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Umsatzsteuer ebay-VK Differenzbesteuerung wird NICHT von FA akzeptiert!


23.01.2007 18:26 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht



Guten Tag,

ich bin seit 2001 bei ebay tätig gewesen und aufgrund eines Rechtsstreits mit einem Verkäufer beim FA angezeigt worden.

Meine Verkäufe beliefen sich zw. 2001 und 2006 auf insgesamt 232.446,57 Euro (über das Volumen war ich selbst überrascht)

Ein Großteil (über 80%) der verkauften Waren sind Gebrauchtartikel, davon wiederum ein ca. 1/3 der Waren absolute Privatsachen (CD`s, Kleidungsstücke etc.)

Für die meisten Sachen kann ich keinerlei Rechnungen vorlegen, da diese meist von privat, auf Flohmärkten o.ä. gekauft wurden.

Das FA hat nun nach mehreren Gesprächen (mein Steuerberater war mit dabei) folgendes festgesetzt:

1.: Anerkennung und Abzug von lediglich 10% Privatanteil!

2.: Nachforderung der Umsatzsteuer von 2002 auf 90% meiner Verkäuft zuzügl. Verzugszinsen in 2002-2004

Ich hatte die Liste, die das FA von ebay erhalten hat, mehrfach überarbeitet und ergänzt:

Um
- meine Einkaufspreise (soweit ich diese noch zusammenbekommen habe, z.T. auch durch eBay-Käufe),
- Unterteilung nach Neuware, neuwertig, gebraucht und privat.

Unsere Argumentation, dass dem FA höchstens aus dem Neuwarenverkauf ein Schaden entstanden sei, und für den "Rest" die Differenzbesteuerung anzuwenden sein (bei der aufgrund meiner z. T. höheren Einkaufskosten nichts herausgekommen wäre), liess man sich überhauft nicht ein.

Somit steht die Nachzahlung von 21.500,- Ust., 2.100,-- Zinsen und 1.170,-- Est.-Nachzahlung an.

Meine Frage: Lohnt sich ein Einspruch?, Wenn ja, wie, mit welcher Rechtsunterstützung? (Steuerberater, Rechtsanwalt?)

Das FA liess durchblicken, dass man im Falle eines Einspruchs auch den Straftatbestand der Steuerhinterziehung prüfen werde...

Die Zahlung hat innerhalb 3 Wochen (Est) und 5 Wochen (Ust.) zu erfolgen. Der Bescheid liegt vor.

Ich kann sowohl den Bescheid, als auch die Tabelle zur Verrfügung stellen. Aus der Tabelle gehen die einzelnen Artikel (Überschrift Beschreibung) hervor.

Danke vorab für die Beantwortung!
Sehr geehrter Fragesteller,

Voraussetzung für eine Differenzbesteuerung nach § 25a UStG ist regelmäßig, dass für die verkauften Waren beim Einkauf keine Umsatzsteuer erhoben wurde. Hierfür sind Sie als Unternehmer darlegungs- und beweispflichtig. Es muß mithin dem Finanzamt dargelegt werden, dass die Einkäufe tatsächlich hauptsächlich von privat o.ä. erworben wurden, etwa über entsprechende Bestätigungen etwa der Verkäufer oder, soweit diese (etwa bei Flohmarkteinkäufen) für Sie nicht mehr zu erreichen sind, z.B. über Bestätigung von Personen, die Sie hierbei begleitet haben o.ä. Teilweise spricht bei einigen Gegenständen sicherlich auch der Zustand des Gegenstandes für die Vermutung, dass ein Erwerb von Privat vorliegt. Hier muß also Ihre Einkaufsliste einmal vollständig durchgegangen und entsprechend bearbeitet werden.

Unter dieser Voraussetzung dürfte sich auch ein Einspruch lohnen. Soweit Sie hierbei Unterstützung brauchen, nehmen Sie bitte kurz Kontakt mit mir auf, damit das weitere Vorgehen abgesprochen werden kann.

Soweit das FA desweiteren die Frage einer Steuerhinterziehung andeutet, ist dies zunächst einmal zutreffend, da von Ihnen, so unterstelle ich, keine Steuererklärungen abgegeben wurden, die Ihre eBay-Umsätze enthalten. Allerdings ist für die Frage der Strafbarkeit einer Steuerhinterziehung die Höhe der hinterzogenen Steuern von entscheidender Bedeutung - und da dürfte nach Ihrer Schilderung noch genug Reduzierungspotential vorhanden sein, was allerdings vor einer Einspruchseinlegung, wie geschrieben, noch im Einzelnen geprüft werden sollte.

Mit freundlichen Grüßen
Udo Meisen
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Steuerrecht
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