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Umschlaggestaltung als Arbeitnehmer


| 11.12.2005 18:43 |
Preis: ***,00 € |

Urheberrecht, Markenrecht, Patentrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Arnd-Martin Alpers



Für ein renommiertes Frankfurter Museum habe ich auf Wunsch des Bestellers (Kunden) einen Umschlag entworfen, der mit marginalen Korrekturen auch Verwendung fand.

Mein Arbeitgeber (Full-Service-Druckerei) hat gegen meinen ausdrücklichen Protest den Urheberhinweis im Impressum (Umschlaggestaltung: Vorname Nachname, Stadt) streichen lassen und diesen Umschlag ohne Hinweis gedruckt (mein Arbeitgegber empfindet es als eine »Frechheit«, dass ich mich verewigen möchte). Eine vertragliche Grundlage zur Übertragung des Nutzungsrechts von Entwurfsarbeiten meinerseits an meinen Arbeitgeber besteht nicht.

Anzumerken wäre noch, dass ich bereits seit 1998 im genehmigten Nebengewerbe eine Agentur für Kommunikationsdesign betreibe und mich somit zwangsläufig natürlich auch mit dem Urheberrecht auseinandersetze.

Ich glaube, dass das Urheberrecht hier eindeutig ist, möchte aber gerne eine rechtsverbindliche Rückmeldung.

Die Kernfrage also: hat mein Arbeitgeber rechtens gehandelt oder gegen Urheberrecht verstoßen (indirekt sogar der Kunde?)?
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte:

Als derjenige, der den Umschlag entworfen hat, sind Sie Urheber.

Damit haben Sie auch gem. § 13 UrhG das Recht, Ihr Werk mit einer Urheberbezeichnung zu versehen. Mangels einer anderweitigen Vereinbarung darf der Inhaber des Nutzungsrechts (Ihr Arbeitgeber) diese Urheberbezeichnung auch nicht ändern, § 39 UrhG.

Etwas anderes kann allenfalls gelten, wenn betriebliche Dinge eine Änderung erfordern (z.B. wenn durch die Signierung einer Werbegrafik der Werbezweck gefährdet wird). Außerdem wird vertreten, dass auf auf die Nennung aufgrund einer "Branchenüblichkeit" verzichtet werden kann.

Eine derartige Branchenüblichkeit vermag ich hier nicht zu entdecken, da es durchaus üblich sein dürfte, dass der Urheber eines Umschlags auf diesem auch genannt wird.

Demzufolge teile ich Ihre Auffassung, dass hier Ihr Urheberrecht auf Namensnennung verletzt wurde.

Mit freundlichen Grüßen

Arnd-Martin Alpers
Rechtsanwalt

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