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Umzug bei gemeinsamen Sorgerecht und sehr schwieriger Trennungssituation

30.10.2015 15:30 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Sascha Steidel


Sehr geehrte Rechtsanwalt,
Der Vater meiner Kinder (2 und 4), sind noch verheiratet, das Sorgerecht liegt damit bei uns gemeinsam.
Wir waren nur 3 Monate verheiratet und sind seit Januar 2015 getrennt.
Mein Mann hat eine kriminelle Vergangenheit, Körperverletzungsdelikte, für die er zwei Jahre in Haft war, er wurde im Juli 2014 entlassen.
Kurz nach unserer Trennung im Januar wurde er wieder mit ähnlichen Delikten auffällig, die Verhandlungen stehen demnächst an.
Die Kinder haben immer bei mir gelebt und auch während der Zeit in der er bei uns gelebt hat, habe ich mich alleine um die beiden gekümmert.
Nach der Trennung habe ich zunächst die Umhänge mit meinen Kindern begleitet weil ich aufgrund seiner Gewaltstraftaten Angst hatte, ihm die Kinder alleine zu überlassen.
Irgendwann ist er plötzlich wochenlang verschwunden gewesen, war nicht zu erreichen.
Dann wollte er plötzlich wieder Umgang, was ich zunächst verweigerte. Ich stellte die Bedingung, gemeinsam eine Beratungsstelle aufzusuchen um über weitere Regelungen zu sprechen.
In der Zeit in der meine Kinder ihren Vater nicht sahen, erzählte mein großes Kind von sexuellen Übergriffen seines Vaters, die Schilderungen waren sehr glaubwürdig, ich habe es angezeigt.
Das Ermittlungsverfahren wurde allerdings eingestellt da die Aussage meines Kindes nicht ausreichen würde. Mein Kind wurde zum Sachverhalt nicht befragt obwohl es sich sehr gut artikulieren kann.
So viel zu unseren Rahmenbedingungen.
Ich musste durch die Situation mit meinem Mann sehr viel durchmachen und ich wünsche mir für mich und meine Kinder einen Neuanfang.
Mir bietet sich jetzt die Möglichkeit, in meine 500 km entfernte Heimat (innerhalb Deutschlands) zu ziehen, meine Familie lebt zum großen Teil noch da, wir haben da ein Haus in ländlicher Gegend, in dass ich mit meinen Kindern ziehen könnte.
Auch beruflich wäre es für mich sehr attraktiv, hier bin ich alleine selbstständig, dort hätte ich eine Partnerin und ich müsste nicht alles alleine tragen.
Mein großes Kind müsste den Kindergarten wechseln, meine Kleine wird noch zu Hause betreut und müsste dementsprechend nicht wechseln.
Die Einwilligung für den Umzug wird mir der Vater verweigern, schon alleine um mich zu ärgern, dass hatten wir schon öfter wegen anderen Dingen.
Wir haben zur Zeit auch keinen Kontakt, ich kenne nicht mal seine neue Adresse.
Mir fällt es schwer, das gemeinsame Gespräch zu suchen da ich meinem Kind glaube und ich mich schwer tue mich mit jemandem an einen Tisch zu setzen, der meinem Kind diese schrecklichen Dinge angetan hat.
Wie ist der Ablauf wenn ich vor Gericht gehe um die Erlaubnis für einen Umzug zu erreichen?
Reichen meine vorgebrachten Gründe aus dass dem Umzug statt gegeben wird?
Ich bin sehr dankbar für eine Antwort!

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Es müsste ein Sorgerechtsantrag an das Familiengericht Ihres derzeitigen Wohnorts gestellt werden, so dass die Genehmigung zum Umzug vom Gericht quasi ersetzt werden kann. Das Familiengericht wird dann einen Verhandlungstermin bestimmen und beide Elternteile zu Ihrer Einstellung und Ihren Beweggründen befragen. Hinsichtlich des älteren Kindes kann das Gericht sich auch einen persönlichen Eindruck verschaffen.

Gründe, die gegen den Kindesvater sprechen, sind für die Entscheidung eigentlich weniger gewichtig, als die Ihre Beweggründe, den Lebensmittelpunkt zu verlegen. Da Sie in Ihre Heimat zurück möchten und sich dort ein größeres familiäres Umfeld befindet, sprechen in der Tat zusammen mit dem Wunsch nach einem Neuanfang nach einer erheblich belasteten Beziehung, gewichtige Gründe für einen Umzug, der dem Kindeswohl entspricht.

Sie sollten anwaltliche Vertretung für ein solches Sorgerechtsverfahren in Anspruch nehmen !.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


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