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Umgangsrecht und Aufenthaltsbestimmungsrecht


| 19.05.2006 20:45 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Hier kurz mein Anliegen:

Ich lebe vom Vater unserer Tochter (8) geschieden. Unsere Tochter lebt bei KV. Ich bin neu verheiratet und habe einen Sohn dazu bekommen.
Ich habe ein geregeltes Umgangsrecht und das Aufenthaltsbestimmungsrecht liegt beim Vater. Es besteht gemeinsame Sorge.
Ich hatte ca. anderthalb Jahre keinen Kontakt zu ihr. Es gab enorme Schwierigkeiten während des Umgangs. Sie lehnte damals den Kontakt ab.
Jetzt nach ihrer Einsicht, möchte sie wieder den Umgang zu mir und meiner Familie. Wir möchten natürlich auch.
Wir waren auch schon bei einem Vermittlungstermin, bei welchem entschieden wurde, das der Umgang wieder aufzunehmen ist, schon des Kindeswohl wegen, aber nach so langer Zeit eine Anbahnung benötigt.
Wir haben uns auch auf eine Familienberatung geeinigt in der die Umgangsanbahnung geregelt werden sollte.
Wir haben uns geeinigt und ich hatte wieder Umgang zu meiner Tochter. Alles verlief ohne Probleme.
Nach dem Umgang, hörte ich erst einmal gar nichts vom Kindesvater und kurz vor dem zweiten Umgangstermin wurde mir der Umgang untersagt, bzw. nur noch unter seiner Aufsicht gestattet. Die Begründung: die Gestaltung des Umgangs mißfiel ihm. Weil ich mit meiner Tochter bei uns zu Hause war und mein jetziger Ehemann dabei war. Die Tochter ist aber mit ihm sehr vertraut. Sie war auch nach dem Umgang sehr glücklich und unauffällig.

Jetzt meine Frage: Kann der Kindesvater mir vorschreiben, wie der Umgang zu gestalten ist. Wo dieser statt zufinden hat? Mit wem der Umgang stattfindet? Wie soll ich reagieren, wenn er mir meine Tochter nicht aushändigen will, weil ich meinen Umgang ohne ihn verleben möchte. Kann er in der Schule hinterlegen, dass ich meine Tochter nicht sehen darf? Ich komme mir sehr ausgeliefert vor. Der nächste Umgangstermin liegt vor der Tür, der KV will diesen begleiten und schreibt den Ort vor, muß ich mich dermaßen erpressen lassen, nur um meine Tochter sehen zu dürfen?

Was sagt eigentlich das Wort Aufenthaltsbestimmungsrecht aus? Was kann der Kv eigentlich alles bestimmen?

Über eine umfassende Antwort würde ich mich sehr freuen.

Vielen Dank von einer "Krank vor Kummer" Mutter

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Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Sachverhaltsberichts gerne wie folgt beantworten möchte:

1.

Der Kindesvater hat im Rahmen des wie Sie berichteten gemeinsamen Sorgerechts nicht das Recht, Ihnen die Details des Umgangs mit Ihrer Tochter vorzuschreiben. Hierüber bestimmen Sie grundsätzlich als Mit-Sorgeberechtigte selbst. Zumindestens solange keine evident mißbräuchliche Wahrnehmung vorliegt, wofür ja keine Indizien gegeben sind.

2.

Das Aufenthaltsbestimmungsrecht betrifft die Bestimmung von Wohnort und Wohnung. Recht und Pflicht hierzu stehen bei gemeinsamem Sorgerecht grds. beiden Elternteilen zu, so dass ich ehrlich gesagt Ihren Bericht eines gemeinsamen Sorge-, aber alleinigen väterlichen Aufenthaltsbestimmungsrecht nicht ganz verstehe. Aber dies lässt sich ja ggfls. über die kostenlose Nachfragefunktion aufklären.

3.

Auf jeden Fall liegt die pauschale Behauptung, „die Gestaltung des Umgangs mißfiele ihm“, neben der Sache. Anhaltspunkte, den Umgang in dieser Form einzuschränken (§ 1626 Abs.3 BGB), vermag ich nicht zu erkennen. Denn natürlich ist nichts dagegen einzuwenden, dass auch Ihr jetziger Ehemann Kontakt zu Ihrem Kind haben möchte, ganz abgesehen davon, dass dies offensichtlich auf positive Resonanz stößt.

Wenn der Kindesvater Ihnen das Kind nicht zum alleinigen Kontakt überlassen will, müssen Sie ggfls. Hilfe des Jugendamtes oder gerichtliche Hilfe einholen.

Für eine kostenlose Rückfrage stehe ich Ihnen wie gesagt gerne zur Verfügung. Ansonsten hoffe ich, Ihnen weitergeholfen zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüssen,

Dr. Thomas Schimpf
- Rechtsanwalt -

ra.schimpf@gmx.de
www.anwalt.de/rechtsanwalt_schimpf

Nachfrage vom Fragesteller 25.05.2006 | 20:48

Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.
Meine Nachfrage erst jetzt, weil ich den Umgangstermin mit meiner Tochter wahrgenommen habe, bei dem Ihr Vater dabei war.
Während des Umgangs versuchte ich mit ihm die Umgangsgestaltung zu besprechen, leider ohne Erfolg. Nun nach 4 Tagen fragte ich nach dem nächsten Termin und bekam den von mir gewünschten abgelehnt, weil er dann arbeiten muß und nicht dabei sein kann. Meine Tochte zeigte während des Umgangs ganz deutlich, dass sie ihn nicht dabei haben will.
Was kann ich jetzt tun? Er erpresst mich nun damit, nur Umgang zu haben, wenn er zeit hat und dabei ist.
Welche Umstände müssen bestehen, damit "begleiteter Umgang" erforderlich ist?
Ich überlege jetzt ihn wegen Erpressung und Kindesentzug anzuzeigen oder ist das lächerlich?
Da der ganze Streit schon seit 5 Jahren andauert, habe ich das gefühl mich mit harten Mitteln zu wehren.

Liebe Grüße

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 25.05.2006 | 21:26

Sehr geehrte Frau H.,

danke für Ihre Nachfrage.

Das Verhalten des Kindesvaters liegt m.E. nicht nur menschlich tendentiell neben der Sache, sondern sollte als Dauerzustand auch rechtlich nicht hingenommen werden – schon weil Ihre gemeinsame Tochter ja augenscheinlich lieber mit Ihnen alleine ist.

Für einen, wie Sie schrieben „begleiteten Umgang“, sehe ich keine Anhaltspunkte. Denn dessen Voraussetzungen wie hohes Konfliktpotential, schwere Loyalitätskonflikte des Kindes oder gar Erstanbahnung der Elternteil-Kind-Beziehung liegen ja ersichtlich nicht vor.

Allerdings sollten Sie bei aller verständlichen Erregung noch einmal „überschlafen“, ob Sie hier strafrechtliche Mittel ergreifen. Denn im Sinne Ihres Kindes werden diese wahrscheinlich letztendlich nichts bewirken, wenn denn das Verfahren nicht ohnehin eingestellt wird (wovon ich ehrlich gesagt ausgehe).

Vernünftigerweise, hier kann ich meinen Rat aus der Ausgangsantwort nur wiederholen, sollten Sie das Jugendamt anrufen oder ggfls. (familien-)gerichtliche Schritte erwägen.

Mit freundlichen Grüßen

RA Schimpf

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