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Unautorisierte Paypallastschriften

| 27.06.2017 11:10 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Dr. Elke Scheibeler


Zusammenfassung: Ein Paypalkonto kann jederzeit online geschlossen werden. Wenn der Online-Zugang nicht möglich ist, sollte die Schließung schriftlich per Einschreiben verlangt werden. Dies umso mehr, wenn dieses von Dritten zu unauthorisierten Bestellungen verwendet wird.

Bereich? Unautorisierte Paypallastschriften
Sehr geehrte/r Frau/Herr . . . ,

ich bin in schwieriger Lage.
Seit Juli 2015 wohne ich nicht mehr in der alten Wohnung. Die Noch-Ehefrau wohnt auch nicht mehr in der Wohnung. Wir sind in Trennung. Es wohnt eine Tochter in der alten Wohnung, die studiert, und die jüngere Tochter, die jetzt 17 ½ ist lebt nach chronischem Schulabsens in einem Wohnheim, was € 5.000 im Monat kostet und ich auch dafür meinen Anteil bezahle.
(Dort sagt man dass die Tochter behauptet, sie veranlasse die Bestellungen
nicht, erscheint aber im Text zu den Lastschriften und gibt dort alte
Wohnadresse an.)
Für das Folgende will ich sie nicht in Jugendhaft bringen sonst kommt sie ganz aus der Spur, zumal sie schon anders Reisen bestellt hat.
Ich bin durch Mitteilung auf meinem Handy darauf aufmerksam geworden, dass mir Paypal Nachrichten über Lastschrifteinzüge schickt. Ich hatte aber keine Waren bestellt.
Es werden unter meiner alten E-Mail-Adresse also Waren bestellt und meinem Konto belastet.
Dieses E-Mail-Account hatte ich schon einmal bei Paypal gesperrt, aber das Passwort war zurückgesetzt worden und bestellt worden. Als ich es jetzt endgültig kündigen wollte, wurden die Mitteilungen von Paypal auf die von Dritten überwachte alte „gehackte" E-Mail Adresse gestellt. Ich habe über das Kundencenter der Telekom versucht, einen Austausch über die alte E-Mailadresse herzustellen, aber hier will man Anruf. Wenn der Anruf
während der Arbeitszeit gelingt, erhält man bei Paypal eine Sicherheitsnummer. Soweit war ich und man kümmerte sich, sagt man, verlangt aber weiter Austausch über die alte E-Mail-Adresse. Ich bin in Gefahr, ruiniert zu werden. Bisher wurden € 2.000 abgebucht.
Lange Rede kurzer Sinn:
Ich will weitere unautorisierte Lastschriften ausschließen, komme aber nicht rein. Ich habe auch Bestellungen auf mich ohne Paypal schon vom Inkasso. Denen habe ich meine Kopie des Mietvertrages geschickt aus der man die Abweichung zum Besteller, der Tochter im Wohnheim ersieht. Rechnungsstellung aber an mich. Ich habe nach §34/35 BDSG Info über
Daten der Weitergabe über die Rechnung verlangt und Löschung mit Frist, vorerst über Mail.
Wenn ich über die Sparkasse Widerruf über die Lastschriften verlange, werde ich aber gemahnt und höre wegen des unterschiedlichen Wohnortes nichts von Mahnungen und es folgt Inkasso und Schädigung der Kreditwürdigkeit. Will man das löschen lassen, heißt es, dass man es nur sperren kann und Daten wegen interner Verarbeitung schon aus rechtlichen Gründen nicht gelöscht werden können.
Wie löse ich das? Soll ich warten, bis Paypal handelt um doppelte Gutschriften zu vermeiden?

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Sehr geehrter Fragesteller,

bei Paypal können Sie sich online einloggen und Ihr Konto jederzeit schließen. Soweit ich Sie verstehe, ist dies aber aus technischen Gründen nicht möglich. Aus diesem Grund empfehle ich Ihnen, sich schriftlich an Paypal zu wenden und die Schließung Ihres Kontos zu verlangen. Paypal hat folgende Adresse:

PayPal (Europe) S.à r.l. et Cie, S.C.A.
22-24 Boulevard Royal
L-2449 Luxemburg

Bitte erkunden Sie sich bei der Post nach einem sicheren Versand nach Luxemburg, möglichst analog eines deutschen Einwurfeinschreibens. Nennen Sie wenn vorhanden Ihre Kundennummer sowie die E-Mail-Adresse und kündigen Sie den Vertrag mit sofortiger Wirkung. Teilen Sie in dem Schreiben zudem mit, dass Sie sich in Ihrem Profil nicht einloggen können.

