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Umsatzsteuervoranmeldung - Elektronische Dienstleistungen usw

| 06.02.2015 14:19 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


Ich arbeite gerade an meiner ersten Umsatzsteuervoranmeldung und habe einige Fälle von Umsätzen, bei denen ich mir nicht sicher bin, ob/wie ich sie zu übermittlen habe.

Zu meinem Hintergrund: ich verkaufe über einen Online-Shop selbst entwickelte Software und entwickle Websites/Webapplikationen im Kundenauftrag. Bis letztes Jahr geschah das nebenberuflich als Kleinunternehmer (Einzelunternehmen). Seit diesem Jahr bin ich zur Regelbesteuerung übergegangen und mach das ganze in Vollzeit.

Neu für mich sind einerseits die Umsatzsteuer und andererseits die seit diesem Jahr gültigen neuen EU-Regelungen zur Umsatzsteuer beim Verkauf von elektronsichen Dienstleistungen an Privatkunden in der EU (das liegt bei mir im Kontext des Software-Verkaufs oft vor). Ich beziehe mich auf diese Änderungen:
http://www.haufe.de/steuern/gesetzgebung-politik/elektronische-dienstleistungen-und-mini-one-stop-shop-ab-2015_168_223538.html
http://www.lexware.de/buchhaltung-und-steuern/umsatzsteuer-2015-neue-meldepflicht-fuer-elektronisch-erbrachte-dienstleistungen

Ich habe mich letztes Jahr noch rechtzeitig für das MOSS (Mini-One-Stop-Shop) Verfahren beim BZSt angemeldet.
Auch wenn es für diese Beratung wohl nicht von Relevanz ist: ich habe einen Antrag auf Ist-Versteuerung gestellt, der vom FA auch bestätigt wurde.


Es geht mir um folgende Geschäftsvorfälle für die ich Unterstützung bei der Eintragung in der Umsatzsteuervoranmeldung 2015 benötige.

=== Einnahmen ===

1. Verkauf von Software an EU-Privatkunden
Das ist von der angesprochenen Neuregelung betroffen (da die Software automatisiert und ohne kundenspezifische Anpassung verkaut wird). Diese Kunden bekommen von mir eine Rechnung mit dem MwSt. Satz des jeweiligen Herkunftlandes. Das heißt ein Deutscher zahlt 19%, ein Italiener 22% und ein Grieche 23% Umsatzsteuer.
Soweit ich es verstehe, muss ich die Netto-Umsätze in der Zeile 42 (Kennzahl 45) eintragen. Die "eingetriebenen" Steuerbeträge anderer EU-Länder werden nicht in die Umsatzsteuervoranmeldung eingetagen, weil diese wohl später (vierteljährlich) an das BZSt zu schicken sind. Meine Fragen zu diesem Fall: habe ich das soweit richtig erfasst?
Was ist mit den "deutschen" Umsätzen? Diese werden dort nicht hier reingenommen, oder? Kommen die mit in die Zeile 26?

2. Verkauf von Software an EU-Geschäftskunden mit USt.-IdNr.
Diese Kunden bekommen von mir eine Rechnung ohne Umsatzsteuer, sofern sie eine gültige EU USt.-IdNr haben. Wo trage ich diese Umsätze auf der USt.-Voranmeldung ein?

3. Verkauf von Software an Nicht-EU Kunden (z.B. USA oder Schweiz)
Diese Kunden bekommen von mir eine Rechnung ohne Umsatzsteuer. Wo trage ich diese Umsätze auf der USt.-Voranmeldung ein?

4. Einnahme über Werbe- und Affiliate-Programme innerhalb der EU (z.B. Google AdSense in Irland)
Hier bekomme ich Provisionen von den Anbietern überwiesen. Diese haben eine gültige EU USt.-IdNr. Da ist es also an mir eine Pro-Forma Rechnung ohne Umsatzsteuer auszustellen - hier gehe ich davon aus, dass es wie bei anderen elektronischen Dienstleistungen an Geschäftskunden (siehe Punkt 2.) gehandhabt wird, oder?

