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Unbefristete Tätigkeit im Ausland für Nicht-EU-Bürger


17.05.2006 16:51 |
Preis: ***,00 € |

Ausländerrecht



Guten Tag, ich habe folgende Frage:

Zu meiner Person: Ich bin in Deutschland geboren und aufgewachsen (28 Jahre alt). Ich habe in Deutschland studiert und bereits ein Jahr gearbeit. Ich habe die türkische Staatsangehörigkeit. Ich habe ein Angebot für eine Stelle in Belgien für eine unbefristete Anstellung.

Gemäß §51 AufenthG Kapitel 5 (Beendigung des Aufenthalts) - Abschnitt 1 (Begründung der Ausreisepflicht)

(1) Der Aufenthaltstitel erlischt in folgenden Fällen:

6. wenn der Ausländer aus einem seiner Natur nach nicht vorübergehenden Grunde aurreist,

(2) Die Niederlassungserlaubnis eines Ausländers, der sich mindestens 15 Jahre rechtmäßig im Bundesgebiet aufgehalten hat sowie die Niederlassungserlaubnis seines mit ihm in ehelicher Lebensgemeinschaft lebenden Ehegatten erlöschen nicht nach Absatz 1 Nr. 6 und 7, wenn deren Lebensunterhalt gesichert ist. Die Niederlassungserlaubnis eines mit einem Deutschen in ehelicher Lebensgemeinschaft lebenden Ausländers erlischt nicht nach Absatz 1 Nr. 6 und 7. Zum Nachweis des Fortbestandes der Niederlassungserlaubnis stellt die Ausländerbehörde am Ort des letzten gewöhnlichen Aufenthalts auf Antrag eine Bescheinigung aus.

Meine Frage lautet: Geh ich richtig davon aus, dass Abschnitt (2) mir ermöglicht die Stelle anzunehmen ohne zu riskieren meinen Niederlassungserlaubnis in Deutschland zu verlieren.

Anschließend würde ich gerne wissen, ob es tatsächlich optional ist einen Antrag auf Nachweis des Fortbestandes der Niderlassungserlaubnis bei Ausländerbehörde zu stellen oder ist dies verpflichtend.

Vielen Dank im Voraus!
Sehr geehrte Fragestellerin,
sehr geehrter Fragesteller,

gerne will ich Ihre Anfrage beantworten.

Sie haben in der Tat recht: Die Erlöschensgründe nach § 51 Abs. 1 Nr. 6, Nr. 7 AufenthaltG wären an sich einschlägig, so dass Ihr Aufenthaltstitel erlöschen würde, wenn Sie eine Stelle im Ausland annehmen.

Jedoch greift hier Absatz 2 der genannten Vorschrift ein. Die Niederlassungserlaubnis (und nur diese) erlischt nicht, wenn der Lebensunterhalt des Ausländers gesichert ist und er sich seit 15 Jahren rechtmäßig im Bundesgebiet aufhält. Wenn Sie nun eine feste Arbeitsstelle in Belgien annehmen, so ist Ihr Lebensunterhalt gesichert. Aus diesem Grund bleibt Ihre Niederlassungserlaubnis bestehen.

Zu Ihrer zweiten Frage: Sie müssen tatsächlich keinen Antrag auf Nachweis des Fortbestandes der Niederlassungserlaubnis stellen. Hierzu sind Sie nicht gezwungen. Jedoch rate ich Ihnen dazu, dies dennoch zu tun. Sie ersparen sich bei einer möglichen Wiedereinreise nach Deutschland ggf. viele Probleme, wenn Sie die Bescheinigung innehaben. Der Behörde ist dann nämlich das Argument, Ihre Niederlassungserlaubnis sei erloschen, abgeschnitten. Zwar können Sie dies in einem eventuellen Streitfall dann auch nachweisen, viel einfacher aber ist es für Sie, wenn Sie diese Bescheinigung vorab beantragen.

Ich hoffe, Ihnen gedient zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Jens O. Gräber
Rechtsanwalt


www.rechtsanwalt-graeber.de
info@rechtsanwalt-graeber.de
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