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Umgehung Makler-Provision

| 14.09.2020 20:41 |
Preis: 35,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Diplom Kaufmann Peter Fricke


Ich bin Verkäufer einer Wohnung und vermarkte diese selbst - ohne Makler. Ein Makler hat gebeten, die Wohnung auch vermarkten zu dürfen, was ich erlaubt habe. Der Makler hat einen Käufer gefunden und mit diesem auch eine Besichtigung durchgeführt. Danach hat der Käufer aber meine Anzeige gesehen mich direkt kontaktiert, um den Kauf direkt mit mir abzuschließen (ohne Makler), denn er möchte die Provision sparen. Ich würde dadurch einen höheren Kaufpreis bekommen und der Käufer spart ebenfalls eine beträchtliche Summe. Die Provision würde etwa €29.000 betragen. Meine Sorge ist, wenn wir den Makler so umgehen würden, läge dann ein Betrugsdelikt vor? Falls ja, wären dann beide Parteien (Käufer und Verkäufer) schuldig, oder nur der Käufer oder nur der Verkäufer? Einen schriftlichen Vertrag mit dem Makler hat nur der Käufer, nicht ich. Durch meine Erlaubnis, dem Makler Besichtigungen zu ermöglichen und zu vermarkten, habe ich eigentlich gewissermaßen auch einen Vertrag mit dem Makler, wenn auch nicht schriftlich, aber wohl basierend auf einvernehmlichem Handeln.

Sehr geehrter Ratsuchender,

das das Vorhaben ja nur heimlich funktionieren kann, gebe ich folgendes zu bedenken.

Für den Erfolgsfall des Kaufes hat der Käufer einen verbindlichen Maklervertrag abgeschlossen und schuldet danach die Courtage. Wenn er den Erfolgsfall verheimlicht, täuscht er über diesen hinweg und vereitelt damit irrtumsbedingt das Einfordern der Courtage vom Makler. Das ist durchaus als Betrug nach § 263 StGB zu würdigen.

Als Täter kommen Sie hier nicht in Betracht, da Sie den Vertrag nicht geschlossen haben. Dennoch kann hier der Vorwurf einer Beihilfetat erhoben werden, da mit Ihrem Tatbeitrag die Tatausführung des eigentlichen Täters erst gelingen kann. Ein böser Staatsanwalt kann aus Ihnen auch einen Mittäter machen und darauf abstellen, daß Sie Täter durch einen höheren Erlös geworden sind und damit auch Tatherrschaft gehabt haben.

Ich würde so etwas sein lassen. Betrug ist kein heimliches Delikt, er ist begangen und dann ist es manchmal eine Frage der Zeit oder des Zufalls, wann er auffliegt.

MFG
Fricke
RA

Rückfrage vom Fragesteller 14.09.2020 | 22:19

Vielen Dank, ich bin sehr zufrieden mit Ihren präzisen Antworten und Ihre Ratschläge bezüglich des weiteren Verhaltens machen Sinn. Mit dem Vertrag, den ich nicht geschlossen habe, meinen Sie sicherlich die Provisionsvereinbarung, richtig?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 15.09.2020 | 13:15

Ja, das meinte ich....alles gute und immer rechtstreu bleiben....

Bewertung des Fragestellers 14.09.2020 | 22:22

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