5. Einnahme über Werbe- und Affiliate-Programme außerhalb der EU (z.B. Clickbank in den USA)
Hier bekomme ich Provisionen von den Anbietern überwiesen. Da ist es also an mir eine Pro-Forma Rechnung ohne Umsatzsteuer auszustellen - hier gehe ich davon aus, dass es wie bei anderen elektronischen Dienstleistungen in Drittländer (siehe Punkt 3.) gehandhabt wird, oder?

6. Einnahmen über kundenspezifische Programmierungen in DE
Das ist der m.M.n. einfachste Fall: ich baue jemand aus Deutschland eine Website/Software in dessen Auftrag und stelle der Person / dem Unternehmen eine Rechnung mit 19% Umsatzsteuer aus. Hier würde ich auch die Zeile 26 nehmen. Ist das richtig?

7. Einnahmen über kundenspezifische Programmierungen für EU-Privatleute
Hier weiß ich nicht, ob ich Mehrwertsteuer auf den Rechnungen ausweisen muss. Ist dem so? Wenn ja: welcher Satz - der deutsche oder der des EU-Herkunftlandes? Und wo wird es in der Umsatzsteuervoranmeldung eingetragen?

8. Einnahmen über kundenspezifische Programmierungen für EU-Geschäftskunden
Hier weiß ich nicht, ob ich Mehrwertsteuer auf den Rechnungen ausweisen muss. Ist dem so? Wenn ja: welcher Satz - der deutsche oder der des EU-Herkunftlandes? Und wo wird es in der Umsatzsteuervoranmeldung eingetragen?

9. Einnahmen über kundenspezifische Programmierungen für Nicht-EU Kunden
Hier weiß ich nicht, ob ich den deutschen Mehrwertsteuersatz auf den Rechnungen ausweisen muss. Ist dem so? Und wo wird es in der Umsatzsteuervoranmeldung eingetragen?

=== Ausgaben ===

1. Ich habe diverse Ausgaben von Nicht-EU Privatleuten und Nicht-EU-Unternehmen (z.B. für in Indien, Pakistan oder USA sitzende Freiberufler, die für einen Geldbetrag Artikel für Online Blogs schreiben), bei denen keine Umsatzsteuer ausgewiesen ist. Das heißt also auch, dass diese nicht in der Umsatzsteuervoranmeldung berücksichtigt werden können, oder?

2. Ich habe Ausgaben für von Google geschalteten Werbeanzeigen (Google AdWords), wo ich Rechnungen von der in Irland sitzenden Gesellschaft ohne Umsatzsteuer bekomme. Auch hier kann/brauche ich diese nicht in der Umsatzsteuervoranmeldung eintragen, oder?

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!


Einsatz editiert am 06.02.2015 15:04:31

06.02.2015 | 17:04

Antwort

von


(529)
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Tel: 0241 - 53809948
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Sehr geehrter Ratsuchender,

gern beantworte ich Ihre Frage anhand Ihrer Sachverhaltsdarstellung wie folgt.

zu 1) Nahezu perfekt das Ergebnis Ihrer bisherigen Recherchen.
Alle im Inland erzielten Umsätze mit dem Regelsteuersatz tragen Sie ausnahmslos in Zeile 26 KZ 81 ein.
Wie Sie das schon völlig richtig dargestellt haben, sind alle weiteren nicht im Inland erzielten Umsätze (netto) bei KZ 45 einzutragen, unabhängig davon, ob diese aus Drittländern oder dem EU Gebiet von Verbrauchern herrühren.

zu 2) Diese sind hier unter KZ 60 einzutragen. Da Sie keine Waren liefern die unter § 13b Abs. 2 Nr. 10 UStG fallen, wie Mobilfunkgeräte usw. ist das KZ 68 unzutreffend.

