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Umsatzsteuer nachfordern

22.04.2017 18:23 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Alexander Busch


Hallo,
Ich war von November 2016 bis März 2017 als Einzelunternehmer tätig. Ich war davon ausgegangen, dass ich unter die Kleinunternehmerregelung falle, da ich in den beiden Monaten 2016 ca. 8000 Euro von einem Auftraggeber eingenommen habe. Ich habe deswegen meine Rechnungen im November Dezember und Januar jeweils ohne Mehrwertsteuer gestellt. Das Finanzamt hat mich aber nun darüber aufgeklärt, dass man diesen Betrag auf das Jahr hochrechnen muss. Wenn man so rechnet, liege ich weit über der Grenze für Kleinunternehmer von 17500 EURO. Seither habe ich meine Rechnungen mit Mehrwertsteuer gestellt.
Der Auftraggeber ist kulant und will die Umsatzsteuer der drei ersten Rechnungen nachzahlen. Ich habe also eine Korrekturrechnung zu den ersten drei Rechnungen gestellt, in der die Rechnungsbeträge der drei Rechnungen und Mehrwertsteuer enthalten sind und ein Punkt "Bereits gezahlt" mit den ursprünglichen Rechnungsbeträgen, so dass als zu zahlender Betrag die Mehrwertsteuer übrig bleibt.
Die Buchhaltung des Auftraggebers hat mir aber mitgeteilt, dass das so nicht geht, da dann der Rechnungsbetrag zweimal ausgestellt werden würde. Ich solle zu den drei Rechnungen jeweils eine Stornorechnung ausstellen. Wie ich dann die Rechnung zu der Mehrwertsteuer ausstellen muss, solle ich meinen Steuerberater fragen. Also:

1) Ich gehe davon aus, dass auf den Stornorechnungen einfach der ursprüngliche Rechnungsbetrag negativ als Gutschrift stehen muss, richtig?

2) Welche Punkte müssen auf der Rechnung stehen, mit der ich die Mehrwertsteuer nachfordere?

3) Wie müssen all diese Rechnung datiert sein? Auf das tatsächliche Datum, also z.B. heute, oder muss ich z.B. die Rechnungen von 2016 auf 2016 zurückdatieren?

4) Müssen die Rechnungen speziell bezeichnet werden, z.B. als "Korrekturrechnung" o.ä.?

5) Bin ich hier tatsächlich auf die Kulanz des Auftragsgebers angewiesen oder habe ich einen Rechtsanspruch auf Nachzahlung? Der Auftraggeber ist ein kleines Unternehmen mit ca. 20 Mitarbeitern.

Vielen Dank.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Die Stornorechnung müsste den negativen Rechnungsbetrag enthalten und als "Stornorechnung" o.ä. betitelt werden. Datiert wird die Rechnung auf das aktuelle Datum.

Allerdings gibt es noch eine weitere, einfachere Möglichkeit:
Sie könnten schlicht eine neue Rechnung mit aktuellen Datum erstellen, welche die sonstigen Pflichtangaben vollständig und zutreffend enthält. Diese Rechnung ergänzen Sie um folgenden Zusatz: „Diese Rechnung ersetzt die Rechnung vom … [Datum der Ursprungsrechnung] (Rechnungsnummer: … [Nummer der Ursprungsrechnung]). Bitte beachten Sie, dass ausschließlich diese Rechnungsausfertigung zum Zwecke des Vorsteuerabzugs verwendet werden darf."

Ob Sie auf die Kulanz des Auftraggebers angewiesen sind, kommt auf den ursprünglichen Vertrag an. War ein Festpreis vereinbart und kein Hinweis auf die Umsatzsteuer enthalten, so wären Sie tatsächlich auf die Kulanz des Vertragspartners angewiesen. War jedoch ein Netto-Preis vereinbart, so wäre dieser ohnehin um die jeweils gültige Umsatzsteuer zu erweitern gewesen. HIer müsste also der ursprüngliche Vertrag noch einmal geprüft werden.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 24.04.2017 | 14:45

Vielen Dank für den Hinweis auf die vereinfachte Rechnung. Aber ich möchte das gerne mit der stornorechnung, wie vom Auftraggeber gefordert, machen. Könnten Sie mir bitte deswegen noch Frage 2-4 beantworten?
Vielen Dank.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 24.04.2017 | 14:52

2) Die neue Rechnung muss ALLE Pflichtangaben einer Rechnung enthalten.

3) Sie datieren diese Rechnung auf den Tag der tatsächlichen Neuerstellung der Rechnung.

4) Sie nennen diese neuen Rechnungen einfach "Rechnung".

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