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Umtausch Matratze aufgrund Abweichung und starker Schmerzen seitdem

29.06.2017 09:23 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Zusammenfassung: Umtausch bei einer Matratze mit falschem Härtegrad

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe in einem Möbelhaus eine Matratze gekauft. Für den Kauf habe ich mir einige Wochen Zeit genommen und habe in vielen unterschiedlichen Möbelhäusern sehr viele Modelle Probegelegen. Am Ende habe ich mich nach guter Beratung und Überzeugung für eine Matratze entschieden.

Schon bei der Anlieferung und erstem Test habe ich gemerkt, dass die Matratze erheblich abweicht und viel härter ist. Meine Wirbelsäule liegt komplett schief, der Härtegrad wirkt sehr viel stärker. Dies habe ich direkt per Mail dem Möbelhaus schriftlich mitgeteilt. Bei telefonischem Austausch mit der Verkäuferin ist sie darüber sehr überrascht gewesen, da bei diesem Modell wohl noch nie Reklamationen aufkamen. Lt. ihrer Aussage müsste die Beschaffenheit der Matratze direkt von Anfang an so sein, wie im Möbelhaus. Dies würde sich mit der Zeit nicht ändern. Sie hat mir jedoch auch mitgeteilt, dass sie keinen Einfluss auf den Service in ihrem Hause hat. Sie aber den Kollegen mitteilt, dass evtl. jemand zu mir kommt, um sich das anzuschauen oder aber der Kern könnte ausgetauscht werden.

Beides ist nicht passiert. Der Hersteller teilte wohl mit, dass sich die Matratze mit der Zeit anpassen würde und ich doch bitte mit dem Härtegraden des Lattenrostes arbeiten möge. Dies war genau entgegengesetzt dessen, was die Verkäuferin mitteilte. Und den Lattenrost habe ich schon auf weiche Stufe gestellt.

Im Übrigen habe ich mich beim Kauf des Lattenrosten ebenfalls von der Verkäuferin beraten lassen, um auf der sicheren Seite zu sein, den richtigen Lattenrost zu kaufen.

Seitdem geht es hin und her. Eher von meiner Seite. Denn ich habe seitdem täglich Schmerzen, bin unausgeschlafen, nehme sogar täglich Tabletten gegen meine Schmerzen und kann seit heute meinen Kopf nicht mehr drehen.

Habe ich irgendeine Chance auf einen Umtausch? Das Modell hat im Angebot knapp 900€ gekostet!

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Entscheidend für einen Umtausch ist, ob Sie eine mangelhafte Sache erhalten haben. Bei einer mangelhaften Sache stehen Ihnen Mängelrechte zu, unter anderem die Nacherfüllung, vgl. §§ 437 Nr. 1, 439 BGB. Die Nacherfüllung kann in einer Nachbesserung, oder in einer Neulieferung bestehen.

Sollte Ihre Matratze im Härtegrad von dem bestellten Matratzenmodell abweichen, so ist hierin eine Abweichung der vereinbarten Beschaffenheit zu sehen, was einen Mangel darstellt, vgl. § 434 Abs. 1 S. 1 BGB.

In diesem Fall stünde Ihnen wohl das Recht der Neulieferung zu.

Wenn Sie durch die Bestellbestätigung und den Lieferschein darlegen können, dass verschiedene Härtegrade vorliegen, wird dies auch nachweisbar sein.

Zwar gilt bei einem Verbrauchsgüterkauf eine Beweislastumkehr, so dass prinzipiell der Verkäufer nachweisen müsste, dass gerade kein Mangel vorliegt, dies hilft vorliegend jedoch nicht weiter. Sollten keine Vermerke über die Härtegrade vorhanden sein, wird der Verkäufer einfach den Standpunkt vertreten, dass die Matratze geliefert wurde die bestellt wurde und somit kein Mangel vorliegt.

Zusammengefast ist also festzustellen, dass es darauf ankommen wird, ob Sie den Nachweis des unterschiedlichen Härtegrades erbringen können.

Wenn dies der Fall ist, können Sie Nachbesserung verlangen, wird dies abgelehnt, haben Sie das Recht, vom Vertrag zurückzutreten.


Bitte beachten Sie, dass dies nur eine vorläufige Einschätzung ist, die anhand Ihrer Angaben erstellt wurde.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Marco Lott
Rechtsanwalt

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