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Umgangsrecht für Kleinstkind

11.04.2015 16:56 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Zusammenfassung:

Zum Umgang mit einen Kleinkind.

Hallo zusammen.

Ich habe mich nach der Geburt unserer Tochter von meinem Mann getrennt. Die Gründe waren u.a. sein übermäßiger Alkoholkonsum. Er hat sein Kind zuletzt gesehen, als sie drei Monate alt war. Das war vor 11 Monaten. Er hat kein Interesse, zweifelt die Vaterschaft an und macht unsere Tochter für das Ende unserer Ehe verantwortlich. Welche Rechte hat er, wenn er plötzlich vor der Tür steht und sein Kind sehen will? Kann ich auf Umgang in meinem Beisein bestehen und wird das langsam gesteigert? Sie ist jetzt 15 Monate alt und weiss gar nicht mehr, wer er ist. Wir haben aufgrund der Ehe geteiltes Sorgerecht.

Vielen Dank!

Einsatz editiert am 11.04.2015 17:00:26

Einsatz editiert am 11.04.2015 17:06:05

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Grundsätzlich steht dem Vater ein Recht auf Umgang nach § 1684 BGB zu, dies ist unabhängig von der gemeinsamen elterlichen Sorge.

Der Umgang muss immer dem Wohl des Kindes entsprechen. Wenn das Kindeswohl es gebietet, kann der Umgang ausgesetzt oder eingeschränkt werden. Dies ist aber immer nur zulässig wenn ansonsten das Wohl des Kindes gefährdet wäre.
Gerade bei sehr kleinen Kindern und nach längerem Kontaktabbruch muss der Umgang in der Praxis langsam und behutsam aufgebaut werden. Sollte der Vater das Kind sehen wollen, können Sie zum jetzigen Zeitpunkt darauf bestehen das Sie anwesend sind, da das Kind nach dieser Zeit keine echte Beziehung zum Vater haben wird. Sollte Ihr Mann ernsthaft den Umgang einfordern, sollten Sie die Hilfe des Jugendamtes zur Vermittlung in Anspruch nehmen. Wenn Sie mit Ihrem Mann nicht zusammen treffen wollen, wäre zu überlegen ob Sie eine Vertrauensperson haben, die die Umgänge begleiten kann.
Sie müssen sich auf nichts einlassen, was Sie nicht verantworten können und wollen. Die rechtlichen Hürden um den Umgang auf Dauer auszusetzen sind aber sehr hoch. Natürlich muss Ihr Mann bei den Kontakten nüchtern sein.

Wenn Sie sich mit ihm nicht einigen können, dann wäre es an ihm das Familiengericht anzurufen. In einem Gerichtsverfahren wird das Jugendamt automatisch beteiligt, es macht daher Sinn sich dort vorher beraten zu lassen. Es ist auch möglich den Umgang in Begleitung des Jugendamtes zu organisieren, allerdings nicht auf Dauer, sondern primär für die Anlaufphase.

Wegen des Alters Ihrer Tochter wäre sicher für einige Monate eine Begleitung angezeigt und die Dauer und Häufigkeit der Kontakte muss langsam gesteigert werden.



Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Oliver Wöhler, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Familien- und Arbeitsrecht


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