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Umgangsrecht im Ausland

23.07.2014 19:40 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Die Mutter meiner Tochter, 10 Jahre, ist mit ihrem Ehemann vor 1,5 Jahren nach Israel gezogen, genauer gesagt nach Ost-Jerusalem. Ich habe kein Sorgerecht, aber habe eine gerichtlich festgesetzte Umgangsregelung für Deutschland. Die mündliche Absprache war, dass ich meine Tochter jederzeit in Jerusalem besuchen kann, in diesem Monat wird mir der Unterhalt zurücküberwiesen. Dies geschah nur nach dem 3. Besuch und nur unter Einbehaltung der Zahlung mit vorhergehender Rücksprache.
Im letzten Jahr war ich dreimal in Jerusalem, jeweils für ca. 4 Tage, wobei mir beim 2. und 3. Besuch die Übernachtung meiner Tochter im Hotel verweigert wurde. Auf Anfrage, ob meine Tochter in den Sommerferien nach Deutschland kommen kann, wurde dies verweigert, obwohl ich anbot, die Kosten dafür zu übernehmen.
Aufgrund der aktuellen Krise in Israel wurde mein nächster Besuch im August aufgehoben, aus Sicherheitsgründen. Ein Besuch meiner Tochter wurde mir in Aussicht gestellt, jedoch kurzfristig (7 Tage) vorher abgesagt. Ich habe den Hinweis bekommen, dass sie eventuell als Familie zu Weihnachten kommen. Auf meine Aussage, dass ich nach Israel komme, wenn sich die politische Lage entspannt hat, wurde mir entgegnet, dies wäre nicht möglich und nicht meine Entscheidung. Ebenfalls der Kontakt zu meiner Tochter wird immer schwieriger und aufgrund der aktuellen Sicherheitslage ( in Ost-Jerusalem besteht eine Reisewarnung des auswärtigen Amtes) mache ich mir ernsthaft Sorgen.

Was für Möglichkeiten habe ich, mein Besuchsrecht durchzusetzen?

Sehr geehrter Ratsuchender,

gern nehme ich zu dem von Ihnen geschilderten Problem wie folgt Stellung:

Lebt ein Elternteil mit dem gemeinsamen Kind im Ausland, hier etwa Israel, kann das dem anderen Elternteil zustehende Umgangsrecht in einem Verfahren, welches dem der Rückgabe eines entführten Kindes ähnelt, durchgesetzt werden. Rechtsgrundlage ist hier das Haager Übereinkommen über die zivilrechtlichen Aspekte internationaler Kindesentführung (HKÜ). Der Antrag ist beim Bundesamt für Justiz auf Deutsch und in der Sprache des betroffenen Landes zu stellen.

Sollte bereits eine Umgangsrechtsentscheidung eines deutschen Gerichtes existieren, kann deren Anerkennung und Vollstreckbarerklärung im Ausland u.a. nach der Brüssel IIa - Verordnung, dem Haager Kinderschutzübereinkommen, dem Europäischen Sorgerechtsübereinkommen oder auch direkt nach dem Recht des betroffenen Landes in Betracht kommen.

Ich empfehle die Hinzuziehung eines Rechtsanwaltes, welcher für Sie die richtigen Schritte einleiten wird. Keinesfalls müssen Sie sich mit der derzeitigen Situation zufrieden geben.

Sollte ich Fragen übersehen haben, so nutzen Sie bitte die Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Wundke
Rechtsanwalt

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