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Umgangsregelung - Hat die KM das Recht, den Umgang mit mir zu verbieten?

26.04.2008 18:39 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Mein Lebensgefährte hatte eine Affäre- daraus ist ein Kind entstanden.
Wir sind trotzdem zusammengeblieben.
der Sohn( 2 1/2 )lebt bei seiner alleinerziehenden Mutter, welche auch alleiniges Sorgerecht hat.
Seit 14 Monaten gab es die Regelung, daß der Sohn einen Tag pro Woche zu uns kam. ich verstehe mich sehr gut mit ihm, er hat Vertrauen zu mir und es gab niemals irgendein Problem in unserer "Ein-Tages-Familie"
Leider hat nun der Sohn seiner Mutter gesagt, daß er mich mag, worauf diese sofort jeden Umgang mit mir verbietet.
( Ich müßte also entweder das Haus verlassen, wenn der Sohn da ist, oder mich im Schrank verstecken oder der Vater müßte mit ihm irgendwoanders, an einem neutralen Ort den Tag verbringen)
Nun hat der Sohn sich aber bei uns eingewöhnt, es ist eben für einen Tag pro Woche auch sein Zuhause.

Hat die KM das Recht, den Umgang mit mir zu verbieten?
Welche Chancen hätten wir gegebenenfalls vor Gericht?
( schließlich wäre eine Entscheidung gegen mich durchaus auch eine erneute Gefahr für unsere Beziehung, denn ich würde einen wichtigen Lebensteil meines Partners nicht teilen können)

Vielen Dank für die Beantwortung meiner Frage

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

unter Zugrundelegung des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes und in Ansehung Ihres Einsatzes beantworte ich Ihre Frage zusammenfassend wie folgt:

Grundsätzlich ist es der Kindesmutter gestattet, einen Umgang zu unterbinden, welcher dem Kindeswohl schadet. Ob dies der Fall ist, kann an dieser Stelle leider nicht beurteilt werden.

Gemäß § 1685 Abs. 2 BGB haben jedoch enge Bezugspersonen des Kindes ein Umgangsrecht, wenn diese für das Kind tatsächliche Verantwortung tragen oder getragen haben (sozial-familiäre Beziehung). Eine Übernahme tatsächlicher Verantwortung ist in der Regel anzunehmen, wenn die Person mit dem Kind längere Zeit in häuslicher Gemeinschaft zusammengelebt hat.

Diese zeitlichen Voraussetzungen sieht der BGH bei einem Zusammenleben von mehr als einem Jahr als erfüllt an. In der Regel wird man ab einem Zeitraum von 6 Monaten von einer längeren Zeit ausgehen können.

Da der Sohn Ihres Lebensgefährten jedoch nur einen Tag pro Woche bei Ihnen war, sehe ich die gerichtliche Durchsetzung als problematisch an.

---

Abschließend erlaube ich mir, Sie auf Folgendes hinzuweisen: Bei der vorliegenden Antwort, welche ausschließlich auf Ihren Angaben basiert, handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes. Diese kann eine umfassende Begutachtung nicht ersetzen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.

Ich hoffe Ihnen einen ersten Überblick gegeben zu haben und stehe Ihnen gerne weiterführend, insbesondere im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion, zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen

Kristin Pietrzyk
Rechtsanwältin

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