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| 12.09.2006 12:55 |
Preis: ***,00 € |

Insolvenzrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA



habe im Feb.2005 als geschiedener Ehemann Privat-Insolvens beantragt und das Verfahren wurde im Mai05 eröffnet und im März06 geschlossen. Befinde mich in der Wohlverhaltensfase.Nun habe ich 2005 meine Liebe gefunden und wir haben im Mai geheiratet. Sie kommt und wohnt in Österreich. Da ich nun in nächster Zeit hier (Deutschland) arbeitslos werde und die Aussicht auf einen neuen Job sehr gering ist, spiele ich mit folgenem Gedanken. Kann ich nach Österreich zu meiner Frau ziehen und mir dort einen Job suchen? (Aussichten sind nicht schlecht). Was habe ich in diesem Fall zu beachten bzw. zu berücksichtigen? Wie bringe ich das am besten meinem Insolvensverwalter bei?
Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Anfrage beantworte ich auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt:

Nach § 295 Abs. 1 Nr. 1 InsO obliegt es Ihnen eine angemessene Tätigkeit auszuüben. Soweit dies in Deutschland nicht möglich ist bzw. sich in Österreich eine entsprechende Anstellung anbietet, spricht nichts dagegen eine solche anzunehmen.

Insoweit sind Sie gem. § 295 InsO zu bestmöglichen Gläubigerbefriedigung verpflichtet, was die Ausübung einer angemessenen Erwerbstätigkeit voraussetzt. Wichtig ist, dass den Gläubigern durch einen solchen Umzug und der Anstellung in Österreich kein messbarer Schaden nach § 296 InsO entsteht.

Soweit sich hier im Rahmen einer Abtretung/Abführung der pfändungsfreien Beträge an den Treuhänder keine Hindernisse durch eine Anstellung in Österreich ergeben, sollten Sie sich mit dem Treuhänder im Vorfeld dies entsprechend absprechen, um auch die notwendigen organisatorischen Vorkehren zu treffen.

Insoweit sind hierbei die neuen familiären Verhältnisse ebenso zu berücksichtigen wie die bevorstehende Arbeitslosigkeit. Soweit die neue Tätigkeit zudem eine höhere Vergütung erwarten lässt, wären Sie sogar verpflichtet diese anzunehmen, natürlich immer unter der Berücksichtigung von familiären Bindungen.

Der Wechsel des Wohnsitzes und des Beschäftigungswechsels sind dem Treuhänder umgehend (2 Wochen) mitzuteilen, wobei ich hier empfehle, soweit sich die Pläne entsprechend konkretisiert haben den Treuhänder zu informieren bzw. in Kontakt zu treten.

Ich hoffe Ihnen einen ersten Überblick verschafft zu haben.

Mit besten Grüßen

RA Schröter
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