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Umzugskostenübernahme durch Vermieter wegen Abriss?

| 15.07.2013 09:35 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Jan Wilking


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich wohne seit Januar 2009 in einer Dienstwohnung eines Altenheimes in welchem ich auch als Hausmeister arbeite. Seit ca. 1,5 Jahren gibt es wechselnde Pläne für einen Neubau.
Jetzt steht als erst genannter Zeitraum für den Abriss des Altbaus in welchem auch meine Wohnung liegt für Ostern 2014 an.
Da mein Auszug nicht freiwillig ist möchte ich gerne wissen inwieweit Kosten durch den
Arbeitgeber / Vermieter übernommen werden für neue Bodenbeläge, Gardinen und Möbel?
Spielt die Mietzinsdifferenz auch eine Rolle ? Ich zahle jetzt für 69m² Warm incl. Strom, Keller
plus Garagenstellplatz 420 €. Dies ist auf dem freien Wohnungsmarkt auch mit Einschnitten
wohl nicht unter 600 € zu realisieren.

Mit freundlichen Grüßen
Grisu811







Sehr geehrter Ratsuchender,

gerne beantworte ich Ihre Anfrage unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltsschilderung und Ihres Einsatzes wie folgt:

Grundsätzlich gilt auch bei Werksmietwohnungen und Werksdienstwohnungen das allgemeine Mietrecht, wobei teilweise für den Vermieter günstigere Kündigungsfristen bestehen können (§ 576 BGB).

Ihr Vermieter darf Ihnen die Wohnung daher ordentlich kündigen, wenn er ein berechtigtes Interesse an der Beendigung des Mietverhältnisses hat. Bei einem Abriss und Neubau kommt grundsätzlich als Kündigungsgrund § 573 Absatz 2 Nr.3 (wirtschaftliche Verwertung) in Betracht. Wenn eine Sanierung des Altbaus zu aufwändig ist und daher ein Abriss und Neubau die wirtschaftlich sinnvollere Alternative ist, liegt dieser Kündigungsgrund regelmäßig vor.

Wenn der Vermieter Ihnen aus diesem Grund ordentlich kündigt, endet das Mietverhältnis mit Ablauf der Kündigungsfrist. Ansprüche auf Umzugskosten etc. gegen Ihren Vermieter oder Arbeitgeber haben Sie dann nicht, es sei denn dies wurde vertraglich vereinbart. Sie können diese Kosten aber ggf. steuerlich absetzen.
Kündigt der Vermieter Ihnen nicht rechtzeitig gekündigt oder hat er keinen ausreichenden Kündigungsgrund, können Sie grundsätzlich alle Ihnen entstehenden angemessenen Kosten (Umzug, Gardinen, Mietdifferenz) vom Vermieter als Schadensersatz verlangen.


Ich hoffe, Ihnen eine erste hilfreiche Orientierung ermöglicht zu haben. Bei Unklarheiten benutzen Sie bitte die kostenfreie Nachfragefunktion.

Bedenken Sie bitte, dass ich Ihnen hier im Rahmen einer Erstberatung ohne Kenntnis aller Umstände keinen abschließenden Rat geben kann. Sofern Sie eine abschließende Beurteilung des Sachverhaltes wünschen, empfehle ich, einen Rechtsanwalt zu kontaktieren und die Sachlage mit diesem bei Einsicht in sämtliche Unterlagen konkret zu erörtern.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 17.07.2013 | 17:34

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