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Umzugskosten beruflich bedingt, was ist absetzbar außer der Pauschale?

| 06.06.2013 09:41 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Bitte nur Anwälte für Steuerrecht

Guten Tag,

ich habe den Einkommensteuerbescheid für 2012 erhalten.

Anerkannt wurde ein Umzug als beruflich bedingt.

Eingereicht hatte ich die Rechnung des Umzugsunternehmens über 1800 EUR. Zusätzlich wollte ich die Pauschale für die sonstigen Umzugskosten geltend machen.

Bei meinem letzten Umzug 2007 wurden die Umzugskostenrechnung + Pauschale auch genau so anerkannt. Diesmal sagt das Finanzamt, die Pauschale würde die Transportkosten bereits enthalten und gewährt mir nur eine Pauschale von 1619 EUR (Ich bin verheiratet, 1 Kind.). Auf meine Frage hin beruft man sich auf einen Erlass, der dieses Vorgehen bestätigen würde.

Alle Quellen im Internet sagen jedoch, die Pauschale sei nur für sonstige Umzugskosten, nicht für die Transportkosten.

Wie kann ich dem Finanzamt rechtlich meine Forderung begründen?

Selbst wenn die Pauschale die Geltendmachung weiterer Umzugskosten ausschließen würde, hätte das Finanzamt doch den höheren Betrag aus der Speditionsrechnung statt der Pauschale berücksichtigen müssen, oder?

Vielen Dank

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich im Rahmen einer Erstberatung, des angebotenen (niedrigen) Preises und aufgrund des von Ihnen geschilderten Sachverhalts wie folgt beantworten möchte:

Sie haben vollkommen Recht: Es sind sowohl die durch die Rechnung nachgewiesenen Transportkosten, als auch die durch die Pauschale abgegoltenen sonstigen Umzugskosten als Werbungskosten zu berücksichtigen.

Die Höhe der ansetzbaren Umzugskosten richtet sich nach dem BUKG, welches bei Nichbeamten entsprechend angewendet wird. Das BUKG trennt in Transportkosten sowie sonstige Umzugskosten, für die eben die Pauschale gilt.

Hieraus ergibt sich meines Erachtens zwingend, dass beide Positionen nebeneinander zu berücksichtigen sind. Die hier durch das Finanzamt durchgeführte Praxis ist mir auch vollkommen neu. Ein "Erlass" hierzu, der etwas Gegenteiliges sagen würde, ist mir nicht bekannt. Er würde im übrigen auch keine Gesetzeswirkung haben, sondern nur verwaltungsintern wirken.

Zur Durchsetzung Ihrer Rechtsposition müssen Sie gegen den Bescheid innerhalb eines Monats ab Zustellung Einspruch einlegen. In dem Einspruch können Sie sich auf oben dargelegte Regelung und Struktur im BUKG berufen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Sebastian Baur, Rechtsanwalt

Rückfrage vom Fragesteller 14.06.2013 | 11:19

Guten Tag,
ich habe auf meinen entsprechenden Einspruch nun Antwort: "Gemäß R 9.9 Abs. 2 S. 4 LStR 2012 können anstelle der pauschalen Kosten die tatsächlich nachgewiesenen höheren Umzugskosten als Werbungskosten abgezogen werden. Der gleichzeitige Abzug von Pauschale und tatsächlichen Kosten ist im Steuerrecht nicht vorgesehen".

Bleiben Sie trotz dieser Quellenangabe bei Ihrer Rechtsauffassung und was würde eine Vertretung durch Sie in der Sache kosten?

Danke

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 14.06.2013 | 12:14

Danke für die Nachfrage, die ich wie folgt beantworten möchte:

Ich bleibe voll und ganz bei meiner Rechtsauffassung. Die Quelle bestätigt diese letztlich.

Gerne können Sie mich unter baur@anwalt-luther.de kontaktieren, um eine mögliche Vertretung und die hierdurch anfallenden Kosten zu besprechen.

Bewertung des Fragestellers 06.06.2013 | 11:02

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