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Umschulung zum Zeitpunkt der Scheidung


14.10.2007 10:29 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Ich bin seit 10,5 Jahren verheiratet (mit Ehevertrag, Unterhalt in Notsituationen, beide berufstätig, ohne Kinder.) Vor 8 Jahren finanzierte ich meiner Frau (Schulabschluss: Fachhochschulreife) eine Ausbildung zur staatlich geprüften Kosmetikerin und sie machte sich damit mit verschiedenen Kosmetiksalons 4 mal selbständig und konnte davon ihren Lebensunterhalt bestreiten - brachte diese Unternehmungen aber nicht nachhaltig zum Laufen (ungünstige Lage, fehlender Kundenstamm etc.)und gab diese nach ca. 1-2 Jahren wieder auf. Zwischendurch arbeitete sie kurzzeitig als Angestellte (Kosmetikverkauf, Cateringservice). Zwischenzeitlich kriselt die Ehe, meine Frau machte wieder Konkurs und zog aus der Ehewohnung aus. Sie verlangt seit August über einen Rechtsanwalt Unterhalt (35 %)und hat sich zeitgleich zu einer privatfinanzierten, 2-jährigen Ausbildung zur Köchin angemeldet, um ´ein neues Leben´ zu beginnen. Vermögen hat sie nicht. Aus meiner Sicht spricht aber nichts dagegen (Alter 37, gesund, unabhängig, qualifiziert), dass sie sich eine Anstellung sucht. Die Fronten sind derzeit verhärtet und 2 Rechtsanwälte taktieren. Frage: Wie stehen die Chancen/Risiken, dass sich meine Frau mit dieser Taktik im Falle Trennung/Scheidung einen (verlängerten) Unterhalt zugesprochen bekommt?

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Sehr geehrter Ratsuchender,


hier stehen die Chancen für die Ehefrau, Unterhalt zu bekommen, schlecht.


Für den nachehelichen Unterhalt greift nach Ihrer Darstellung hier der Ehevertrag ein. Eine Unterhalt begründene Notsituation ist nicht gegeben, da die Frau diese Situation selbst herbei geführt hätte.


Aber auch hinsichtlich des Trennungsunterhaltes (der derzeit offensichlich Gegenstand des Streites ist) sehe ich nach Ihrer Darstellung keine realisierbaren Chancen für die Ehefrau:

Dadurch, dass sie sich nun offenbar selbst verwirklichen will, ist keine unterhaltsbegründende Situation eingetreten, nachdem sie nicht nur schon eine Ausbildung finanziert bekommen hat, sondern auch mehrfach schon tätig gewesen ist.

Hier wird die Frau also in der Tat darauf zu verweisen sein, dass sie Ihre Selbstverwirklichung selbst zu finanzieren hat. Zwar kann ihr der Weg als solches nicht verwert werden - aber zahlen muss der Mann dafür nicht.





Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 14.10.2007 | 11:05

Vielen Dank für die präzise Antwort.

Wird bei der Unterhaltsfeststellung für den Trennungsunterhalt ein fiktives Einkommen anzusetzen sein, da sie sich weigert, selbst für ihren Unterhalt zu sorgen bzw. diese Möglichkeit umgehen will (bis dato keinerlei Bemühungen für Bewerbungsaktivitäten) aufgrund der vor einer Woche begonnenen Ausbildung?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 14.10.2007 | 12:01

Sehr geehrter Ratsuchender,


es wird schon bei der Frage der Bedürftigkeit berücksichtigt, so dass die Frau dann gar nicht als bedürftig im Sinne des Unterhaltsrechtes anzusehen wäre.


Gleichwohl sollte auch SIE Annonnce sammeln und sichern, auf die die Frau sich HÄTTE bewerben können. Spätestens dann wird sie in Erklärungsnotstand geraten.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

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