zu 3) Zur Bestimmung des Leistungsortes einer sonstigen Leistung ist § 3a UStG heranzuziehen. Für Verbraucher oder Unternehmer mit einem Wohnsitz oder Sitz im Drittlandsgebiet, wird die sonstige Leistung nach Abs. 4 an dessen Wohnsitz oder Sitz erbracht. Insoweit würde ich Ihre speziellen Leistungen unter Nr. 2 oder 4 des Satzes 2 einordnen wollen.
Auch diese Umsätze gehören in die Zeile 42 (KZ45).

zu 4) Richtig.

zu 5) Richtig.

zu 6) Das meine Antworten nicht so langweilig ausfallen, weil Sie auch hier völlig richtig liegen, möchte ich hier einmal auf § 1 Abs. 1 Nr. 1 UStG verweisen.
(1) Der Umsatzsteuer unterliegen die folgenden Umsätze:
1.
die Lieferungen und sonstigen Leistungen, die ein Unternehmer im Inland gegen Entgelt im Rahmen seines Unternehmens ausführt.

zu 7) Hier schreiben Sie zwar, dass Sie es nicht wissen. Ich möchte einmal auf den von Ihnen aufgezeigten link zu haufe.de leiten. Hier werden sehr viele Beispiele benannte, die elektronische Dienstleistungen darstellen. Im Regelfall sind Websites sehr individuell, also Kundenspezifisch. Von daher ist hier nicht anders zu verfahren als unter Punkt (1). Die Umsatzsteuer des Landes in dem der Verbraucher seinen Wohnsitz hat und die Leistung empfängt, gilt als Leistungsort und ist daher maßgeblich.

zu 8) auch hier ist unumwunden auf Punkt (2) zu verweisen und entsprechend zu verfahren, also keine Umsatzsteuer ausweisen und auf der Rechnung vermerken, dass nach § 13b UStG der Leistungsempfänger der Steuerschuldner ist.

Auch zu Punkt (8) ist nichts anderes zu sagen als unter Punkt (3) bereits gesagt wurde, das UStG macht keine Unterscheidung zwischen Standard- und Individualleistung (kundespezifisch). Ggf. könnten wir innerhalb der sich eventuell ergebenden Nachfrage klären, wie Sie hier zu einer Unterscheidung Ihrer sonstigen Leistung und einer unterschiedlichen Behandlung derer bei der Entstehung der Umsatzsteuer kommen.

===Ausgaben===

Punkt 1
Ungern möchte der deutsche Staat für die Steuererhebungen anderer Staaten aufkommen. Von daher ist eine Erklärung Ihrer in Drittstaaten belegenen betrieblichen Ausgaben bei der Umsatzsteuervoranmeldung oder auch der Umsatzsteuererklärung völlig uninteressant. Diese gehören hier nicht hinein.

Punkt 2

Grundsätzlich gilt das oben gesagte, aber hier möchte ich auf das unter Einnahmen Punkt 2 gesagte verweisen. Ihre Rechnung aus Irland sollte den Hinweis enthalten, dass die Steuerschuldnerschaft bei Ihnen liegt. Insoweit wäre hier die Umsatzsteuer unter KZ 46 (Zeile 48) einzutragen. Gleichzeitig können Sie aber soweit die Voraussetzungen und eine ordnungsgemäße Rechnung nach § 15 Abs. 1 Nr. 1 UStG vorliegen diese als Vorsteuer unter KZ 66 eintragen und zurückerhalten.


Mit freundlichen Grüßen

Andreas Wehle
Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Andreas Wehle

Rückfrage vom Fragesteller 09.02.2015 | 11:22

Sehr geehrter Herr Wehle,

danke für Ihre hilfreiche Beantwortung. Es ist zwar gut zu Wissen, dass ich größtenteils auf der richtigen Spur bin, allerdings muss ich folgende Themen noch mal ansprechen, da ich hier bisher andere Meinung vertreten habe und nun verunsichert bin.

=== Kriterium von elektronischen Dienstleistungen ===

Bisher bin ich davon ausgegangen, dass die zum 01.01.2015 gültige Neuregelung zum Leistungsort von elektronischen Dienstleistungen für EU Privatkunden nur Leistungen betrifft, die automatisiert bzw. mit minimaler manueller/menschlichem Aufwand einhergehen.

