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Umgangsrecht für Großeltern

24.01.2008 21:18 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Reinhard Otto


Guten Abend.
Ich habe ein Problem und erhoffe mir hier Rat und Hilfe. Die Großeltern meiner Söhne (10 und 8 Jahre) haben mich auf Umgangsrecht mit ihren Enkeln verklagt. Ich bin alleinerziehend, seit fast 7 Jahren getrennt und habe das alleinige Sorgerecht. Es gab im Laufe der Jahre immer Reibereien mit den Großeltern (Eltern meines Ex-Mannes). Seit Ostern letzten Jahres weigerte sich mein Ältester seine Großeltern zu besuchen. Er hatte oft Auseinandersetzungen mit Oma und Opa, wurde ungerecht behandelt, der Bruder wurde bevorzugt,er wurde verbal niedergemacht, Oma und Opa haben schlecht über seine Mama gesprochen, man hat ihm mehrfach an den Ohren gezogen etc. Jedenfalls habe ich daraufhin den Kontakt abgebrochen. Keiner meiner Söhne hat seitdem nach den Großeltern gefragt, wir hatten ein schönes ruhiges Leben. Jetzt hatten wir am 21.01.2008 den ersten Gerichtstermin. Mein Ältester wurde befragt, alleine vom Richter. Der Richter hat ihn gefragt, ob er sich vorstellen könnte, wenn Oma und Opa sich ändern, sie wieder zu besuchen? Daraufhin sagte mein Sohn, ja er kann es sich vorstellen. Somit war die Sache für den Richter durch. Meine Söhne werden am 26. 01.2008 erstmals wieder von Opa abgeholt. Seitdem Gerichtstermin hat mein Großer Angst vor diesen Samstag. Er sagt, er hat das alles garnicht so gemeint, wie der Richter das verstanden hat. Wenn er Samstag zu Oma und Opa muss möchte er ein Handy mithaben, damit er im Notfall Mama anrufen kann, er würde auch weglaufen. Mein Sohn hat seitdem Gerichtstermin oft Bauchschmerzen, ist sehr anhänglich. Der Kinderarzt hat uns jetzt eine Überweisung für den Kinderpsychologen gegeben. Mir als Mutter, ist überhaupt nicht wohl bei dieser Geschichte. Es handelt sich hierbei nicht um ein Urteil des Richters, sondern um eine sogenannte "Emfehlung". Der Richter wohnt bei uns um die Ecke. Mein Sohn sagt, wenn er da Samstag wirklich hin muss, will er Oma und Opa belauschen und dann zum Richter gehen. In drei Monaten treffen wir uns erneut vor Gericht wieder. Kann ich als Mutter denn garnichts machen? Bin ich völlig außen vor und muss tatenlos zusehen? Leider kann mir mein RA nicht wirklich helfen. Ich hoffe ich konnte meine Geschichte einigermaßen schlüssig darstellen. Liebe Grüße und einen schönen Abend noch.

Ich möchte auf Ihre Frage unter Berücksichtigung des geschilderten Sachverhaltes und Ihres gebotenen Einsatzes wie folgt antworten:

Großeltern haben nach dem Gesetz grundsätzlich einen Anspruch auf Umgangsrecht, wenn dies dem Wohl des Kindes entspricht, § 1685 BGB.

Entscheidend ist dabei nicht, ob Sie selber Probleme mit den Eltern Ihres geschiedenen Mannes haben oder ob Sie den Umgang zwischen Großeltern und Ihren Kindern befürworten oder nicht.

Anscheinend haben die Großeltern für Ihre Kinder ja schon eine gewisse Bedeutung, denn sonst hätte Ihr Sohn bei der Anhörung durch den Richter ja nicht sich derart positiv geäußert.

Dass Kinder im Hinblick auf ein Umgangsrecht sehr wankelmütig sind, ist allgemein bekannt.

Der Richter wird bei seiner Entscheidung zu prüfen haben, ob der Umgang zwischen den Großeltern und den Kindern gegen das Kindeswohl verstoßen würde. Stellt er dies nicht fest, muss er nach dem Gesetz den Großeltern das Umgangsrecht zusprechen.

Ob die von Ihnen angedeuteten Reibereien bei den bisherigen Besuchen ausreichen, hier eine Gefährdung des Kindeswohles anzunehmen, kann hier nicht abschließend entschieden werden. Sie sollten wegen dieser Frage noch einmal ein ausführliches Gespräch mit Ihrem Anwalt führen.

Mit freundlichen Grüßen

Reinhard Otto
Rechtsanwalt

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