Ich empfehle weiter mit der älteren Tochter zu sprechen, die in der alten Wohnung wohnt. Diese sollte zunächst die Beschriftung des Briefkastens ändern und zwar dahingehend, dass nur sie dort noch wohnt und ggf. die jüngere Tochter, soweit sie dort noch gemeldet ist. Es sollte also nur der Name der einen, ggf. noch der anderen Tochter auf dem Briefkasten stehen, nicht aber nur der Nachname oder ggf. "Familie ...". Weiter sollten Sie mit Ihrer älteren Tochter sprechen, dass sie bitte Schreiben, die an Sie gerichtet sind sammelt und an Sie weiterleitet. Alternativ kann sie auch schlicht zur Post geben und die Schreiben dort abgeben mit dem Hinweis, das Schreiben sei bei ihr eingeworfen worden, Sie wohnen aber nicht mehr dort. Soweit Lieferungen an die jüngere Tochter in die alte Wohnung erfolgen, sollte die ältere Tochter Sie oder denjenigen, der das Sorgerecht hat, informieren. Bei Internetbestellungen gibt es ja die Möglichkeit eines Widerrufs, so dass die Ware direkt zurückgeschickt werden kann, ohne dass Kosten entstehen. Ebenso sollte das Heim informiert werden, dass Paketsendungen an Ihre Tochter entsprechend kontrolliert werden.

Bei sonstigen Bestellungen im Internet sollten Sie den angeblichen Verkäufern wie gehabt mitteilen, dass die Bestellung nicht von Ihnen getätigt wurde, sondern unter Benutzung Ihres Namens. Möglich ist natürlich, dass von dort eine Betrugsanzeige gegen die jüngere Tochter gestellt wird, weil sie ja letztlich auch einen Betrug begangen hat. Angesichts der von Ihnen mitgeteilten Beträge handelt es sich allerdings auch nicht um Jugendsünden, die man als Vater einfach bezahlen könnte.

Als sichersten Weg würde ich Ihnen auch den Widerruf der einzelnen Lastschriften empfehlen. Die Entscheidungen von Paypal bei etwaigen Streitfällen abzuwarten halte ich für riskant, da Sie nach Ihrer Mitteilung sich weder online einloggen können noch Zugriff auf das E-Mail-Konto haben, an das sich paypal wendet. In dem Anschreiben an Paypal sollten Sie daher auch nochmals mitteilen, dass Sie auf die alte E-Mail-Adresse keinen Zugriff mehr haben und diese bitte mit Ihnen nur noch postalisch oder ggf. an eine andere Adresse kommunizieren.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 21.09.2017 | 15:43

Von: Sparkasse Langen-Seligenstadt [mailto:individualkunden4@sls-direkt.de]
Gesendet: Donnerstag, 21. September 2017 15:24
An: Wagner, Stephan
Betreff: Antwort: AW: Ihr Auftrag

"Sehr geehrter Herr Wagner,

wir haben bereits eine Rückmeldung von Paypal bzgl. Ihrer Widersprüche gegen
die im Anschreiben aufgeführten Lastschriften erhalten.
Sehr geehrte Frau RAin, zahle erforderlichen Betrag:

Leider habe ich keine positive Nachricht für Sie. Paypal hat den Widerspruch "abgelehnt",
da ein gültiges SEPA-Mandat für die Lastschriften vorliegt. Wir können in diesem Fall leider
nichts mehr für Sie machen.

Die Empfehlung für das weitere Vorgehen wäre eine erneute direkte Kontaktaufnahme mit Paypal,
ggf. auch über die Hotline oder die Prüfung rechtlicher Schritte, sofern hier ein Betrugsfall vorliegt.

Für Rückfragen stehen wir Ihnen sehr gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen"


Geld ist nicht rückholbar. Nachdem Paypalkonto geschlossen war hat man nichts zurück erstattet von Paypal.

Ich kann die im Kinderheim und jetzt wieder die Schule besuchende und aus dem Wohnheim ausgezogene

Tochter nicht anzeigen.

Ursprünglich war Paypal bereit, sah es aus. Womöglich ist die Kontoschließung eine Hinderung gewesen.

Was kann man tun?

Was soll ich zahlen?

Mit freundlichen Grüßen






Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 21.09.2017 | 16:04

Sehr geehrter Fragesteller,

bitte beachten Sie, dass die Nachfragefunktion in diesem Forum dazu dient, Verständnisfragen zu stellen. Sie schildern jetzt jedoch weiteren Sachverhalt, und dies nachdem fast drei Monate seit Ihrer Frage vergangen sind.

Aus Kulanz beantworte ich Ihre Nachfrage somit wie folgt:

Soweit ich Sie verstehe, sind Sie aufgrund der Schließung des Kontos bei Paypal vor weiteren Abbuchungen nunmehr geschützt. Es geht jetzt noch um die Rückbuchung der Abbuchungen.

Ggf macht es Sinn, sich hier an den Händler unmittelbar zu wenden und darauf zu verweisen, dass die Bestellung nicht durch Sie erfolgt ist und ein Betrug vorliegt. Dies wäre keine Anzeige im strafrechtlichen Sinne, aber natürlich wäre es möglich, dass der Richter oder die Richterin, die den Fall zu entscheiden hat, die Staatsanwaltschaft informiert. Wenn Sie auch nicht in einer zivilrechtlichen Auseinandersetzung ansprechen wollen, dass Ihre Tochter in Ihrem Namen gehandelt hat, dürfte es schwierig werden, das Geld zurück zu bekommen.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Scheibeler


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