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Umzug ohne Zustimmung

11.10.2014 21:07 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Notarin und Rechtsanwältin Anja Holzapfel


Zusammenfassung: Zum Umzug des Kindes bei gemeinsamer elterlicher Sorge

Die Situation:

Der vierjährige Sohn wohnt bei der Mutter. Es besteht gemeinsames Sorgerecht. Der Vater wohnt vom aktuellen Wohnort des Kindes offiziell etwa 500km entfernt. Nach Gerichtsbeschluss erfolgt der Umgang mit dem Kind in Begleitung durch eine Rechtshelferin und eine soziale Einrichtung.

Da der Kindesvater mehrfach handgreiflich geworden ist, besteht eine verfügung so dass er sich der Mutter nicht mehr nähern darf.

Nun möchte die Mutter etwa 75km ( näher an den Kindesvater ) umziehen. Zum einen wegen der besseren Arbeitsplatzsituation, als auch wegen einer neuen Lebenspartnerschaft. Der Kindesvater verweigert seine Zustimmung.

Nun die Frage: Mit welchen Konsequenzen muss die Mutter rechnen, wenn sie in diesem Fall umgezogen ist, sich ummeldet und im nächsten Schritt ein alleiniges Sorgerecht beantragen möchte.

Problemstellung - Auf Grund des Schulwechsels des zweiten älteren Sohnes ( nicht vom selben Vater ) kann sie nicht warten und muss sich an die Schulzeiten handeln.

Sehr geehrter Fragesteller,



Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:


Vorab: Der richtige Weg wäre, ggf. im Rahmen einer einstweiligen Anordnung vor dem Umzug das Aufenthaltsbestimmungsrecht zu beantragen. Eine solche Entscheidung wird in aller Regel sehr kurzfristig getroffen, wenn ein Umzug beabsichtigt ist. Da auch ein Umzug nicht "über Nacht" organisiert wird, sollte die Zeit reichen.

Strafrechtliche Konsequenzen sehe ich nach Ihrer Schilderung bei einem vorherigen Umzug nicht. Offenbar soll auch der Kontakt zum Vater nicht unterbunden werden.

Wenn die Mutter erst durch den Umzug vollendete Tatsachen schafft und anschließend das Sorgerecht beantragt, könnte dies allerdings im Sorgerechtsverfahren zu einem schwierigeren Stand führen. Bei der Entscheidung, ob sie das Sorgerecht allein erhält, ist unter dem Aspekt des Kindeswohls umfangreich zu prüfen, welche Entscheidung für das Kind in Zukunft richtig ist. Der Mutter könnte hier durchaus Eigenmächtigkeit und fehlende Kooperation vorgeworfen werden, was u. U. gegen die Übertragung der alleinigen Sorge spricht. Um dies auch nur im Ansatz abschätzen zu können, müsste allerdings der komplette Sachverhalt und die bisherige Entwicklung bekannt sein. Insbesondere wird den Richter interessieren, aus welchem Grund der Vater seine Zustimmung verweigert hat.

Soweit der Umzug noch nicht erfolgt ist, wäre der Mutter dringend anzuraten, noch am bisherigen Wohnort eine einstweilige Anordnung auf Übertragung des Aufenthaltsbestimmungsrechts zu stellen.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.


Mit freundlichen Grüßen

Anja Holzapfel
-Rechtsanwältin-
-Fachanwältin für Familienrecht-

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