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Umwandlung unbefristeten Arbeitsvertrag in befristeten Arbeitsvertrag

13.11.2013 14:45 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Daniela Weise-Ettingshausen


Sehr geehrte Damen und Herren,

unser Mitarbeiter befindet sich in der Probezeit von 6 Monaten. Da die Probezeit bald ausläuft und wir noch unschlüssig sind, ob der Mitarbeiter langfristig zu unserem Unternehmen passt, haben wir uns die Frage gestellt, ob es die Möglichkeit gibt den unbefristeten Arbeitsvertrag in einen befristeten Arbeitsvertrag umzuwandeln oder die Probezeit zu verlängern.

Die erste Variante wäre uns lieber.

Noch als Information: Wir sind ein Kleinstbetrieb unter 10 Arbeitnehmern.

Mit freundlichen Grüßen

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Sehr geehrte Fragestellerin,

die von Ihnen gestellte Frage beantworte ich unter Berücksichtigung des geschilderten Sachverhaltes sowie Ihres Einsatzes wie folgt:

Eine nachträgliche Befristung des Arbeitsvertrages ist nach § 14 TzBfG unzulässig, wenn mit demselben Arbeitgeber zuvor bereits ein befristetes oder unbefristetes Arbeitsverhältnis bestanden hat.

Das Bundesarbeitsgericht hat mit Urteil vom 07.03.2002, Az.: 2 AZR 93/01 zwei Möglichkeiten in einer derartigen Situation aufgezeigt:

Sie können das Arbeitsverhältnis noch bis zum letzten Tag der Probezeit ordentlich kündigen, wobei Sie jedoch als Kündigungsfrist nicht die kurze Probezeitkündigungsfrist von 2 Wochen zu Grunde legen, sondern eine überschaubare längere Frist, innerhalb derer der Arbeitnehmer eine weitere Chance erhält, sich zu bewähren.

Gleichzeitig müssen Sie eine aufschiebend bedingte Wiedereinstellungszusage erklären, und zwar dergestalt, dass das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer fortgesetzt wird, sofern sich dieser innerhalb der verlängerten Kündigungsfrist bewährt. Im Fall den das BAG zu entscheiden hatte, wurde die Kündigungsfrist auf vier Monate gesetzt. Dies dürfte wohl ausreichen, um zu sehen, ob der Arbeitgeber ins Unternehmen passt.

Sie müssen ausdrücklich in der schriftlichen Kündigungserklärung darauf hinzuweisen, dass die Verlängerung der Kündigungsfrist nur der weiteren Erprobung dient und damit auch im Interesse des Arbeitnehmers liegt.

Als zweite Möglichkeit können Sie während der Probezeit einen Aufhebungsvertrag mit dem Arbeitnehmer schließen, in dem ein Beendigungszeitpunkt vereinbart wird, der die kurze zweiwöchige Probezeitkündigungsfrist überschreitet.

Auch hier ist die Verlängerung der Probezeit nur dann zulässig, wenn es allein um die weitere Erprobung des Mitarbeiters geht, sodass es auch in diesem Fall einer bedingten Wiedereinstellungszusage für den Fall der Bewährung bedarf. Hinsichtlich der Länge sollten auch hier höchstens vier Monate zugrunde gelegt werden.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Daniela Weise, Rechtsanwältin


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