Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.084
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Umsatzsteuer im innergemeinschaftlichen Warenverkehr


30.05.2006 16:32 |
Preis: ***,00 € |

Wirtschaftsrecht, Bankrecht, Wettbewerbsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Alexandros Kakridas



Unternehmer U sitzt in Deutschland und erwirbt eine Webdesignleistung im Wert von 100 Euro von Designer D, der in Österreich sitzt. U und D verfügen beide über eine gültige Umsatzsteueridentifikationsnummer ihres Landes.

1) Muß D in seiner Rechnung die Umsatzsteuer von 20% ausweisen?

2) Wenn 1) mit Ja zu beantworten ist: Was muß U unternehmen, um die Umsatzsteuer zurückerstattet zu bekommen?

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

ich bedanke mich für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage des von Ihnen geschilderten Sachverhalts wie folgt summarisch beantworten will:

Grundsatz der umsatzsteuerlichen Regelungen über grenzüberschreitenden Dienstleistungen ist, dass diese der Umsatzbesteuerung des Landes unterfallen, in der der leistende Unternehmer sein Unternehmen betreibt.

Es gibt aber auch Ausnahmeregelungen zu diesem Grundsatz.
So kann z.B. auch der Tätigkeitsschwerpunkt des leistenden Unternehmers oder der Ansässigkeitsort des Dienstleistungsempfängers herangezogen werden.

Die Rechtsgrundlage zur Feststellung des Leistungsortes bildet § 3a Umsatzsteuergesetz.
Die dort aufgelisteten sog. Katalogleistungen sind immer dort steuerbar wo der Empfänger der Leistungen sein Unternehmen hat, also für D in Deutschland.

Laut Ihren Angaben haben Sie eine Webdesigndienstleitung erhalten.
Katalogleistungen im oben genannten Sinne wären in Ihrem Zusammenhang z.B. Werbeleistungen, sowie Leistungen die der Öffentlichkeitsarbeit dienen( Werbemittler, Werbeagenturen).
Weiterhin technische Beratertätigkeiten, Softwareüberlassung auf elektronischem Weg oder Datenverarbeitungsleistung.

Falls Ihre Webdesigndienstleistung unter eines der genannten Leistungen fällt, müssen Sie keine österreichische Umsatzsteuer bezahlen, diese müsste folglich in der Rechnung nicht angeführt werden. d.h. es ist ohne die Umsatzteuer abzurechnen und als nichtsteuerbare Umsatz im Österreich zu erfassen.

Konkret bedeutet dies, dass D dies bei seinem zuständigen Finanzamt in Österreich bei seiner Umsatzsteuer - Jahreserklärung anzugeben hat.

2. Falls die Webdesigndienstleistung nicht unter einer der obengenannten Leistungen unterfällt, greift die erwähnte Grundregel, d.h. die Umsatzsteuer muss angeführt werden.

Zur Rückerstattung müsste U einen gesonderten Antrag bei den österreichischen Finanzbehörden stellen.

Eine aktuelle Übersicht über die Anschriften aller ausländischen Vergütungsbehören sind unter www.bff-online.de abrufbar.

Ich hoffe, Ihnen eine hilfreiche erste Orientierung ermöglicht zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen


Alexandros Kakridas
- Rechtsanwalt –

Westerbachstraße 23 F
61476 Kronberg

Fon : 06173 – 70 29 06
Fax : 06173 – 70 28 94

www.recht-und-recht.de
kakridas@recht-und-recht.de
FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60078 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ausführlich, verständlich und klar geschrieben. Sehr zufrieden. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr RA Vasel erschien mir sehr kompetent, da er auch bei angedachtem weiteren Verfahren meines Steuerberaters fundierte Bedenken, gerade paradoxerweise bezüglich eventuell sich daraus ergebender steuerlicher Nachteile, hatte ... ...
FRAGESTELLER
3,2/5,0
Ohne Paragraphenangabe, alles pi x Daumen, man hätte zb § 850d ZPO oder sowas erwähnen können, Frage wurde obendrein unvollständig beantwortet aber Alles in Allem eine kleine Übersicht, musste im Endeffekt trotzdem alles Nachschlagen ... ...
FRAGESTELLER