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Umsatzsteuer bein Kauf einer Eigentumswohnung und Nutzung als Ferienwohnung

| 12.09.2017 16:36 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


Ein Bauträger bietet 12 noch zu errichtende ETW an. Ich möchte eine ETW mit TG-Stellplatz zu ca. 300 T€ erwerben und diese als Ferienwohnung vermieten.
Die Teilungserklärung lässt dies zu.
Meine Fragen:
Kann der Bauträger für die von mir zu erwerbende ETW im Kaufvertrag zur USt optieren, so dass ich die Vorsteuer aus dem Kaufpreis und der künftigen Vermietung geltend machen kann?
Wären im Kaufvertrag dann 252.100 € als Kaufpreis mit dem Zusatz "Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers" auszuweisen?
Ist der Bauträger berechtigt, dann anteilig für diese ETW Vorsteuer aus den Baukosten geltend zu machen, damit aus dieser Vorgehensweise für diesen kein Verlust entsteht?
12.09.2017 | 21:18

Antwort

von


(262)
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63667 Nidda
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Sehr geehrter Fragesteller,

ich beantworte Ihre Frage auf Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben. Bitte beachten Sie, dass schon geringe Abweichungen im Sachverhalt zu einer anderen rechtlichen Bewertung führen können.

"Kann der Bauträger für die von mir zu erwerbende ETW im Kaufvertrag zur USt optieren, so dass ich die Vorsteuer aus dem Kaufpreis und der künftigen Vermietung geltend machen kann? "

Grundstücksveräußerungen sind gemäß § 4 Nr. 12 b UStG Umsatzsteuerfrei. Gemäß § 9 (1) UStG gibt es jedoch die Möglichkeit auf diese Umsatzsteuerbefreiung zu verzichten, wenn der Umsatz an einen anderen Unternehmer für dessen Unternehmen ausgeführt wird. Dies ist gemäß § 9 (2) UStG bei Grundstücksveräußerungen nur möglich, soweit das Grundstück für Umsätze verwendet wird, die den Vorsteuerabzug nicht ausschließen. Der Unternehmer hat die Voraussetzungen nachzuweisen.

Im vorliegenden Fall heißt dies folgendes: Als Vermieter sind Sie Unternehmer. Durch die umsatzsteuerpflichtige Vermietung als Ferienwohnung sind Sie Vorsteuerabzugsberechtigt. Die Option zur Steuerpflicht der Grundstücksveräußerungen ist daher möglich. Evtl. möchte der Bauträger als Nachweis hierfür eine Bescheinigung in Steuersachen aus der hervorgeht, dass Sie für umsatzsteuerliche Zwecke beim Finanzamt erfasst sind. Sollten Sie daher bisher keine umsatzsteuerpflichtige Steuernummer haben, sollten Sie sich mit dem Finanzamt in Verbindung setzen (z.B. mit einem Fragebogen zur steuerlichen Erfassung).

"Wären im Kaufvertrag dann 252.100 € als Kaufpreis mit dem Zusatz "Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers" auszuweisen?"

Aus dem Kaufvertrag muss die (oben genannte) Option nach § 9 (1) UStG hervorgehen. Gemäß § 13b (2) Nr. 3 UStG ist der Leistungsempfänger Steuerschuldner. Ein entsprechender Hinweis hierauf muss ebenfalls im Kaufvertrag enthalten sein. 

"Ist der Bauträger berechtigt, dann anteilig für diese ETW Vorsteuer aus den Baukosten geltend zu machen, damit aus dieser Vorgehensweise für diesen kein Verlust entsteht?"

Der Bauträger ist Vorsteuerabzugsberechtigt soweit er keine steuerfreien Umsätze ausführt, § 15 (2) Nr. 1 UStG. Bei einer Option nach § 9 (1) UStG wäre die Veräußerung der Eigentumswohnung kein steuerfreier Umsatz mehr, mithin hat der Bauträger für die Baukosten dieser Wohnung grundsätzlich einen Vorsteuerabzug.

Ich bitte jedoch zu beachten, dass ein Bauträger nicht verpflichtet ist von der Option nach § 9 (1) UStG Gebrauch zu machen. Sollten für Ihn der Aufwand für die Aufteilung zwischen steuerfreier Veräußerung und Steuerpflichtiger Veräußerung für die Ermittlung des Vorsteuerabzug zu hoch sein, wird er einer Option nach § 9 (1) UStG womöglich nicht zustimmen. ,

Ich hoffe, Ihre Frage umfassend beantwortet zu haben. Sollte dies nicht der Fall sein, nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfrageoption.

Mit freundlichen Grüßen

Krueckemeyer
Rechtsanwalt


Bewertung des Fragestellers 13.09.2017 | 09:48

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