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Umzug


02.07.2007 18:28 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich bin seit einem Jahr geschieden. Mein Ex-Mann hatte(hat)eine Affäre von ca.4Jahren mit einer Arbeitskollegin. Wir hatten ein gemeinsames Haus,dass er seit der Scheidung (nach meinen Auszug) wieder bewohnt.Ich bin dann mit den Kindern 9 und fast 14 zwei Straßen weiter gezogen. Da aber meine Nachfolgerin öfter jetzt im Haus ist, und das mit den Kindern hin und her zwischen den Wohnungen nicht so toll ist(sie dürfen auch ins Haus, wenn mein Ex nicht da ist,ich habe da leider keine Kontrolle, und ich höre dann immer wieder, dass nur Fernseh geschaut oder Computer gespielt wird,finde ich sehr schade, dass mein Ex-Mann mir nicht den Rücken stärkt,und sagt, dass das so nicht geht.
Ich möchte nun in eine andere Stadt mit den Kindern ziehen.
Ein Schulwechsel ist daher unumgäglich.Da mein großer Sohn ziehmliche Probleme hatte, dieses Schuljahr zu bestehn (Probleme mit dem lernen, ich sage es muss gelernt werden, der Vater der Kinder lässt ihnen alles durch gehen,oder lernt mit ihnen, und es gibt alledem Note 5), denke ich, für den großen ist es neue Chance in der neuen Schule. Habe eine sehr gute Schule gefunden in der er nach den Ferien hin gehen könnte.Lehrer und Direktor haben mir zugeraten (Umzug), dass wieder alles in geregelte Bahnen verlaufen kann. Nun möchte aber mein Ex-Mann nicht das ich umziehe.Mein großer Sohn will jetzt auch nicht mehr(der kleine möchte mit).Die Wohnung (4Zimmer,110qm,Balkon,direkt am See)in die andere Stadt(35km) ist bereits angemietet, und der Umzug in vollen Gange.Ich bin der Meinung, dass ich es den Kindern schuldig bin, auf eine gute Schulbildung zu achten.Die Regelung einmal unter Woche Besuchstag und alle zwei Wochen übers Wochenende beim Vater würde natürlich bestehn bleiben, da ich möchte, dass der Kontakt zum Vater erhalten bleibt, denn die Kinder können ja nichts dafür, dass eine Scheidung nötig war.
Mein Ex-Mann geht seiner Karierre nach, ist auch des öfteren im Ausland(Kind wäre dann bei seinen Eltern),da er auch noch über 200km in die Arbeit zufahren hat,ist leider Essen kochen usw nicht möglich, ich bin drei halbe Tage arbeiten, ansonsten für die Kinder da.
Nun meine Frage an sie:
Ab welchen Alter können Kinder selbst bestimmen, bei wem sie leben möchten?
Kann man von einen Kind einen Schulwechsel verlangen,oder muss man immer am selben Ort bleiben, bis einen die Kinder nicht mehr brauchen?
Ich hoffe, ich konnte ihnen einen kleinen Einblick gewähren, dass sie mir eine Rat geben können.
Danke im vorraus
02.07.2007 | 18:57

Antwort

von


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Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben und unter Würdigung Ihres Einsatzes wie folgt beantworte. Ich habe jedoch darauf hinzuweisen, dass durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits die rechtliche Beurteilung anders ausfallen kann, sodass die Bearbeitung innerhalb dieses Forums lediglich eine erste rechtliche Orientierung in der Sache darstellt und keinesfalls den Gang zu einem Kollegen vor Ort ersetzen kann.

Dies vorausgeschickt wird folgendes ausgeführt:

Ich gehe davon aus, dass Sie gemeinsam mit Ihrem geschiedenen Ehemann das Sorgerecht für die Kinder haben.

Grundsätzlich entscheiden die Sorgerechtsinhaber, oder genauer gesagt, der bzw. diejenigen, die das Aufenthaltsbestimmungsrecht als Teil des Sorgerechts innehaben, wo die Kinder leben.

Wenn es zwischen den beiden Sorgerechtsinhabern Streit über den Wohnort der Kinder gibt, würde letztlich auf Antrag das Gericht darüber entscheiden, wer das Aufenthaltsbestimmungsrecht erhält.

Das Gericht orientiert sich hierbei ausschließlich am Wohl des Kindes, das heißt, es wird demjenigen das Aufenthaltsbestimmungsrecht zusprechen, bei dem es das Kind am besten hat. Bei der Entscheidung dieser Frage wird sich das Gericht in der Regel am Vorschlag des Jugendamtes orientieren. Es wird aber auch das Kind ab einem gewissen Alter anhören. Ihre Kinder werden angehört werden. Dies heißt aber keineswegs, dass dem Wunsch des Kindes gefolgt wird. Das Gericht trifft eine objektive Entscheidung, die unter Umständen nicht mit den Wünschen des Kindes, und sei es auch schon 17 Jahre alt, übereinstimmt.

Von daher steht es demjenigen, der das Aufenthaltsbestimmungsrecht relativ frei, in einen anderen Ort umzuziehen.

Nicht verkannt werden sollten jedoch die unter Umständen damit verbundenen Probleme tatsächlicher Art, wenn der Umzug von dem Kind nicht mit getragen wird.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten Überblick habe geben zu können.


Mit freundlichen Grüßen

Torsten Sommer
Rechtsanwalt
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Gifhorn, den 02. Juli 2007.



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