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Umgangsrecht während Ausgangsbeschränkungen

21.03.2020 10:31 |
Preis: 60,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Dr. Corina Seiter


Zusammenfassung: Umgang und Corona

Mein Sohn (14) hat seit 2017 seinen Lebensmittelpunkt bei mir. Zur Mutter besteht ein Umgangsrecht, welches 1 Mal im Monat ausgeübt. Hinzu kommen hälftige Ferien.

Nun ist vorgesehen, dass mein Sohn am 27.03. zu seiner Mutter für ein paar Tage fährt. Allerdings habe ich aufgrund der derzeitigen Situation Zweifel, ob ich das Umgangsrecht gestatten soll, da

1. wohl sehr zeitnah hier in Niedersachsen Ausgangsbeschränkungen verhängt werden und
2. mein Sohn und ich Risikopatienten - er hat Asthma und ich bin herzkrank - sind.

Aus anderer Quelle habe ich auch erfahren, dass eine weitere Tochter meiner Ex-Frau soziale Kontakte pflegt, obwohl davon schon seit Tagen abgeraten wird. Auch dieses Verhalten bereitet mir Kopfzerbrechen.

Meine Frage: Bin ich berechtigt, das Umgangsrecht auszusetzen? Meine Ex-Frau verlangte gestern sogar, dass ich unseren Sohn schon am 20.03. vorbeibringe, bevor die Einschränkungen in Kraft treten. Ich bin der Meinung, dass die Gesundheit meines Sohnes und auch von mir Vorrang vor dem Umgangsrecht haben und somit das Umgangsrecht ausgesetzt werden kann, bis sich die Situation ingesamt entspannt hat.

Wenn keine Einsicht vorhanden ist: Muss ich dann den Gerichtsweg beschreiten?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:
Die Ausgangssperre bedeutet nicht, dass Eltern ihre Kinder nicht mehr sehen können oder dürfen, sondern nur, dass man ein unnötiges Verlassen des Hauses/Wohnung unterlassen soll.

Mithin verhindert eine Ausgangssperre nicht den Umgang.

ABER: Sie können den Umgang ausschließen, wenn eine Gefahr für das Kindeswohl besteht. Wenn also im Haushalt der Mutter Gründe gegeben sind, warum das Wohl gefährdet ist (z.B. erhöhte Ansteckungsgefahr), können Sie den Umgang verschieben oder aussetzen.

Da Ihr Sohn Risikopatient ist, würde ich dann, wenn die Kindesmutter nicht sicherstellen kann, dass es nicht zu einer Ansteckung kommt, den Umgang verschieben.

Hier müssen Sie dies unbedingt von der Kindesmutter fordern. Sollte ein konkreter Verdacht bestehen, dass sich eine andere Person des Haushaltes angesteckt haben könnte, verschieben Sie den Umgang.

Es ist für alle eine neue Situation und ich denke, die Mutter wird auch nicht dem Kind Leid zufügen wollen, sodass Sie hier klar formulieren sollten, wo Ihre Ängste sind und wenn diese das nicht gewährleisten kann, teilen Sie ihr schriftlich mit, dass der Umgang verschoben wird.








Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Ergänzung vom Anwalt 04.04.2020 | 17:06

Mehr zu Umgang und Corona: https://youtu.be/JhnJdMs-_qM

Bei konkretem Verdacht kann wie geschrieben der Umgang ausgesetzt werden s. Video

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