herr KRAJEWSKI,

Könnten Sie mich vielleicht noch ein wenig zum Thema Einbürgerung aufklären, da ich nicht genau weiss, ob und wie es in meinem Fall möglich wäre.

Ich wohne in Berlin, studiere Wirtschaftsmathematik an der Technischen Universität Berlin.Was die Ausländerbehörde betrifft, kann ich momentan nicht viel sagen ausser die Adresse:

Ausländerbehörde - Friedrich-Krause-Ufer 24 13353 Berlin (U-Bahnhof Amrumer Straße).

Ich danke Ihnen für Ihre Ratschläge.

PS: Da Sie in Hamburg tätig sind, und ich in Berlin wohne, gibt es eine Möglichkeit, wie ich mit Ihnen in Kontakt bleiben kann für weitere Beratungen?Wenn nicht könnten Sie mir vielleicht einen anderen Anwalt aus Berlin vorschlagen?


Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 26.05.2006 | 15:51

Sehr geehrte Ratsuchende,

ich danke Ihnen sehr für Ihre Nachfrage. Gerne stehe ich Ihnen weiterhin zur Verfügung. Bevor Sie aber Geld für eine anwaltliche Beratung bezahlen, erlaube ich mir, Sie auf die Internetseite

www.einbuergerung.de

hinzuweisen.

Die Distanz zwischen Hamburg und Berlin steht einer Beratung nicht entgegen. Selbstverständlich können Sie mich auch sofort telefonisch oder auch per email kontaktieren, wenn Sie es vorziehen, direkt mit jemandem zu sprechen.

Mit freundlichem Gruß!

RA Dipl.-Jur. THOMAS KRAJEWSKI

NEUER KAMP 30
20375 HAMBURG

TEL.: 040 / 43 209 - 227
FAX: 040 / 43 209 - 229

EMAIL: KRAJEWSKI@HAFTUNGSRECHT.COM
URL: WWW.HAFTUNGSRECHT.COM

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