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Umzug mit Kindern zu neuem Lebenspartner - Kann der Ex-Mann das verhindern?


23.05.2018 10:17 |
Preis: 70,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Hallo,
ich bin seit Anfang letzten Jahres von meinem Ex-Mann getrennt und seit 2 Monaten geschieden. Wir haben gemeinsames Sorgerecht und gemeinsames Aufenthaltsbestimmungsrecht für unsere beiden Kinder. Die beiden Kinder leben bei mir. Jetzt möchte ich mit meinen Kindern zu meinem neuen Partner ziehen. Es ändert sich nichts am allgemeinen Umfeld, denn mein Partner wohnt im selben Ort wie meine Kinder und ich. Also kein Schulwechsel, kein neuer Freundeskreis, keine Änderung der Entfernung zum Vater. Die Kinder sind damit einverstanden. Mein Ex-Ehemann wohnt im selben Landkreis.

Jetzt hierzu meine Frage: Muss mein Ex-Mann dem Umzug zustimmen bzw. kann er den Umzug verhindern?
Vielen Dank für Ihre Beratung.
23.05.2018 | 11:27

Antwort

von


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Sehr geehrte Ratsuchende,


da es wohl keine gesonderte Vereinbarung gibt, üben beide Elternteile ihre Befugnisse für ihre Kinder weiterhin gemeinsam in Absprache und in gegenseitiger Verantwortung aus.


Bei Entscheidungen in Angelegenheiten, "deren Regelung für das Kind von erheblicher Bedeutung ist", ist das Einverständnis erforderlich.


Sie können also nicht ohne die Mitwirkung des Vaters handeln und die notwendigen Entscheidung hinsichtlich des Umzugs alleine treffen


Deshalb "dürfen" Sie als Mutter nicht allein entscheiden.


Auch nicht bei einem Umzug im selben Haus oder in die Nachbarschaft (wie hier), kann der Vater wesentliche Einwände haben, die Berücksichtigung finden und geprüft werden müssen.


Über sie können Sie sich als Mutter also nicht ohne weiteres hinwegsetzen.


Liegen aber eben keine wesentlichen Einwände in Bezug auf das Kindeswohl vor, wird das Einverständnis des Vaters (meist aus gekränkter Eifersucht hinsichtlich des neuen Partners) trotzdem verweigert, bleibt Ihnen leider nur übrig, die gerichtliche Entscheidung zu suchen.


Dabei wird das Gericht nach Ihrer Schilderung aber Ihrem Antrag dann stattgeben, sofern eben keine Gründe vorliegen, wonach der Umzug das Kindeswohl gefährden wird.


Sprechen Sie daher mit dem Vater, legen Sie ihm Frage und Antwort vor und lassen Sie sich dann das Einverständnis schriftlich erteilen.



Mit freundlichen Grüßen



Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle



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