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Umzug/Studentenvisum


03.08.2006 13:03 |
Preis: ***,00 € |

Ausländerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Karlheinz Roth



Folgender Sachverhalt besteht: Mein Freundin ist 12/2004 als Au-Pair für ein Jahr nach Deutschland gekommen. Danach wurde das Visum verlängert: Aufenthaltserlaubnis berechtigt nur zur Teilnahme am intensiv Deutschkurs an der und der Schule in Stuttgart mit anschließendem Studium, gültig bis 02/2007. Zur Zeit wohnt sie als Gast bei einer Familie, die eine Verpflichtungserklärung unterschrieben haben, Sie hat eine Daf-Test Prüfung gemacht, leider zieht sich die Auswertung sehr lange hin, so dass ihre Studienbewerbung nicht vollständig war und abgelehnt wurde. Jetzt möchte sie vom Bundesland B-W nach M-V umziehen und dort versuchen einen Studienplatz zum Sommersemester 04/2007 zu bekommen.

Ist ein Umzug möglich?

Kann es beim Umzug zu Problemen kommen, da im Visum die genaue Schule für den Deutschkurs steht oder ist es ausreichend wenn sie den Kurs im anderen Bundesland weiterführt?

Welche Fristen sind bei der Ab- Ummeldung einzuhalten und welche Unterlagen, Versicherungen nötig?

Da der nächste Studienbeginn erst nach Ablauf ihres Visum ist, ist eine erneute Verlängerung nötig: Kann es da zu Problemen kommen und welches ist der ratsamste Weg eine Verlängerung zu bekommen?

Ist es ratsamer eine Verpflichtungserklärung zu unterschreiben oder ihr das Geld zu geben das sie eigenständig wohnen kann? Welcher Betrag ist dafür nötig und müssen monatliche Eingänge sein oder ist ein einmal Betrag ausreichend?

Mus sie erst zum Meldeamt und dann zur Ausländerbehörde und wer verlangt den Nachweis?
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben wie folgt beantworte:

Nach § 16 Abs. 1 Aufenthaltsgesetz kann einem Ausländer zum Zwecke der Studienbewerbung und des Studiums an einer staatlichen oder staatlich anerkannten Hochschule oder vergleichbaren Ausbildungseinrichtung einschließlich der studienvorbereitenden Maßnahmen eine Aufenthaltserlaubnis erteilt werden.

Die Aufenthaltsdauer als Studienbewerber darf höchstens neun Monate betragen. Für studienvorbereitende Maßnahmen - wie etwa der Besuch eines Sprachkurses - soll die Geltungsdauer der Aufenthaltserlaubnis zwei Jahre nicht überschreiten.

Ihre Freundin müsste bei der zuständigen Ausländerbehörde schriftlich einen Antrag auf Verlängerung ihres Visums stellen.

Die Behörde ist nach Eingang des schriftlichen Antrags verpflichtet den Antrag zu bescheiden (Rechtsbehelf: Widerspruch gegen Ablehnungsbescheid innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe des Bescheides; Rechtsmittel gegen Widerspruchsbescheid: Klage vor dem Verwaltungsgericht innerhalb einer Frist von 1 Monat nach Bekanntgabe des Widerspruchsbescheides).

Darüber hinaus sollte Ihre Freundin unbedingt die zuständige Ausländerbehörde aufsuchen, um das Problem mit der abgelehnten Studienbewerbung und einer neuerlichen Studienplatzbewerbung in M-V und den damit verbundenen Umzug zu klären.
Sofern nach dem erteilten Visum ein Studium in BW zu absolvieren ist, wäre ein Studium in M-V nicht möglich.

Sie müssen dabei beachten, dass die Aufenthaltsdauer als Studienbewerber höchsten neun Monate betragen darf. Da diese Frist wohl bei Ihrer Freundin im Februar 2007 ausläuft, könnte eine Verlängerung des Visums zum Zwecke der Studienbewerbung schwierig werden, so dass ein möglicher Umzug zunächst nicht das Problem ist.

Ihrer Freundin ist vor diesem Hintergrund dringend anzuraten sich durch einen Anwalt vertreten zu lassen, um Rechtsverlusten vorzubeugen.

Ich hoffe, dass ich Ihnen eine erste Orientierung in der Sache gegeben habe und verbleibe



mit freundlichen Grüßen

K. Roth
- Rechtsanwalt -
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