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Umgangsrecht/begleitete Umgänge


12.12.2013 12:39 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen



Habe einen 1,5 jährigen Sohn und lebe mit ihm vom Vater getrennt. Der Umgang wurde vor Gericht geregelt. Da es in der Vergangenheit regelmäßig zu kleinen Unfällen im Beisein des Vaters gekommen ist und dieser sehr unkonzentriert mit seinem Kind umgeht, sollen 4x begleitete Umgänge durch das JA stattfinden. Danach ganze Tage unbegleitet. Dies wurde in einer gerichtlichen Anhörung in einer "Vereinbarung" schriftlich fixiert. Für dieses Verfahren hatte ich einen Anwalt und habe VKH bewilligt bekommen. Jetzt ist es erneut bei einem begleiteten Umgangstermin zu so einem kleinen Unfall gekommen. Meine Frage ist nun, ob ich aufgrund dieses erneuten Vorfalls die Vereinbarung mithilfe eines neu ausgesuchten Anwalts abändern lassen kann und hierfür erneut VKH beantragen könnte.

Und noch eine Frage: Wäre mein Ex-Partner immer noch für mich unterhaltspflichtig, wenn ich mit meinem neuen Partner zusammen ziehen würde?
Eingrenzung vom Fragesteller
12.12.2013 | 12:43
Eingrenzung vom Fragesteller
12.12.2013 | 12:53
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Der Antrag auf Änderung des Umgangsrecht ist eine neue Angelegenheit, für die Sie auch erneut VKH beantragen können.
Ich würde Ihnen dringend anraten, sich einen örtlich ansässigen Rechtsanwalt Ihres Vertrauens zu suchen und dies möglichst zeitnah, damit eine weitere Gefährdung des Kindeswohls weitestgehend ausgeschlossen werden kann.

Für eine Rechtsberatung im Falle der Bedürftigkeit gibt es in vielen Bundesländern (so z.B. hier in Schleswig-Holstein) die Möglichkeit Beratungshilfe zu bekommen. Ob es dies auch bei Ihnen gibt, können Sie leicht im Internet herausfinden. Mit einem solchen "Beratungshilfeschein" können Sie eine Beratung und einen außergerichtlichen Einigungsversuch von einem Rechtsanwalt durchführen lassen.

Bezüglich des Unterhaltes gehe ich davon aus, dass Sie mit ihrem Ex-Partner nicht verheiratet waren. In diesem Fall zahlt er den Unterhalt nicht für Sie sondern für ihr gemeinsames Kind. Diese Pflicht zur Leistung des Kindesunterhalts ist unabhängig davon, ob sie mit einem neuen Partner zusammenziehen.


Ich hoffe, meine Antwort konnte Ihnen einen Überblick über die Rechtslage verschaffen und bedanke mich für das mir entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen
Jan Philipp Bergmann
-Rechtsanwalt-

Nachfrage vom Fragesteller 12.12.2013 | 13:19

Danke. Es ist ja aber so, dass eine Vereinbarung unter beidseitigem Einverständnis erfolgt....und trotzdem kann ich sie aber abändern lassen? Aufgrund des erneuten Vorfalls?

Das mit dem Unterhalt für mich ist nicht richtig. Mein Ex-Partner zahlt mir sehr wohl Unterhalt, da wir ein gemeinsames Kind haben, obwohl wir nicht verheiratet waren.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 12.12.2013 | 13:32

Sehr geehrte Ratsuchende,

nach meiner Auffassung können Sie die Vereinbarung abändern lassen, obwohl sie unter beiderseitigem Einverständnis erfolgt ist. Die angestrebte Abänderung soll ja nicht ohne Grund passieren, sondern weil es erneut zu einer Gefährdung des Kindeswohls gekommen ist und eine solche auch zukünftig nicht ausgeschlossen werden kann.
Ich kann Ihnen daher nur anraten, sich einen Rechtsanwalt vor Ort zur konkreten Beratung Ihres Falles mit allen Einzelheiten sowie des weiteren Vorgehens zu suchen.

Bezüglich Ihrer obigen Schilderungen gehe ich weiterhin davon aus, dass es sich bei dem Unterhalt um Kindesunterhalt handelt. Dieser wird zwar von dem Vater an Sie gezahlt, er dient aber dazu, seiner Unterhaltsverpflichtung gegenüber dem gemeinsamen Kind nachzukommen.

Sollten Sie bezüglich des Unterhaltes mit dem Vater weitere Vereinbarungen getroffen haben, kann ich diese von hier aus natürlich nicht bewerten.

Freundlich grüßt Sie
Jan Philipp Bergmann
-Rechtsanwalt-

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