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Umstrukturierung ohne Änderungskündigung: Wie Chancen wahren?

| 04.10.2010 16:35 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle


Hallo,

ich hatte meinen Fall bereits an dieser Stelle geschildert (http://www.frag-einen-anwalt.de/forum_topic.asp?topic_id=109493&__utma=1.1489620895.1278928549.1278928549.1286201735.2&__utmb=1.10.10.1286201735&__utmc=1&__utmx=-&__utmz=1.1286201735.2.2.utmcsr=frag-einen-anwalt.de|utmccn=%28referral%29|utmcmd=referral|utmcct=/&__utmv=-&__utmk=222171928) und beschränke mich deshalb auf einen wesentlichen Aspekt:

Nochmal kurz die Ausgangslage: Mein Arbeitgeber möchte die Firma umstrukturieren. Dabei verliere ich meinen Posten als selbstständige Führungskraft mit Akquiseaufgaben, da er in zwei Posten aufgespalten wird: Führung ODER Akquise.

Damit bin ich nicht einverstanden, aber Gespräche mit der Geschäftsführung verliefen ohne Ergebnis.

Der Arbeitgeber hat diese Umstrukturierung öffentlich bekannt gegeben und ebenso öffentlich neue Posten ausgeschrieben, auf die wir uns nun in den nächsten Tagen bewerben sollen. Er geht davobn aus, dass diese Umstrukturierung von seinem Weisungsrecht gedeckt ist und deshalb keine Änderungskündigung notwendig sei.

Ich traue mich nicht, mich nun nicht auf die neuen Stellen zu bewerben und auf einen Prozess zu bauen, da es faktisch das Ende meiner Tätigkeit bedeuten würde, selbst wenn ich gewänne.

Umgekehrt möchte ich die meines Erachtens falsche Vorgehensweise und die meines Erachtens ebenfalls unkorrekte Auslassung einer Ändreungskündigung nicht durch eine Bewerbung implizit "heilen".

Frage: Wie müsste ein Vorbehalt bei einer Bewerbung auf die neuen Stellen formuliert sein, so dass ich auch später das Ganze noch anfechten kann (d.h. Kündigung erzwingen und dann Kündigungsschutzklage einreichen o.ä.)?

Sehr geehrter Ratsuchender,



Sie müssten in der Bewerbung deutlich machen, dass unter Beibehaltung Ihrer bisherigen Rechtsposition und einer späteren Überprüfung durch Dritte die Bewerbung allein und ohne irgendeine Anerkennungsfiktion erfolgt.


Einen wortwörtlichen Text vorzugeben, ist ohne Kenntnis aller Gesamtumstände und der bisherigen vertraglichen Situation nicht möglich, würde zudem auch den Nutzungsbedingungen dieser Erstberatungs-Plattform zuwiderlaufen.


Sie können sich Ihre Rechte aber offenhalten, wenn aus dem Text die oben geschilderte Einschränkung deutlich verständlich wird.




Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle

Bewertung des Fragestellers 04.10.2010 | 17:50

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