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Umgangsrecht mit zweieinhalbjähriger Tochter

04.12.2010 17:29 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Gerhard Raab


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich beginne meinen Fall sofort zu schildern.
Als Beteiligte geht es um meine ehemalige Lebenspartnerin und Mutter unserer gemeinsamen Tochter und meine Wenigkeit. Bisher konnten wir das Jugendamt in Bezug auf das Umgangsrecht mit meiner Tochter geb. am 22. April 2008, aussen vor lassen, da sich diesbezüglich immer ein Kompromiss finden ließ.
Der Umgang mit meiner Tochter wurde und wird mir von Seiten der Kindesmutter "grosszügig" einmal in der Woche am Wochenende für ca. 3 Stunden gewährt. Dies zum Teil noch mit Ihrer Anwesenheit.
Laut Aussage der Kindesmutter stünde mir nicht mehr Zeit zu, bzw. in diesem Alter des Kindes noch weniger und sie sei schon sehr grosszügig. Dies ist mir aber viel zu wenig, da ich zu meiner Tochter, meiner Meinung nach nicht genügend Bindung aufbauen, keine Ausflüge aufgrund der zeitlichen Enge mit Ihr durchführen kann. Meine Tochter fühlt sich bei mir wohl, dies können Dritte bestätigen und ich habe jetzt im Prinzip nur eine Frage. Ich wäre Ihnen sehr verbunden, wenn sie mir dahin gehend einen Rat geben könnten.
Welches ist der (übliche) angemessene zeitliche Rahmen für die Ausübung des Umgangsrechtes meinerseits mit meiner Tochter? Dies ist ja nirgendwo festgelegt, sondern soll sich zum Wohle des Kindes darstellen.
Hinzufügen möchte ich zum Abschluss noch, dass meine Tochter in unmittelbarer Nähe zu mir, sprich 5 km, wohnt und ich nur an den Wochenenden Zeit für sie habe aufgrund meines Berufes.

Vielen Dank im Vorraus für Ihre Hilfe und ein schönes Wochenende

Mit freundlichen Grüssen


Lars Welk

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Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Anfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

Da das Gesetz keine Regelung über die zeitliche Ausgestaltung des Umgangsrechts enthält, muß im Einzelfall unter Berücksichtigung des Kindeswohls entschieden werden. Je regelmäßiger und folglich selbstverständlicher die Besuche stattfinden, desto weniger ist das Kind durch die andere Umgebung belastet. Allein maßgebend ist das Kindeswohl.

Die Dauer der Kontakte ist so zu bemessen, daß sich eine Vertrautheit zwischen Ihnen und Ihrer Tochter bilden kann.


2.

Auch bei einem erst zweijährigen Kind kommt eine Übernachtung beim Vater in Betracht; vgl. OLG Zweibrücken FamRZ 2009, 134.

Damit kann man etwa folgenden Rahmen für die Ausübung des Umgangsrechts abstecken:

Sie nehmen Ihre Tochter an jedem zweiten Wochenende, also von Samstag vormittags bis Sonntag nachmittags zu sich. Darüber hinaus an einem zusätzlichen Feiertag, wie Weihnachten, Ostern und Pfingsten.

Ob man darüber hinaus noch an einen gemeinsamen Urlaub denken kann, wird von der Entwicklung Ihrer Tochter abhängen.


3.

Die Auffassung der Kindesmutter bezüglich des Ablaufs des Umgangs ist unrichtig. Insbesondere dürfte die Anwesenheit der Mutter bei der Ausübung des Umgangsrechts dem Aufbau eines Vertrauensverhältnisses zwischen Ihrer Tochter und Ihnen entgegen stehen.

Auch die Vorstellungen der Mutter hinsichtlich der Dauer des Umgangs entsprechen in keinster Weise den von der Rechtsprechung entwickelten Grundsätzen.


4.

Aus diesen Gründen rate ich, daß Sie der Mutter vorschlagen, daß das Umgangsrecht, so wie oben skizziert, auszuüben sei. Nach Möglichkeit sollte eine einvernehmliche Regelung erzielt werden. Wenn die Mutter sich weigern sollte, den geregelten Umgang der Tochter mit dem Vater zu fördern, haben Sie die Möglichkeit, gerichtlich eine Umgangsrechtsregelung herbei zu führen.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt


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