Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.084
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Umgangsrecht mit Kind


25.09.2006 09:22 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Hallo,

ich bin seit drei Jahren verheiratet und wir haben einen dreijährigen Sohn. Die Ehe funktioniert jetzt schon seit fast einem Jahr überhaupt nicht mehr. Ich sehe meinen Sohn nur am Wochenende, da ich in München arbeite. Jetzt war meine Frau mit unserem Sohn zwei Wochen alleine im Urlaub und jetzt funktioniert gar nix mehr, es ist total festgefahren, sie läßt auch gar nichts mehr an sich heran und redet nicht mit mir, es ist ihr auch egal ob ich am WE nach hause komme oder nicht, was ich aber schon wegen unseres Sohnes tue. Sie versucht jetzt auch, unseren Sohn als Druckmittel einzusetzen und versucht ihn von mir fern zu halten, was ich nicht dulden werde, da Sie diejenige ist, die die Situation hervorgerufen hat (sie kann nicht mit Geld umgehen, daher Schulden, sie kommt weder mit der Erziehung noch dem Haushalt klar, beschweige denn mit ihrem Job). Für Sie ist nur wichtig, daß ich Geld verdiene, was sie ausgibt, dem habe ich jetzt aber einen Riegel vorgeschoben.
Jetzt habe ich demnächst Urlaub. Sie meinte schon ich solle nicht die ganze Zeit zuhause sein. Ich möchte deswegen meinen Sohn für diese Woche mitnehmen, was sie nicht zulassen wird, obwohl sie auch alleine mit ihm im Urlaub war.

Nun meine Frage: Kann ich dies rechtlich durchsetzen?

Danke für Ihre Antwort.
MfG

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich aufgrund Ihrer Schilderungen summarisch wie folgt beantworten möchte.

Dieses Gesetz beinhaltet nicht nur das Recht beider Elternteile auf den Kontakt mit dem Kind, sondern spricht auch zum ersten Mal vom natürlichen Recht des Kindes auf Umgang mit seinen Eltern. Dieser Umgang soll vor allem dem Wohl des Kindes dienen (§ 1684 BGB).
Im Mittelpunkt des Kindeswohls stehen die Interessen und Belange des Kindes. Dazu gehören die körperliche und psychische Gesundheit genauso wie die Befriedigung des Liebesbedürfnisses und die Kontinuität und emotionale Verbundenheit des sozialen Umfelds. Gleichzeitig soll ein Spielraum geschaffen werden, in dem das Kind eigene Erfahrungen sammeln kann.

Ziel des Kindeswohls ist die Erziehung des Kindes zu einem selbstständigen, eigenverantwortlichen und interaktiven Menschen.

Jeder Elternteil, aber auch das Kind haben ein Umgangs- und Besuchsrecht. Gegenstand dieses Umgangs- und Besuchsrechts ist der persönliche Umgang zwischen Elternteil und Kind.
Die Eltern haben alles zu unterlassen, was das Verhältnis des Kindes zum jeweils anderen Elternteil beeinträchtigt.

Wird das Umgangsrecht mit seinem Kind einem Elternteil vorenthalten, kann das Familiengericht angerufen werden.
Über das Umgangsrechtsverfahren entscheidet grundsätzlich das Amtsgericht-Familiengericht, in dessen Bezirk der Wohnsitz des Kindes liegt.

Verstößt ein Elternteil gegen eine vom Familiengericht getroffene Umgangsregelung, so kann das Gericht gegebenenfalls Zwangsmittel androhen oder festsetzen. Allerdings darf nicht Gewaltanwendung (etwa durch den Gerichtsvollzieher) gegen ein Kind zugelassen werden, um ein Umgangsrecht durchzusetzen. Bei beharrlichen Verstößen kommt auch eine Änderung des Sorgerechts von Amts wegen in Betracht oder eine zumindest teilweise Verwirkung eines Unterhaltsanspruchs des betreffenden Elternteils gegen den anderen.

Wenn Ihre Frau Ihnen also das Umgangsrecht mit Ihrem Kind nachdrücklich verweigert, werden Sie um eine gerichtliche Entscheidung nicht herumkommen.

Dazu steht Ihnen entweder der normale Rechtsweg zum Familiengericht offen, oder in dringenden Fällen auch ein Verfahren im einstweiligen Rechtsschutz.

Abschließend bitte ich zu beachten, dass diese Antwort zwar alle wesentlichen Aspekte des von Ihnen geschilderten Falles umfasst, jedoch daneben Tatsachen relevant sein können, die möglicherweise ein anderes Ergebnis nahe legen. Verbindliche Auskünfte sind daher nur im Rahmen einer Mandatserteilung möglich. Für eine Wahrnehmung Ihrer Interessen innerhalb einer Mandatserteilung stehe ich Ihnen gern zur Verfügung.

Ich hoffe, Ihnen die in diesem Forum angestrebte erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Stefan Motzenbäcker
Rechtsanwalt
FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60078 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ausführlich, verständlich und klar geschrieben. Sehr zufrieden. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr RA Vasel erschien mir sehr kompetent, da er auch bei angedachtem weiteren Verfahren meines Steuerberaters fundierte Bedenken, gerade paradoxerweise bezüglich eventuell sich daraus ergebender steuerlicher Nachteile, hatte ... ...
FRAGESTELLER
3,2/5,0
Ohne Paragraphenangabe, alles pi x Daumen, man hätte zb § 850d ZPO oder sowas erwähnen können, Frage wurde obendrein unvollständig beantwortet aber Alles in Allem eine kleine Übersicht, musste im Endeffekt trotzdem alles Nachschlagen ... ...
FRAGESTELLER