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Umgangsverfahren 8Jähriges Kind soll geladen werden

| 07.08.2019 12:24 |
Preis: 60,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Brigitte Draudt


Guten Tag, ich bin Vater einer 8-jährigen Tochter. Diese lebt seit 1,5 Jahren im Wechselmodel wöchentlich bei mir und der Mutter. Vor einem halben Jahr hat die Mutter die Rückkehr zum Residenzmodel beantragt. Auf Grund unserer Streitigkeiten, hat der FamRichter dies sündhaft teure Gutachten (€7.000) in Auftrag gegeben.
In der Folge wurde unsere Tochter durch das Jugendamt, die Verfahrensbeiständin und natürlich durch die Gutachterin zu allem möglichen befragt.

Das Gutachten liegt nun vor und in ein paar Tagen ist die HV angesetzt.

Wie mir erst jetzt aufgefallen ist, wird auf Seite 2, unter dem Punkt 4 -Anordnungen und Hinweise an die Beteiligten- aufgeführt: "Zum Termin ist das minderjährige Kind mitzubringen. Für eine Begleitperson ist Sorge zu tragen".

Obgleich die Gutachterin zu dem Schluss gekommen ist, dass es beim Wechselmodel bleiben sollte, erwarte ich dennoch eine unangenehme Verhandlung. Je nachdem, wie weit sich der Richter auf die gegenseitigen Anschuldigungen einlässt.


Ich möchte um jeden Preis verhindern, dass meine Tochter dort mit hin muss.

Frage: Wie kann ich kurzfristig erreichen, dass sie nicht mit muss (welchen Antrag müsste ich stellen oder worauf kann ich mich hier berufen)? Sie ist in der Woche bei mir und ich spiele mit dem Gedanken, sie trotz Ladung nicht mitzubringen. Hätte dies -außer einem Ordnungsgeld- Konsequenzen?


Sie hat doch alle Fragen dreimal beantwortet und ich möchte auf keinen Fall, dass sie dort im Gericht zwischen Mama und Papa sitzt und dann nochmal Fragen beantwortet.

Vielen Dank soweit.

Sehr geehrter Fragesteller,

ich beantworte Ihre Frage gerne wie folgt:

Zunächst einmal möchte ich vorausschicken, dass Ihre Sorgen sicherlich verständlich sind, doch das Gesetz sieht eine Anhörung des Kindes ausdrücklich vor. Diese soll alleine durch den Richter/die Richterin stattfinden, damit gerade nicht die Situation entsteht, dass das Kind vor allen Beteiligten sich äußern muss. Vor der Verhandlung wird der Richter auf das Kind zugehen und es bitten, mit zu kommen. Das Kind nimmt nicht an der Verhandlung teil, sondern wartet draußen. Die befürchtete Situation, zwischen Mama und Papa aussagen zu müssen, besteht nicht.

Ob und was und in welchem Umfang Ihre Tochter gegenüber dem Richter etwas sagt, hängt vom Geschick des Richters ab, ob die Chemie zwischen beiden stimmt und natürlich vom Wesen Ihrer Tochter.
Einen Antrag, dass das nicht stattfindet, können Sie nicht stellen, da gesetzlich die Anhörung vorgeschrieben ist und dies empfiehlt sich aus taktischen Gründen auch nicht, da dies so ausgelegt werden kann, dass Sie das Kind beeinflusst hätten. Dies gilt insbesondere, da Sie ja mitteilen, dass sie vor der Verhandlung bei Ihnen ist. Bringen Sie sie auf jeden Fall mit. Wenn nicht, wird Ihnen das sehr negativ ausgelegt werden.

Die Begleitperson soll dazu mitgebracht werden, weil die Tochter nicht an der Verhandlung teilnimmt, sondern eben nur vorher vom Gericht alleine angehört wird, siehe oben. Sie wartet dann auf dem Gerichtsflur oder -falls vorhanden- in einem Kinderspielzimmer im Gericht mit der Begleitperson. Diese soll mitgebracht werden, weil kein Elternteil in der Zeit der Verhandlung ja das Kind beaufsichtigen kann.

Manchmal, wenn das Kind gar nicht mit dem Gericht zur Anhörung mitkommen will, wird ausnahmsweise gestatte, dass die Begleitperson, die ja nicht verfahrensbeteiligt ist, das Kind zur Anhörung begleitet.

Auch ist es nicht zu empfehlen, das Kind vorher auf die Anhörung inhaltlich vorzubereiten. ( " sag das so...."). Es besteht sonst die Gefahr, dass das Kind in der speziellen Situation sagt: " Der Papa hat gesagt, ich soll sagen, dass....") Das ist unbedingt zu vermeiden, da das Ihnen schlecht ausgelegt wird.

Ich hoffe, Ihnen weiter geholfen zu haben und verbleibe mit freundlichen Grüßen und wünsche Ihnen alles Gute.

Draudt
Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 07.08.2019 | 13:46

Sehr geehrte Frau Draudt,

ich danke Ihnen für Ihre erschöpfende Antwort. Auch wenn ich mir etwas anderes gewünscht hätte, so klingt Ihre Schilderung doch plausibel. Ich weiß nun was uns erwartet und werde mich dementsprechend einrichten.

Vielen Dank, T.K.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 07.08.2019 | 13:58

Sehr geehrter Fragesteller,

Es freut mich, wenn ich Ihnen weiter helfen konnte, bedanke mich für die Bewertung und wünsche Ihnen alles Gute.

Mit freundlichen Grüßen
Draudt
Rechtsanwältin


Bewertung des Fragestellers 07.08.2019 | 13:47

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Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 07.08.2019 5/5,0
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