Hier meine Quellen diesbezüglich:
http://www.bzst.de/DE/Steuern_International/USt_Kontrollverfahren_ZM_eCommerce/VAT_on_eService/FAQ/FAQ_Texte/faq_01.html?nn=50538
http://www.kanzlei-machulla.de/2015/01/29/mehrwertsteuer-paket-der-eu/

Daher fallen für mich meine Software, die automatisiert über das Internet OHNE kundenspezifische Anpassung und OHNE manueller Interaktion ganz klar unter diese Neuregelung.
Dem gegenüber stelle ich die kundenspezifische Anpassung oder komplette Neuprogrammierung von Software und Websites. Hier ist der Prozess sehr manuell und individuell: Kunden kontaktieren mich per E-Mail oder Telefon, es gibt i.d.R. mehrere E-Mail und Telefon-Gespräche, manchmal sogar ein persönliches Treffen mit dem Kunden bevor ich Ihnen ein individuelles Angebot erstelle und nach dessen Beauftragung tätig werde. Zusammengefasst: nur weil ich den Hauptteil der Arbeit mit einem PC erledige, muss es sich ja noch nicht um eine elektronische Dienstleistung handeln.

Für mich ist das wesentliche Unterscheidungskriterium, wie viel manueller Aufwand nötig ist. Beim Software-Verkauf ist der faktisch nicht vorhanden, bei den individuellen Kundenprojekten beträgt er nahezu 100 Prozent.

Ich bitte Sie diese Betrachtungen zu bewerten und dann noch mal meine Fragen 7), 8) und 9) zu beantworten/erläutern in Bezug auf Rechnungsstellung und Eintragung in die Umsatzsteuervoranmeldung.


=== Ausgaben -> Reverse-Charge ===
Hier noch mal die Nachfrage zu meiner Frage bezüglich Rechnungen von Google in Irland.
Sollte die Formulierung "Dienste, die dem Reverse-Charge-Verfahren unterliegen - Für die Mehrwertsteuer muss gemäß Artikel 196 der EU-Richtlinie 2006/112/EC der Empfänger aufkommen." präsent sein:
Muss ich dann selbst die deutsche Umsatzsteuer von dem ausgewiesenen Betrag berechnen und kann dies als Vorsteuer geltend machen?
z.B. Rechnungsbetrag 100 Euro --> kann ich dann 19 Euro als Vorsteuer angeben? Das käme mir komisch vor, da ich ja nur 100 Euro an Google überweise.
Oder wird 100 - (100 / 1,19) = 15,97 als MwSt. angesetzt?

Ich will da keine falschen Angaben machen, auch in Hinsicht auf die Ausgabenermittlung bei der EüR.


Vielen Dank!



Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 09.02.2015 | 17:59

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Nachfrage und das konkretisieren des Sachverhaltes.

Den durch Ihren Hinweis recherchierten Umsatzsteuer-Anwendungserlass ist die Angelegenheit sehr viel differenzierter zu beurteilen. Entgegen Ihrer Auffassung kommt es nicht allein auf die Unterscheidung automatisiert ohne bzw. nur mit minimalem menschlichen Aufwand an, sondern vielmehr nach der Art und Weise der sonstigen Dienstleistung. Der Umsatzsteuer-Anwendungserlass Stellt dazu eine recht beträchtliche Zahl von Beispielen unter Punkt 3a.12. S. 148ff. zur Verfügung.
http://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Downloads/BMF_Schreiben/Steuerarten/Umsatzsteuer/Umsatzsteuer-Anwendungserlass/Umsatzsteuer-Anwendungserlass-aktuell-Stand-2015-01-27.pdf?__blob=publicationFile&v=57

Unter Umständen könnte insoweit die von Ihnen individuell erbrachte Leistung bei Kunden (Nichtunternehmer) im sog. Drittstaatsgebieten nach § 3a Abs. 4 Satz 2 Nr. 4 UStG als Datenverarbeitung subsumiert werden. Ggf. auch denkbar wäre in einem solchen Fall, dass Nr. 2 nachvollziehbar dargestellt werden könnte. In diesem Fall würde sich der Leistungsort am Wohnsitz oder Sitz des Leistungsempfängers befinden, was die Leistung im Ganzen als nach § 1 UStG nicht steuerbar deklarieren würde und somit eine Umsatzsteuer nicht entstünde.

