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Umgangsrecht mit dem Kind

| 25.08.2011 23:00 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Sehr geehrte Damen und Herren,
folgender Sachverhalt:
Meine Bekannte hat ein Sohn von 15 Monaten. Der Kindsvater wohnt ca: 4 Stunden entfernt und die beiden haben sich nur so ca. alle 2-3 Wochen gesehen. Er hat sie während der Schwangerschaft und auch nach der Geburt immer wieder betrogen und war nicht als Unterstützung da. Daraufhin haben sie sich dann auch getrennt. Wenn er jetzt mal da ist um seinen Sohn zu sehen kümmert er sich um ihn (spielt und füttert usw.) aber sonst nicht. Auch Unterhalt zahlt er nicht, da er von Hartz4 lebt, aber auch nix unternimmt diese Umstand zu ändern.
Die Frage ist nun ob er überhaupt ein Recht hat seinen Sohn zu sehen bzw. dieses übers Jugendamt einfordern kann? Und wenn ja wie oft und wie lange darf er ihn dann sehen. Muss es in einem bestimmten Rhytmus sein? Meine Bekannte hat etwas Angst weil er schon mal damit gedroht hat zum Jugendamt zu gehen, falls sie irgendwann ihm verbietet sein Kind zu sehen.
Ich bin aber der Meinung das er erst das Recht hat wenn er auch die Pflichten erfüllt und aufgrund der Vorgeschichte auch nicht gerade viel Rückhalt hat.

Vielen Dank für die Antwort.

Sehr geehrter Fragesteller,

ich bedanke mich für Ihre Frage, die ich gerne im Rahmen einer ersten Einschätzung beantworte:

Der sorgeberechtigte Elternteil kann die Zustimmung zum Umgang nicht davon abhängig machen, dass der andere Elternteil seinen Unterhaltsverpflichtungen genügt. Im Gegenteil: Der Elternteil, bei dem das Kind lebt, ist verpflichtet, Besuchskontakte aktiv zu fördern und zu ermöglichen. Das bedeutet allerdings nicht, dass dieser sorgeberechtigte Elternteil dem umgangsuchenden Elternteil den Umgang in der eigenen Wohnung gestatten muß.

Vielmehr geschieht die Wahrnehmung des Umgangs grundsätzlich auf Kosten des Umgangsuchenden.

Darüber hinaus erscheint es durchaus angemessen, dass der sorgeberechtigte Elternteil - gerade bei einem Baby/Kleinkind - verlangt, dass der umgangsuchende Elternteil nachweist, dass dieser in der Lage ist, sich hinreichend um das Kind zu kümmern (Zubereitung und Reichen von gesunder Nahrung; Wickeln und Säubern; etc) und insofern zunächst durch das Jugendamt begleiteten Umgang verlangt.

Ihre Bekannte sollte keine Angst vor dem Jugendamt haben. Das Jugendamt kann auch Entscheidungen betreffend den Umgang nicht selbständig treffen - dafür ist das Familiengericht zuständig.

Jugendamt und Familiengericht werden dem Kindsvater auch keinen Freifahrtschein für ein Hobby-Vater-Dasein erteilen, nach dem Motto:

Der Umgang findet in der Wohnung der Mutter statt - der Vater spielt mit dem Kind mit dem ferngesteuerten Feuerwehrauto (was er kauft statt Unterhalt zu zahlen und womit das Kind völlig überfordert ist)- die Mutter wechselt die Pampers und serviert dem Vater noch Kaffee und Kuchen.

So wird das NICHT stattfinden. Familiengericht und Jugendamt werden genau prüfen, wie verantwortlich der Vater den Umgang wahrnehmen kann.

Ihre Bekannt soll sich also von der Drohung Jugendamt nicht schrecken lassen.

Ungefragte Zugabe: Die Arbeitspflicht des Vaters, um seine Unterhaltsverpflichtungen zu erfüllen ist strenger als die Anforderungen von JobCenter und ARGE. Soll doch Ihre Bekannte den Vater auf Unterhalt für sich und das Kind verklagen. Jobs als Wagenschieber/Bauhelfer etc.etc. gibt es. Und wenn er zum Unterhalt verurteil worden ist, und sich nicht um jede Arbeit bewirbt bzw. sie annimmt, soll er die Konsequenzen spüren. Es sind auch schon Unterhaltsschuldner in Haft gegangen.


Ich hoffe, dass meine Auskünfte Ihnen geholfen haben und eine erste Orientierung in der Sache ermöglichen. Bitte berücksichtigen Sie, dass dies auf der Grundlage der von Ihnen gegeben Informationen beruht. Abweichungen, die Ihnen geringfügig erscheinen mögen, können schon zu erheblich unterschiedlichen Bewertungen in der Angelegenheit führen.

Eine (kostenlose) Nachfrage beantworte ich gerne per Email oder Fax.
Sehr gerne können Sie mich in dieser Angelegenheit auch beauftragen. Dank Email, Fax und Telefon stellt auch die Vertretung über größere Entfernung kein Problem dar.

Ich wünschen Ihnen und Ihrer Bekannten mit ihrem Sohn alles Gute und verbleibe
mit freundlichen Grüßen

N. Unruh

Bewertung des Fragestellers 29.08.2011 | 09:34

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Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 29.08.2011 5/5,0
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