Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.463
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Unangemessenes Verhalten von Bahnpersonal


| 02.08.2006 10:50 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Klaus Wille



Sehr geehrte RAe,

vergangenen Sonntag fuhr ich von Köln heimwärts. In Heidelberg stand der Zug einige Zeit, ich schaute zur Türe hinaus und da standen der Zugchef, ein Mitarbeiter der BSG (BahnSchutzGesellschaft) und ein Herr der Bundespolizei vor mir, der mich aufforderte, meinen Personalausweis vorzuzeigen. Dies tat ich umgehend. Mir wurde erklärt, dass der Zugchef mich beschuldigt hatte, ich würde mich wie ein Bahn-Mitarbeiter (was ich NICHT bin) ausgegeben und hätte sein Dienstabteil unzulässiger Weise betreten.

Festgemacht hat er dies an folgenden Punkten:
- Ich würde aussehen, wie ein Mitarbeiter. Dies stimmt nicht, meine Kleidung ähnelte nicht einmal farblich (!) denen der Unternehmensbekleidung der DB.
- Ich hätte einen DB-Rucksack. Richtig, aber diesen kann man im BahnShop1435 online bestellen zum Preis von 50 EUR.
- Ich hätte einen Vierkant (u.a. zum Öffnen der Türe des Dienstabteils). Diese 8mm-Vierkant-Schlüssel sind in JEDEM Baumarkt erhältlich. Ich hatte einen am Schlüsselbund da ich damit gelegentlich unsere Bad-Türe zu Hause öffnen muss.

Randbemerkung: Den Rucksack haben Tausende Bahn-Fans, Vierkante auch!

Ich habe mich zu keiner Zeit im Zug als Mitarbeiter ausgegeben und auch in keinster Weise so verhalten!

Lange Rede, kurzer "Sinn" (bzw. kurze Frage):
Mir war diese Situation UNBESCHREIBLICH unangenehm. Insbesondere vor den anderen Fahrgästen. Der Zugchef hätte mich auch einfach ansprechen können, ohne diesen riesigen Aufmarsch.

Was kann ich gegen den Mitarbeiter tun, welches wären die Gesetzlichen Grundlagen? Bitte unter angabe der jeweiligen §§.

Besteht Anspruch auf Schadensersatz o.ä.?

Und die 3. Frage: Zahlt so ein Verfahren die Rechtschutzversicherung (in diesem Fall SV Versicherungen, "Baustein P").


Vielen Dank!

Seher geehrte Damen und Herren,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Sie können sich rechtlich kaum gegen dieses Verhalten schützen.

Man hat Sie verdächtigt, sich als Mitarbeiter auszugeben und in dsa Dienstabteil zu gehben. auszugeben.
Hier könnte man höchstens prüfen, ob man Sie verdächtigt eine Straftat begangen zu haben. Die Mitarbeiter werden sich aber darauf berufen, daß es sich um einen Irrtum gehandelt habe. Die Angelegenheit dürfte dann nicht weiterverfolgt werden.

Sie können sich auch bei der Deutschen Bundesbahn "beschweren". Aus solch einer Beschwerde wird bekanntlich nicht viel. Es wird entweder entschuldigt man sich für die Unanehmlichkeiten oder es wird darauf Bezug genommen, daß die Mitarbeiter allen Hinweisen nachgehen müssen.

Ein Schadensersatzanspruch besteht m.E. nicht, da Ihnen kein Schaden entstanden ist.

Ob eine Rechtsschutzversicherung eine Beratung zahlen wird, hängt von dem Vertragsumfang.

Mit freundlichen Grüßen
Klaus Wille

Nachfrage vom Fragesteller 02.08.2006 | 18:19

Grüße Sie,

dass mein Einsatz sehr gering ist sehe ich zwar ein, aber die Antwort bringt mich leider nicht wirklich weiter.

Dass Beschwerden bei der Bahn (nicht mehr Bundesbahn im Übrigen) nichts bringen, habe ich bereits festgestellt.


Zurück zum Sachlichen: Ist es kein Schaden, wenn man sich "bis auf die Knochen" blamiert fühlt, obwohl man nichts getan hat? Und reicht eine normale Unterstellung des Bahn-Mitarbeiters nicht aus, um vorgehen zu können? Was wäre, wenn man dann sagen würde, es sei eine Straftat (Betreten des Dienstabteils) gewesen? Er hat schließlich nicht einmal Zeugen!?

Das soll (am Rande bemerkt) keienswegs nach Rache klingen, aber ich habe wirklich noch nie so etwas peinliches und anangenehmes erlebt!

Sehr hoffnungsvolle Grüße
NT

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 02.08.2006 | 18:31

Sehr geehrte Damen und Herren,

das Blamieren bis auf die Knochen ist kein materieller Schaden.
Sie könnten höchsten darüber nachdenken Schmerzensgeld geltend zu machen. Die Erfahrung zeigt aber, daß für solche Vorkommnisse kein Schmerzensgeld gezahlt wird.

Sollten Sie gerichtlich vorgehen wollen, so wird die Aussage des Mitarbeiters gegen Ihre Aussage stehen. Ich befürchte, daß Sie dann leer ausgehen werden.....

Mit freundlichen Grüßen
Klaus Wille
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 17.01.2009 | 23:24


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?