Bei Inländischen Kunden gilt für den Leistungsort der sonstigen Leistung nach wie vor § 3a Abs. 1 UStG , hier ist der Leistungsort der Ort Ihrer Betriebsstätte, so dass hier der Regelsteuersatz anfällt unabhängig von der Art der sonstigen Leistung.

§ 3a Abs. 5 UStG bestimmt den Leistungsort als den Ort des Wohnsitzes des Leistungsempfängers für die hier näher definierten sonstigen Leistungen...
sonstige Leistungen im Sinne des Satzes 1 sind:
1. ...;
2. ...;
3. die auf elektronischem Weg erbrachten sonstigen Leistungen.

Der Anwendungserlass, der im Übrigen auch nicht als strickte Vorgabe zu sehen ist, allenfalls als orientierende Richtlinie, verweist auf Tätigkeiten wie Websites, Webhosting Bereitstellung von Software, Bildern Texten usw., bereitstellen von Datenbanken oder Fernunterricht, auch aufgrund von Kundenspezifischen Informationen wie etwa aus dem Finanz- und Rechtsbereich.

Hingegen nicht als derart unter Abs. 5 fallende sonstige Leistungen sollen beispielsweise die Erstellung von Software, die mittels Medium vertrieben werden gelten. Hier ist der Lieferungsaspekt vorherrschend, so dass hier eine umsatzsteuerrechtliche Lieferung anzunehmen ist.
Weiterhin sind beispielsweise die Anpassung von Software an die besonderen Bedürfnisse des Abnehmers nicht nach Abs. 5 UStG zu behandeln, so dass hier der Grundsatz von Abs. 1 bei Nichtunternehmern und Abs. 2 bei Unternehmern gilt. Also 19 % bzw. Steuerschuldnerschaft beim Leistungsempfänger.

Zusammenfassend noch einmal kurz...
7) soweit Ihre Leistung entsprechend den o.g. Beispielen nicht unter Abs. 5 zu subsumieren ist, tritt der Standardfall ein und der Leistungsort nach Abs. 1 der Sitz Ihres Unternehmens, als 19 % USt.
8) keine Änderung der Sachfrage, da Art. 5 ausschließlich Nichtunternehmer betrifft, auch hier ist der Leistungsort, unabhängig von der Art der Leistung bzw. Leistungserbingung nach Abs. 2 der Sitz des Leistungsempfängers.
9) Hier ist der Leistungsort nach § 3a Abs. 2 S. 1 UStG am Ort des Leistungsempfängers gelegen und damit nicht im Inland, von daher nicht steuerbar. Ein entsprechender Hinweis auf der Rechnung empfiehlt sich.

Ausgaben

Die Rechnung von Google ist soweit in Ordnung, Sie wäre insoweit verpflichtet hieraus die entsprechende deutsche USt zu erklären und können dies wie gesagt als Vorsteuer wieder geltend machen.
Entsprechend Ihres Beispiels wären von Ihnen bei einem Rechnungsbetrag in Höhe von 100 Euro also 19 Euro Umsatzsteuer zu erklären (KZ 46/47) und diese gleichzeitig als Vorsteuer (KZ 66) zu erklären. Letztlich ergibt das für den Unternehmer, bei ordnungsgemäßer Rechnung, eine Nullrunde, da sich die Umsatzsteuer im Regelfall mit der Vorsteuer ausgleicht.

Gern stehe ich Ihnen auch außerhalb dieses Portals für weitergehende Fragen zur Verfügung. Augenblicklich hoffe ich Ihre Fragen hinreichend beantwortet zu haben und verbleibe
Mit freundlichen Grüßen

RA A. Wehle

Bewertung des Fragestellers 09.02.2015 | 18:40

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