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Umsatssteuer bei Ubersetzungsdienstleistung an eine gesellschaft in Belgien

| 27.01.2009 16:38 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


18:54
Ich bin Übersetzerin und liefere sehr oft Übersetzungen an Belgische Kunden.
Ich habe dabei immer ohne MwSt. fakturiert in das in der UST-Voranmeldung aufgenommen unter
Steuerfreie Umsätze mit Vorsteuerabzug
Innergemeinschaftliche Lieferungen (§ 4 Nr. 1 Buchst. b UStG)
an Abnehmer mit USt-IdNr. (41)

Jetzt bin ich mir aber nicht mehr sicher ob dies wohl richtig ist. Ist eine Übersetzung eine Lieferung oder eine Sonstige Leistung? Wenn es eine sonstige Leistung ist, was muss dann auf der Rechnung stehen? Muss MwSt. in der Rechnung aufgenommen werden. Drittens, wo werden die Umsätze aufgenommen in der UST-Voranmeldung?
27.01.2009 | 17:59

Antwort

von


(139)
Nördliche Auffahrtsallee 65
80638 München
Tel: 089 / 550 559 45
Web: http://www.ra-manfredbinder.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich aufgrund Ihrer Angaben und der Höhe Ihres Einsatzes wie folgt beantworte.

Sonstige Leistungen sind nach § 3 Abs. 9 UStG alle Leistungen, die keine Lieferungen sind.
Nach Art. 6 Abs. 1 Satz 1, 6. RL/Art 24 Abs. 1 MwSTSystRL gilt als Dienstleistung (= sonstige Leistung) jede Leistung, die eine Lieferung eines Gegenstandes ist. Typische sonstige Leistungen sind die Leistungen der Angehöhrigen der freien Berufe.
Dementsprechend zählen Übersetzungen zu den sonstigen Leistungen.

Nach § 3a Abs. 3 UStG gilt folgendes: Ist der Empfänger einer der in Absatz 4 bezeichneten sonstigen Leistungen ein Unternehmer, so wird die sonstige Leistung abweichend von Absatz 1 dort ausgeführt, wo der Empfänger sein Unternehmen betreibt.
In Ihrem Fall ist der Empfänger Ihrer Übersetzung ein Unternehmer, daher gilt Belgien als Leistungsort. Insbesondere der Abs. 4 Nr. 3 des § 3a UStG unterstellt die sonstigen Leistungen aus der Tätigkeit als Übersetzer den sonstigen Leistungen im Sinne des § 3a Abs. 3 UStG .

Ihre Übersetzungstätigkeit gilt also als in Belgien ausgeführt. Daher ist der Umsatz aus Ihrer Übersetzungstätigkeit nicht in Deutschland steuerbar.

Sie sind verpflichtet, dem Leistungsempfänger eine Rechnung über Ihre Leistungen auszustellen.
Jedoch darf die Umsatzsteuer in Ihren Rechnungen nicht ausgewiesen sein. Zudem sollten Sie angeben, dass die Leistung nicht in Deutschland steuerbar ist und der Leistungsort Belgien ist.
In der USt-VA sind diese Umsätze unter Nr. 45 anzugeben, da der Leistungsort sich nicht im Inland befindet.


Ich hoffe, dass ich Ihnen in Ihrer Angelegenheit weiterhelfen konnte. Bei Unklarheiten verweise ich auf die kostenlose Nachfrageoption.


Mit freundlichen Grüßen

Manfred A. Binder
Rechtsanwalt


info@ra-manfredbinder.de

Ich darf schließlich noch auf Folgendes hinweisen:
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen, so dass die Beratung innerhalb dieses Forums lediglich eine erste rechtliche Orientierung in der Sache darstellt und keinesfalls den Gang zu einem Kollegen vor Ort ersetzen kann.



Rückfrage vom Fragesteller 28.01.2009 | 15:05

Herzlichen Dank fúr Ihre Antwort!
Noch eine kleine Frage: Mússen diese Leistungen in einer Zusammenfassende Meldungen aufgenommen werden?
Mit freundlichen Grússen,
S Vdd

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 28.01.2009 | 18:54

Sehr geehrter Fragesteller,

Nein, Sie müssen die Leistungen nicht in zusammenfassende Meldungen aufnehmen und auch keine zusammenfassenden Meldungen in Saarlouis abgeben. Zusammenfassende Meldungen sind nur für Lieferung verpflichtend, § 18a UStG .

Mit freundlichen Grüßen

Manfred A. Binder
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 28.01.2009 | 15:03

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