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Unbefristete Aufenthaltstgenehmigung / Deutsche Staatsbürgerschaft


| 06.09.2017 15:29 |
Preis: 53,00 € |

Ausländerrecht


Beantwortet von


Zusammenfassung: Einbürgerung mit Blauer Karte EU


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin am 22.09.1972 in Berlin / Deutschland geboren und habe bis Juli 1983 in Deutschland gelebt und die 4.Klasse beendet.
Danach hatten meine Eltern nach Türkei hingeschickt zu mein Onkel und habe die Universität in Ankara / Türkei absolviert und habe einen B.A. Abschluss.

Ich habe ausserdem als Expat 3 Jahre in Slowenien gelebt / gearbeitet für eine Internationale Firma zwischen 2010-2013.

Seit April 2017 lebe ich in Wiesbaden und habe einen festen Vertrag bei eine Deutsche Firma.

Seit 02.05.2017 besitze ich eine EU Blaue Karte die bis 09.03.2020 gültig und befristet ist.

Ich arbeite Aussertarif als Einkaufsmanager hier in Wiesbaden.

Nach 21 Monaten könnte ich die unbefristete Aufenthaltstitel bekommen da ich beweisen kann das ich Deutsch reden, sprechen uns schreiben kann.

Da ich ununterbrochen 10 Jahre in Deutschland gelebt/geboren bin, und wieder 3 Jahre in Slowenien(EU) gearbeitet habe, würde ich nicht 17 Monaten warten.

Meine Frage an sie wäre:

Muss ich wirklich noch 17 Monaten warten das erst dann ich eine unbefristete Aufenthaltstitel bekommen kann, oder könnte ich sofort bekommen?

Würde mich über eine Beratung sehr freuen.

Mit freundlichen Grüssen
06.09.2017 | 17:35

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Zur Zeit können Sie lediglich die Ermessenseinbürgerung gem. § 8 Abs. 1 StAG beantantragen. Hierbei hat die Behörde alle Einzeheiten des Einzelfalls in die Entscheidung einzubeziehen.

Einen Anspruch auf die Einbürgerung haben Sie dann, wenn die Voraussetzungen des § 10 StAG erfüllt sind. Einer Niederlassungserlaubnis bedarf es nicht zwingend. Es recht bereits aus, wenn Sie im Besitz einer Blauen Karte EU sind, § 10 Abs. 1 Nr. 2 StAG.
Im Übrigen muss der rechtmäßige, gewöhnliche Aufenthalt seit acht Jahren im Bundesgebiet bestehen.
Im § 12b Abs. 2 StAG heißt es, hat der Ausländer sich aus einem seiner Natur nach nicht vorübergehenden Grund länger als sechs Monate im Ausland aufgehalten, kann die frühere Aufenthaltszeit im Inland bis zu fünf Jahren auf die für die Einbürgerung erforderliche Aufenthaltsdauer angerechnet werden.
Insofern sind Ihre früheren Aufenthaltszeiten auf fünf Jahre gekoppelt. Sie befinden sich seit April 2017 im Bundesgebiet. Das sind 5 Monate. Im Ergebnis haben Sie seit 5 Jahren und 5 Monaten den gewöhnlichen Aufenthalt im Bundesgebiet. Sie müssen daher weitere 2 Jahre und 7 Monate in Deutschland leben um einen Anspruch auf Einbürgerung zu begründen.

Ausreichende Kenntnise der deutschen Sprache sind nachgewiesen, wenn Sie vier Jahre eine deutschsprachige Schule mit Erfolg (Versetzung in die nächsthöhereKlasse) besucht haben (StAG.VwV, Nr. 10.1.1.6). Zeugnisse dienen als Nachweis. Den Einbürgerungstest werden Sie kaum umgehen können.

Abschließend möchte ich Sie darauf hinweisen, dass es sich bei dieser Antwort, basierend auf Ihren Angaben, lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes handelt. Diese kann eine umfassende Begutachtung nicht ersetzen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Evgen Stadnik

Nachfrage vom Fragesteller 14.09.2017 | 19:39

Hallo Herr Stadnik,

ich würde eins besser verstehen: gibt es Mandanten, wo deren früheren aufenthalts als 5 Jahre verkoppelt wurde?

Wie hoch sehen Sie hier für mich?

Dann würde ich lieber 2,7 Jahre warten und dann einen Anspruch begründen.

Vielen Dank

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 14.09.2017 | 20:36

Werter Fragesteller,

bei § 12b Abs. 2 StAG handelt es sich um eine Ermessensvorschrift. Grundsätzlich werden nur die Aufenthaltszeiten angerechnet, wenn Sie nach Ablauf von 6 Monaten zurück in das Bundesgebiet gekehrt sind. Sie sind zwar in Deutschland geboren worden, sind aber mit 11 Jahren ausgereist und erst im Jahr 2013 wieder eingereist sind. Ich sehe die Erfolgsaussichten für die Anerkennung der Zeit bis zu fünf Jahren als etwas kritisch. Insofern empfehle ich Ihnen einen Antrag auf Ermessenseinbürgerung zu stellen. Vorliegend erfüllen Sie lediglich nicht die Aufenthaltszeiten von 8 Jahren, weshalb nur dies zum Problem werden könnte. Hierbei ist allerdings auch anzumerken, dass es sich hierbei um die kleinste Hürde handelt. Viel negativer wäre es, wenn Sie Sozialleistungen bezogen hätten oder straffälig wären.

Bei der Antragstellungen gehen Sie lediglich ein finanzielles Risiko ein, im Falle der Ablehnung 220 € an Verwaltungsgebühren zahlen zu müssen. Sollte es Probleme geben, können Sie sich gerne an mich wenden.

Viele Grüße
RA Stadnik

Bewertung des Fragestellers 08.09.2017 | 00:17


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Ich bin sehr dankbar, und bedanke mich recht herzlich


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